<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812</id><updated>2012-02-25T03:51:32.585-08:00</updated><title type='text'>Ralf Hansen - Rechtsanwalt</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>98</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-6401572252309111612</id><published>2012-02-24T09:50:00.000-08:00</published><updated>2012-02-25T03:51:32.593-08:00</updated><title type='text'>BVerfG: § 113 TKG teilweise verfassungswidrig</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;Bundesverfassungsgericht - Pressestelle -Pressemitteilung Nr. 13/2012 vom 24. Februar 2012&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;pre&gt;&lt;a href="http://www.bverfg.de/entscheidungen/rs20120124_1bvr129905.html"&gt;1 BvR 1299/05&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;&lt;/pre&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;Das BVerfG hat mit einem Urteil vom 24.02.1023 bestimmte Regelungen des Telekommunikationsgesetzes zur Speicherung und Verwendung von Telekommunikationsdaten teilweise für verfassungswidrig erklärt, gibt dem Gesetzgeber aber entscheidende Hinweise zur fachgesetzlichen "Reparatur", so dass diese Entscheidung nur eine Momentaufnahme darstellt. Die Reichweite dieser Entscheidung ist begrenzt und sie sollte nicht überschätzt werden. Der Bundesgesetzgeber ist scheinbar kaum noch in der Lage im Bereich der sog. "Inneren Sicherheit" Gesetze zu verabschieden, die den - dankenswerterweise - kritischen Blicken des BVerfG vollständig standhalten. Diesmal waren die §§ 111 - § 113 TKG betroffen, dessen Verfassungsmäßigkeit jedenfalls in Teilbereichen indessen seit Jahren in Streit steht. Allerdings wird der "Reparaturversuch" mutmaßlich bis zum 30.06.2013 erfolgen, da die bürgerrechtlich orientierte Sichtweise nicht unbedingt die Sichtweise der herrschenden politischen Leitlinien wiederspiegelt. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;§ 113 Abs. 1 Satz 2 TKG regelt in diesem Zusammenhang eine spezielle Auskunftspflicht hinsichtlich Zugangssicherungscodes wie Passworten oder Persönlichen Identifikationsnummern (PIN), die sehr weitgehend ist und einen erheblichen Eingriff in das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung darstellt, deren Rechtfertigung kritisch ist. In diesem Rahmen wird auch Auskunft über dynamische IP - Adressen erteilt, soweit sie noch zum fraglichen Zeitpunkt gespeichert sind.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;Die Entscheidung betrifft im Kern die Weitergabe bestimmer Daten nach § 113 Abs.1 S.1 und 2 TKG im manuellen Auskunftsverfahren, da das BVerfG das automatisierte Auskunftsverfahren nicht in Frage gestellt hat, was nach Presseberichten zu einem Verfahren vor dem EGMR führen wird. Die Praxis der Registrierung neuer und gebrauchter Prepaid - Karten für den Mobilfunk wird sich nicht ändern. Auch das manuelle Auskunftsverfahren wird nicht grundsätzlich unter verfassungsrechtlichen Aspekten in Frage gestellt, aber zumindest teilweise kritisch hinterfragt, was im Rahmen des § 113 Abs.1 S.1 TKG zur Vornahme einer verfassungskonformen Auslegung führt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst verstößt § 113 TKG gegen das Zitiergebot des Art. 19 GG, wonach das verletzte Grundrecht - hier Art. 10 GG - in der Norm genannt werden muss. Dieser formelle Verstoß lässt sich aber bei einer Novelle leicht ausräumen. Gerügt wird auch unter dem Aspekt der Normenklarheit die Unbestimmtheit insbesonderer landesrechtlicher Ermächtigungsgrundlagen, um auf diese Daten zuzugreifen. Die Ministerialbürokratien werden sich Mühe geben, diese Bedenken zu beseitigen. Es bleiben insbesondere Bedenken hinsichtlich der Grenzen des verfassungsrechlichen Schutzes des Telekommunikationsgeheimnisses unter dem Aspekt der Verhältnismäßigkeit und in diesem Bereich ist die Entscheidung nicht in jeder Hinsicht klar formuliert und lässt Fragen offen, die insbesondere Schutzbereich und Grenzen des Telekommunikationsgeheimnisses betreffen.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;Im Rahmen des § 113 Abs.1 S.1 TKG kommt das BVerfG hinsichtlich der Nutzung dynamischer IP - Adressen zu einem interessanten und bürgerrechtlich begrüßenswerten Ergebnis, dessen Reichweite aber im Bereich des materiellen Verfassungsrechts wenig deutlich wird:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;"Demgegenüber begründet die Zuordnung von dynamischen IP-Adressen einen Eingriff in das Telekommunikationsgeheimnis. Denn für die Identifizierung einer dynamischen IP-Adresse müssen die Telekommunikationsunternehmen die entsprechenden Verbindungsdaten ihrer Kunden sichten und somit auf konkrete Telekommunikationsvorgänge zugreifen, die vom Schutzbereich des Art. 10 GG umfasst sind."&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;Damit ist die Identifikation dynamischer IP - Adressen wegen eines schwerwiegenden Verfassungsverstoßes derzeit nicht mehr ohne weiteres zulässig, auch wenn eine großzügige Handhabung für eine Übergangszeit gewährt wird, wobei die Anforderungen erschwert wurden. Indessen wird ein Recht auf Anonymität im Netz nicht eingeräumt, wie es kürzlich der EuGH vorgenommen hat. Inwieweit und ob dieses Urteil Auswirkungen auf § 101 Abs.9 UrhG haben wird, ist offen, da dem Zitiergebot dort in § 101 Abs.10 UrhG Genüge getan ist und diese Norm daher nur an materiellen Kriterien gemessen werden kann. Wie das BVerfG dies konkret verstanden wissen will, wird letztlich nicht völlig klar. Jedenfalls bleiben hinsichtlich der Grenzen des Telekommunikationsgeheimnisses und der Zulässigkeit der Identifikation dynamischer IP - Adressen als personenbezogenen Daten noch viele Fragen offen. So gesehen ist diese Entscheidung leider eine verpasste Chance einer grundsätzlichen Klärung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;Allerdings darf die Regelung unter Beachtung der Rechtsaufassung des BVerfG bis zum 30.06.2013 weiter angewendet werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;§ 113 Abs.1 S.2 TKG ist verfassungswidrig, so dass Sicherungscodes nur noch in schwerwiegenden Fällen in der Übergangsfrist erhoben werden dürfen.&amp;nbsp;Insofern deutet das BVerfG an, dass ein neues Gesetz den Zugriffszweck schärfer fassen müsste, dann aber nicht mehr verfassungswidrig wäre. Die Gesetzesentwürfe sind dann wiederum an den hier gestellten Anforderungen zu messen. Sie werden mutmaßlich versuchen, den &amp;nbsp;Vorschlägen des BVerfG gerecht zu werden, um das Ziel einer weitreichenden Überwachung der Kommunikation in elektronischen Netzwerken zu erreichen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.bverfg.de/pressemitteilungen/bvg12-013.html" target="_blank"&gt;Pressemitteilung des BVerfG&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Quelle: Pressestelle des BVerfG&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-6401572252309111612?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/6401572252309111612/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/bverfg-113-tkg-teilweise.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6401572252309111612'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6401572252309111612'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/bverfg-113-tkg-teilweise.html' title='BVerfG: § 113 TKG teilweise verfassungswidrig'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-3909202362459595567</id><published>2012-02-16T05:18:00.003-08:00</published><updated>2012-02-16T05:35:59.490-08:00</updated><title type='text'>ECJ: NETLOG cannot be obliged to install general filtering systems</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Court of Justice of the European Union -&amp;nbsp;PRESS RELEASE No 11/12&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Luxembourg, 16 February 2012 -&amp;nbsp;Judgment in Case C-360/10&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://www.sabam.be/" target="_blank"&gt;SABAM&lt;/a&gt; wanted the owner of the Social Network called "&lt;a href="http://de.netlog.com/" target="_blank"&gt;Netlog&lt;/a&gt;", based in Belgium, to handle them out user datas because of several cases of Copyright Infringement. With this very interesting decision the&lt;a href="http://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2_16799" target="_blank"&gt; ECJ &lt;/a&gt;stated finally that the owner of an online social network cannot be obliged to install a general filtering system, covering all its users, in order to prevent the unlawful use of musical and audio-visual work.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;I think this decision will be very helpful for all owners of Social Networks under European Law and - of course - their Users too, but there is still a risk for users. &amp;nbsp;Sure, it is impossible to overview all postings of more than 10 million users, even with the use of Filtering - Technology. This decision is not a great surprise, but it makes the using of Social Networks in Europe more secure on the legal base. On the other hand one thing is very remarkable: The Court sentenced that all informations about a users profile are stated under full data protection and that media industry has right to get a hand on these dates. This means in fact, that there is a right of Anonymity regarding to the use of social networks, which allow such a kind of use like Netlog.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;But take care: an identified user can be for sure held responsibel for any copyright infringement which is evident. This useful decision doesn't sets all users free from the responsibility of Copyright Infringements of all kind. So one should take care of his own postings, even on Netlog or elsewhere.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Belgische Vereniging van Auteurs, Componisten en Uitgevers (SABAM) v Netlog NV&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://curia.europa.eu/jcms/upload/docs/application/pdf/2012-02/cp120011de.pdf" target="_blank"&gt;--- Deutsche Version ---&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://derstandard.at/1328507921296/EuGH-schuetzt-Freiheit-sozialer-Netzwerke-im-Internet" target="_blank"&gt;Deutscher Leitsatz:&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Betreiber eines sozialen Netzwerks im Internet kann nicht gezwungen werden, ein generelles, alle Nutzer dieses Netzwerks erfassendes Filtersystem einzurichten, um die unzulässige Nutzung musikalischer und audiovisueller Werke zu verhindern&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Press Communique ECJ:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;The owner of an online social network cannot be obliged to install a general filtering system, covering all its users, in order to prevent the unlawful use of musical and audio-visual work&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Such an obligation would not be respecting the prohibition to impose on that provider a general obligation to monitor nor the requirement that a fair balance be struck between the protection of copyright, on the one hand, and the freedom to conduct business, the right to protection of personal data and the freedom to receive or impart information, on the other&amp;nbsp;SABAM is a Belgian management company which represents authors, composers and publishers of musical works.&amp;nbsp;On that basis, it is responsible for, inter alia, authorising the use by third parties of copyright-protected works of those authors, composers and publishers.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;SABAM has an objection to Netlog NV, which runs an online social networking platform where every person who registers acquires a personal space known as a ‘profile’ which the user can complete himself in the knowledge that that profile becomes available globally. The most important function of that platform, which is used by tens of millions of individuals on a daily basis, is to build virtual communities enabling those individuals to communicate with each other and thereby develop friendships. On their profile, users can, inter alia, keep a diary, indicate their hobbies and interests, show who their friends are, display personal photos or publish video clips.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;According to SABAM, Netlog’s social network also enables all users to make use, by means of their profile, of the musical and audio-visual works in SABAM’s repertoire, making those works available to the public in such a way that other users of that network can have access to them without SABAM’s consent and without Netlog paying it any fee.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;On 23 June 2009, SABAM had Netlog summoned before the President of the Court of First Instance of Brussels (Belgium), requesting inter alia that Netlog be ordered immediately to cease unlawfully making available musical or audio-visual works from SABAM’s repertoire and to pay a penalty of €1000 for each day of delay in complying with that order. In that regard, Netlog submitted that granting SABAM’s injunction would be tantamount to imposing on Netlog a general obligation to monitor, which is prohibited by the E-Commerce Directive1.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In those circumstances, the Court of First Instance of Brussels made a reference for a preliminary ruling to the Court of Justice. It asks, in essence, whether European Union law precludes a national court from issuing an injunction against a hosting service provider, such as an owner of an online social network, which requires it to install a system for filtering information stored on its servers by its service users, which applies indiscriminately to all of those users, as a preventative measure, exclusively at its expense and for an unlimited period.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;According to the Court of Justice, it is not in dispute that Netlog stores information provided by the users of that platform, relating to their profile, on its servers, and that it is thus a hosting service provider within the meaning of EU law.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;It is also common ground that implementation of that filtering system would require the hosting service provider to identify, within all of the files stored on its servers by all its service users, the files which are likely to contain works in respect of which holders of intellectual-property rights claim to hold rights. Next, the hosting service provider would have to determine which of those files are being stored and made available to the public unlawfully, and, lastly, it would have to prevent files that it considers to be unlawful from being made available.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Such preventive monitoring would therefore require active observation of the files stored by users with the owner of the social network. Accordingly, the filtering system would require that owner to carry out general monitoring of the information stored on its servers, something which is prohibited by the E-Commerce Directive.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;The Court next recalls that, in the context of measures adopted to protect copyright holders, national authorities and courts must strike a fair balance between the protection of copyright and the protection of the fundamental rights of individuals who are affected by such measures.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In the main proceedings, the injunction requiring the installation of a filtering system would involve monitoring all or most of the information stored by the hosting service provider concerned, in the interests of the copyright holders. Moreover, that monitoring would have to have no limitation in time, be directed at all future infringements and be intended to protect not only existing works, but also works that have not yet been created at the time when the system is introduced. Accordingly, such an injunction would result in a serious infringement of Netlog’s freedom to conduct its business since it would require Netlog to install a complicated, costly, permanent computer system at its own expense.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Moreover, the effects of that injunction would not be limited to Netlog, as the filtering system may also infringe the fundamental rights of its service users - namely their right to protection of their personal data and their freedom to receive or impart information - which are rights safeguarded by the Charter of Fundamental Rights of the European Union. First, the injunction would involve the identification, systematic analysis and processing of information connected with the profiles created on the social network, that information being protected personal data because, in principle, it allows those users to be identified. Second, that injunction could potentially undermine freedom of information, since that system might not distinguish adequately between unlawful content and lawful content, with the result that its introduction could lead to the blocking of lawful communications.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Consequently, the Court’s answer is that, in adopting an injunction requiring the hosting service provider to install such a filtering system, the national court would not be respecting the requirement that a fair balance be struck between the right to intellectual property, on the one hand, and the freedom to conduct business, the right to protection of personal data and the freedom to receive or impart information, on the other.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;NOTE: A reference for a preliminary ruling allows the courts and tribunals of the Member States, in disputes which have been brought before them, to refer questions to the Court of Justice about the interpretation of European Union law or the validity of a European Union act. The Court of Justice does not decide the dispute itself. It is for the national court or tribunal to dispose of the case in accordance with the Court’s decision, which is similarly binding on other national courts or tribunals before which a similar issue is raised.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unofficial document for media use, not binding on the Court of Justice.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;The full text of the judgment is published on the CURIA website on the day of delivery.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;www.curia.europa.eu&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;1 Article 15 of Directive 2000/31/EC of the European Parliament and of the Council of 8 June 2000 on certain legal aspects of information society services, in particular electronic commerce, in the Internal Market (OJ 2000 L 178, p. 1)&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-3909202362459595567?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/3909202362459595567/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/ecj-netlog-cannot-be-obliged-to-install.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/3909202362459595567'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/3909202362459595567'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/ecj-netlog-cannot-be-obliged-to-install.html' title='ECJ: NETLOG cannot be obliged to install general filtering systems'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-1359387513956694963</id><published>2012-02-15T14:52:00.000-08:00</published><updated>2012-02-15T14:52:34.953-08:00</updated><title type='text'>BGH zu den Erfordernissen an eine Aufklärung vor Abschluss einer Lebensversicherung</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshof - Mitteilung der PressestelleNr. 24/2012&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nachdem eine Parallelsache kürzlich nicht zur Entscheidung gelangte, weil sich die Parteien vor dem Termin geeinigt hatten, musste der BGH in dieser Sache über die Schadensersatzhaftung wegen nicht zureichender Aufklärung entscheiden. Allerdings lässt sich die Reichweite dieser Entscheidung erst nach eingehender Lektüre des Volltextes abschätzen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es geht hier unter anderem um den Einfluss englischen Gesellschaftsrechts auf deutsche Lebensversicherungsverträge, mögen sie auch mit einem englischen Anbieter geschlossen worden sein. Ob Lebensversicherungen heute noch eine angemessene Anlageform darstellen, kann hier zwar dahinstehen, aber im konkreten Fall berief sich der Kläger darauf, dass er die Versicherung bei eingehender Information über die wirtschaftlichen Gegebenheiten nicht abgeschlossen hätte.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit guten Gründen verneint der BGH einen Einfluss des englischen Vergleichsplan auf den deutschen Lebensversicherungsvertrag und verneint die Anwendung des § 12 Abs.1 VVG a.F. auf diese Konstellation, so dass die Verjährung differenziert betrachtet wird. Da die Sache an das OLG zurückverwiesen wurde, lässt sich erst nach Abschluss dieses Verfahrens wirklich von einer Klärung sprechen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der unter anderem für das Versicherungsvertragsrecht zuständige IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat &amp;nbsp;eine Entscheidung zur gerichtlichen Geltendmachung und Verjährung von Schadensersatzansprüchen wegen unzureichender Aufklärung vor Abschluss einer englischen Lebensversicherung getroffen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Kläger schloss zu Beginn des Jahres 1999 bei dem beklagten englischen Lebensversicherer eine "Investment-Lebensversicherung" ab, nachdem dieser mit jährlichen Überschüssen deutlich über denen seiner deutschen Mitbewerber geworben hatte. Seit 2003 stagniert der Vertragswert. Bei der Beklagten war es zu Problemen mit der finanziellen Belastung aus den Ansprüchen britischer Bestandskunden gekommen, die 2002 in der Genehmigung eines Vergleichsplans nach englischem Gesellschaftsrecht ("Scheme of Arrangement") durch das dort zuständige Gericht mündeten. Dieser führte zur Abfindung einzelner Ansprüche der Versicherungsnehmer gegen einmalige Erhöhung des Versicherungswertes.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Kläger hat geltend gemacht, dass er über die aus seiner Sicht nicht ordnungsgemäße Geschäftspolitik der Beklagten u.a. durch überhöhte Zuteilung von Überschüssen, unzureichende Bildung von Deckungskapital und Verwendung veralteter Sterbetafeln nicht aufgeklärt worden sei und den Vertrag bei zutreffender Information nicht abgeschlossen hätte. Die Beklagte hat sich auf die Sperrwirkung ihres englischen Vergleichsplans, die Verjährung der geltend gemachten Ansprüche und das Fehlen von Aufklärungspflichten berufen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Berufungsgericht hat die Klage wegen Verjährung abgewiesen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der Bundesgerichtshof hat in seiner heutigen Entscheidung ausgeführt, dass der Anerkennung eines gerichtlich genehmigten Vergleichsplans nach englischem Gesellschaftsrecht ("Scheme of Arrangement"), der eine Lebensversicherung betrifft, jedenfalls die Vorschriften über die Zuständigkeit in Versicherungssachen gemäß Art.&amp;nbsp;8, 12 Abs.&amp;nbsp;1, 35 EuGVVO* entgegenstehen. Mithin hindert der Vergleichsplan Versicherungsnehmer in Deutschland nicht, Ansprüche geltend zu machen.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Weiterhin hat der Bundesgerichtshof seine Rechtsprechung bestätigt, wonach für die Verjährung des Schadensersatzanspruchs aus vorvertraglichem Verschulden, mit dem der Versicherungsnehmer so gestellt werden will, wie wenn er den Vertrag nicht geschlossen hätte, nicht §&amp;nbsp;12 Abs.&amp;nbsp;1 VVG a.F.** einschlägig ist, sondern die allgemeinen Bestimmungen der §§&amp;nbsp;195, 199 BGB*** gelten. Danach sind nur einige der vom Kläger geltend gemachten Schadensersatzansprüche verjährt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Die Sache wurde zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen, das noch Feststellungen zu den nicht verjährten Schadensersatzansprüchen zu treffen hat. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;*Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates vom 22. Dezember 2000 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (EuGVVO) &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Artikel 12  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;(1) Vorbehaltlich der Bestimmungen des Artikels&amp;nbsp;11 Absatz 3 kann der Versicherer nur vor den Gerichten des Mitgliedstaats klagen, in dessen Hoheitsgebiet der Beklagte seinen Wohnsitz hat, ohne Rücksicht darauf, ob dieser Versicherungsnehmer, Versicherter oder Begünstigter ist.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;… &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;**Versicherungsvertragsgesetz (VVG) in der bis zum 31. Dezember 2007 gültigen Fassung &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;§ 12 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;(1) Ansprüche aus dem Versicherungsvertrag verjähren in zwei Jahren, bei der Lebensversicherung in fünf Jahren. Die Verjährung beginnt mit dem Schluss des Jahres, in welchem die Leistung verlangt werden kann. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;… &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;***Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;§ 195 Regelmäßige Verjährungsfrist &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die regelmäßige Verjährungsfrist beträgt drei Jahre.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;§ 199 Beginn der regelmäßigen Verjährungsfrist und Verjährungshöchstfristen &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;(1) Die regelmäßige Verjährungsfrist beginnt, soweit nicht ein anderer Verjährungsbeginn bestimmt ist, mit dem Schluss des Jahres, in dem  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1. der Anspruch entstanden ist und &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;2. der Gläubiger von den den Anspruch begründenden Umständen und der Person des Schuldners Kenntnis erlangt oder ohne grobe Fahrlässigkeit erlangen müsste. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;…  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;IV ZR 194/09 – Urteil vom 15. Februar 2012 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Verden - Urteil vom 21. Januar 2009 - 8 O 544/07 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;OLG Celle - Urteil vom 8. September 2009 - 8 U 46/09  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 15. Februar 2012 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-1359387513956694963?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/1359387513956694963/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/bgh-zu-den-erfordernissen-eine.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/1359387513956694963'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/1359387513956694963'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/bgh-zu-den-erfordernissen-eine.html' title='BGH zu den Erfordernissen an eine Aufklärung vor Abschluss einer Lebensversicherung'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-6450361490864390214</id><published>2012-02-15T14:35:00.000-08:00</published><updated>2012-02-15T14:35:08.768-08:00</updated><title type='text'>Neue Geschichten von Herrn K.: Grenzen der Prozessberichterstattung</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Oberlandesgericht Köln: Berichterstattung aus öffentlicher Gerichtsverhandlung ist nicht uneingeschränkt zulässig&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Landgericht und das Oberlandesgericht Köln sind seit geraumer Zeit immer wieder mit neuen Geschichten von Herrn K. beschäftigt. Seinen Namen muss man nicht nennen, weil fast jeder ihn kennt. Aber unabhängig davon stellt sich die Frage nach den Grenzen der Prozessberichterstattung über Gerichtsverfahren zu denen die Öffentlichkeit zugelassen ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Kern geht es hier darum, wieviel Informationen Presseberichter über den Verlauf derartiger Verhandlungen geben dürfen, wenn diese die Intimsphäre eines Angeklagten - der wie hier geschehen, später freigesprochen wurde - berühren. Grundsätzlich ist es angesichts der Pressefreiheit, dass über Kommunikationen in einer öffentlichen Verhandlung auch berichtet werden darf. Gerichtliche Entscheidungen über die Grenzen einer derartigen Berichterstattung sind eher rar. Es ist allerdings nicht gerade neu, dass die Presse - heute sollte man eher von Medienberichterstattung sprechen - jene Grenzen zu beachten hat, die der Pressefreiheit aus dem mit gleichen Rang verfassungsrechtlich gewährleisteten Recht des Betroffenen auf Schutz seiner Persönlichkeit und Wahrung seiner Ehre erwachsen wie dem altehrwürdigen Urteil BGHZ 57, 326/330 bereits entnommen werden kann.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ziffer 8 des &lt;a href="http://www.presserat.info/inhalt/der-pressekodex/pressekodex.html" target="_blank"&gt;Pressekodex&lt;/a&gt; trägt dem Rechnung (früher gab es spezielle Regelungen für die Gerichtsberichterstattung). Ungeachtet dessen das die Berichterstattung selbstredend sachlich sein muss, ist auf die Person des Betroffenen Rücksicht zu nehmen (BGH, AfP 1979, 307, 310 - Exdirektor). Lässt sich eine objektive Darstellung nicht erreichen, muss nach dieser Entscheidung sogar ganz von einer Berichterstattung abgesehen werden. Rechtswidrigkeit und Rechtmäßigkeit der Berichterstattung trennen in solchen Fällen oftmals nur eine "dünne rote Linie".&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das OLG Köln hat hat hier zugunsten des Beklagten entschieden, weil über seine vermeintlichen oder tatsächlichen sexuellen Vorlieben und andere intime Dinge berichtet worden war. Ungeachtet dessen, dass Informationen, die einmal in den Medien gelandet sind, schwer gänzlich zu vernichten sind, zieht das OLG Köln hier die Grenze bei der detaillierten Schilderung von Sexualpraktiken und hat wegen der besonderen Bedeutung dieser Rechtsfrage die Revision zum BGH zugelassen, da diese Rechtsfrage bislang nicht höchstrichterlich entschieden wurde. Die Intimsphäre als Grenze der Medienberichterstattung kann aber keine absolute Grenze darstellen, sondern der Schutz sollte sich auf die Darlegung konkreter Details beschränken, jedenfalls lässt sich auch das OLG Köln so verstehen, denn auch ein Angeklagter hat ein Recht auf Menschenwürde.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressemitteilung:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Oberlandesgericht Köln hat mit drei am 14. Februar 2012 verkündeten Urteilen entschieden, dass die Medien Umstände aus dem privaten Lebensbereich eines Angeklagten auch dann nicht ohne weiteres verbreiten dürfen, wenn diese in öffentlicher Hauptverhandlung erörtert worden sind.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Geklagt hatte in allen drei Verfahren ein wegen des Verdachts der Vergewaltigung einer Ex-Freundin angeklagter, im Strafverfahren freigesprochener Fernsehmoderator. Das Ermittlungs- und Strafverfahren war in den Medien, u.a. seitens der Beklagten, mit großer Aufmerksamkeit und ausführlicher Berichterstattung begleitet worden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Kläger hatte während der Ermittlungen in einer richterlichen Vernehmung im Detail den zwischen ihm und der Anzeigenerstatterin üblichen (einvernehmlichen) Sexualverkehr geschildert. Die Beklagten hatten sodann Einzelheiten der Schilderung in ihre Presseveröffentlichungen eingestellt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach Ansicht des zuständigen 15. Zivilsenats des Oberlandesgerichts Köln lag hierin ein unzulässiger Eingriff in das Persönlichkeitsrecht des Klägers. Das Berichterstattungsinteresse der Beklagten habe hinter dem Recht des Klägers auf Schutz seiner Intimsphäre zurückzustehen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Etwas anderes ergebe sich auch nicht daraus, dass die berichteten Umstände später Gegenstand einer öffentlichen Gerichtsverhandlung gewesen seien, in welcher das Vernehmungsprotokoll im Wortlaut verlesen worden war. Die Öffentlichkeit eines Gerichtssaales sei nicht mit der Wirkung zu vergleichen, die von einer Veröffentlichung in den Medien, erst recht bei einer Veröffentlichung im Internet ausgehe. Die veröffentlichten Details hätten in keinem Zusammenhang mit dem konkreten Tatvorwurf gestanden und seien von den Beklagten auch in der Berichterstattung nicht in einen solchen Zusammenhang gerückt worden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zudem sei zu berücksichtigen, dass der Kläger nicht strafrechtlich verurteilt worden sei. Während des laufenden Ermittlungsverfahrens und bis zu einer gerichtlichen Verurteilung gelte zu Gunsten des Beschuldigten die Unschuldsvermutung. Dementsprechend zurückhaltend und ausgewogen müsse über den Tatvorwurf und den auf dem Angeklagten lastenden Verdacht berichtet werden (15 U 123/11, 15 U 125/11 und 15 U 126/11).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Gericht hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung die Revision zum Bundesgerichtshof zugelassen. Die Frage, in welchem Umfang auch über private, das Persönlichkeitsrecht berührende Umstände berichtet werden dürfe, die in einer öffentlichen Gerichtsverhandlung erörtert worden seien, sei bisher nicht höchstrichterlich entschieden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-6450361490864390214?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/6450361490864390214/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/neue-geschichten-von-herrn-k-grenzen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6450361490864390214'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6450361490864390214'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/neue-geschichten-von-herrn-k-grenzen.html' title='Neue Geschichten von Herrn K.: Grenzen der Prozessberichterstattung'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-3654021188241171419</id><published>2012-02-08T12:51:00.000-08:00</published><updated>2012-02-08T12:51:56.312-08:00</updated><title type='text'>Beweisanforderungen beim "Filesharing" in technischer Hinsicht</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Oberlandesgericht Köln, AZ: 6 W 82/11&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Beschluss &amp;nbsp;v. 07.09.2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vorinstanz: Landgericht Köln, 214 O 3/11&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die sehr lesenswerte Entscheidung ist in einem Verfahren nach § 101 UrhG ergangen und nicht in einem Streitverfahren. Die Begründung lässt sich aber sehr wohl in Auseinandersetzungen über die Zuordnung von Verkehrsdaten zu personenbezogenen Daten verwerten, weil jede dieser Auseinandersetzungen mit dem Beweis der Nutzung eines bestimmtene Telekommunikationsanschlusses zu Zwecken eines illegalen "Filesharings" steht und fällt. Es gab und gibt insoweit erhebliche Zweifel an der technischen Zuverlässigkeit der Zuordnung, die aber von bestimmten Gerichten geradezu ignoriert werden. Umso erfreulicher ist es, dass das LG Köln und ihm folgend nunmehr auch das OLG Köln die Beweisanforderungen auf ein adäquates technisches Maß bringen. Ungeachtet dessen dass sich das den einschlägigen Rechtsstreitigkeiten zugrundeliegende urheberrechtspolitische Problem mit massenhaft geführten Rechtsstreitigkeiten auf Dauer nicht lösen lassen wird, muss aber zumindest der Beweis der Täterschaft eines Anschlussinhabers klar nach den Anforderungen des § 286 ZPO geführt werden. Jedenfalls hält das OLG Köln die Software "Seeder Seek" und deren Handhabung für nich hinreichend validiert, um einen Beschluss nach § 101 UrhG zu erlassen, womit eine interessante Grenze auch für zukünftige Verfahren aufgezeigt wird.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Beschwerde der Antragstellerin gegen den Beschluss der 14. Zivilkammer des Landgerichts Köln – 214 O 3/11 – vom 16.3.2011 wird zurückgewiesen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Kosten des Beschwerdeverfahrens trägt die Antragstellerin.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;G r ü n d e :&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die gemäß § 101 Abs. 9 S. 4, 6 und 7 UrhG, §§ 58 ff. FamFG zulässige Beschwerde gegen die Zurückweisung des Antrags auf Erlass einer richterlichen Anordnung über die Zulässigkeit der Verwendung von Verkehrsdaten hat keinen Erfolg, weil nicht festgestellt werden kann, dass von den in der Anlage ASt. 1 aufgelisteten IP-Adressen aus Rechtsverletzungen begangen worden sind.Eine Anordnung nach §&amp;nbsp;101 Abs.&amp;nbsp;9 UrhG setzt voraus, dass eine offensichtliche Rechtsverletzung im Sinne des § 101 Abs. 2 UrhG vorliegt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dabei bezieht sich das Erfordernis der Offensichtlichkeit in § 101 Abs.&amp;nbsp;2 UrhG neben der Rechtsverletzung auch auf die Zuordnung dieser Verletzung zu den begehrten Verkehrsdaten. Nach der Gesetzesbegründung soll durch dieses Tatbestandsmerkmal gewährleistet werden, dass ein Auskunftsanspruch nur dann zuerkannt wird, wenn eine ungerechtfertigte Belastung des Auskunftsschuldners ausgeschlossen erscheint; zugleich sei unter diesen Voraussetzungen auch der Verletzer nicht mehr schutzwürdig (BT-Drucks. 16/5048, S. 39).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Schutz des unbekannten Dritten, dem das gesamte Verfahren nach § 101 Abs.&amp;nbsp;9 UrhG dient, erfordert es daher, dass auch die Zuordnung der Rechtsverletzung zu den verfahrensgegenständlichen Verkehrsdaten dem Maßstab der Offensichtlichkeit gerecht wird (Senat, GRUR-RR 2009, 9, 11).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diese Voraussetzungen sind nicht erfüllt. Das Landgericht hat auf der Grundlage des damaligen Verfahrensstandes sehr nachvollziehbare Bedenken im Hinblick auf den Umgang der Antragstellerin mit der Erstellung und Vorlage von eidesstattlichen Versicherungen aufgezeigt. Ob diese Bedenken auch unter Berücksichtigung des Beschwerdevorbringens durchgreifend sind, oder ob das Verhalten der Antragstellerin auf der uneinheitlichen Praxis der verschiedenen zuständigen Kammern des Landgerichts Köln beruht und daher keine Rückschlüsse auf eine generelle Unzuverlässigkeit bei der Ermittlung und Darlegung der Rechtsverletzungen durch die Antragstellerin zulässt, kann indes dahinstehen, weil bereits grundsätzlich nicht festgestellt werden kann, dass das von der Antragstellerin eingesetzte Verfahren, insbesondere die Software, hinreichend zuverlässig Rechtsverletzungen ermittelt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Antragstellerin setzt zur Erfassung der IP-Adressen das von ihr selbst entwickelte Such- und Überwachungsprogramm „Seeder Seek“ ein. Dieses Programm ermittelt – nach Eingabe der zu suchenden Hashwerte – weitgehend selbständig IP-Adressen, von denen aus Dateien mit entsprechenden Hashwerten aus angeboten werden. Auf Anfrage des Senats hat die Antragstellerin das Gutachten eines Unternehmens, das ausweislich seiner Firma EDV-Lösungen anbietet, vorgelegt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In dem Gutachten, das von der „Geschäftsleitung/CEO“ unterschrieben ist, ist dokumentiert, dass zwei Dateien, die in jeweils zwei verschiedenen Tauschbörsen angeboten worden sind, durch das Programm zutreffend aufgefunden worden seien. Auf den Hinweis des Senats, aus dem Gutachten ergebe sich weder die fachliche Qualifikation des Gutachters noch, ob Fehler ausgeschlossen sind, hat die Antragstellerin ein neues Gutachten angeboten.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Danach kann nicht mehr ermittelt werden, ob von den angegebenen IP-Adressen aus offensichtlich Rechtsverletzungen begangen worden sind:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der bisherige Sachvortrag der Antragstellerin genügt nicht, um von der Zuverlässigkeit der Ermittlung der IP-Adressen auszugehen. Die eingesetzte Software ist nicht hinreichend validiert. Der Vortrag der Antragstellerin, die von ihr entwickelte Software arbeite zuverlässig, ist letztlich nur eine Behauptung. Auch die hierzu vorgelegte eidesstattliche Versicherung des Geschäftsführers der von der Antragstellerin beauftragten Ermittlungsfirma beschränkt sich auf diese Wertung, die jedoch durch den Senat nicht nachvollzogen werden kann.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das vorgelegte Gutachten ist aus den bereits im Hinweis des Senats dargelegten Gründen unzureichend. Um die Zuverlässigkeit der Software festzustellen, genügt nicht der Nachweis, dass sie Rechtsverletzungen zutreffend ermittelt. Vielmehr ist eine Untersuchung erforderlich, ob es ausgeschlossen ist, dass IP-Adressen fehlerhaft ermittelt werden. Hierfür besteht vorliegend besonderer Anlass, weil es in der Vergangenheit bereits zu einer fehlerhaften Ermittlung von Rechtsverletzungen durch die eingesetzte Ermittlungsfirma gekommen ist, wie dies die 24. Zivilkammer in dem Beschluss vom 15.8.2011 (Az.: 224 O 212/11), der Gegenstand des Verfahrens vor dem Senat 6 W 178/11 war, dargelegt hat.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Einholung eines neuen Gutachtens (durch einen fachkundigen und unabhängigen Sachverständigen) ist nicht angezeigt, weil dadurch nicht festgestellt werden kann, ob die eingesetzte Software im Februar 2011 zuverlässig gearbeitet hat. Selbst wenn man davon ausginge, dass die Software selbst unverändert geblieben ist (und die frühere Fehlermittlung nicht auf der Software, sondern menschlichem Versagen beruhte), ist doch nicht ersichtlich, dass auch alle weiteren technischen Parameter, von denen die korrekte Arbeitsweise der Software abhängen kann (Arbeitsweise/Version der Programme der aufgesuchten Tauschbörsen; sonstige Veränderungen der Systeme) unverändert geblieben sind und dies zudem beweissicher dokumentiert ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aus diesem Grund erfordert auch §&amp;nbsp;45g TKG eine zu dokumentierende fortlaufende Qualitätssicherung und eine regelmäßige (jährliche) Kontrolle der zur Ermittlung der dort in Rede stehenden Verbindungsdaten eingesetzten Systeme. Es ist daher ausgeschlossen, entsprechende Feststellungen nach Ablauf von mehr als sechs Monaten nach der angeblichen Rechtsverletzung mit einer dem Offensichtlichkeitserfordernis genügenden Verlässlichkeit nachzuholen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-3654021188241171419?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/3654021188241171419/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/beweisanforderungen-beim-filesharing-in.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/3654021188241171419'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/3654021188241171419'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/beweisanforderungen-beim-filesharing-in.html' title='Beweisanforderungen beim &quot;Filesharing&quot; in technischer Hinsicht'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-5721795024703986981</id><published>2012-02-07T14:33:00.000-08:00</published><updated>2012-02-08T12:34:36.773-08:00</updated><title type='text'>Steuerhinterziehung wird immer gefährlicher - der BGH verschärft due Strafzumessung bei Steuerhinterziehung</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshof - Mitteilung der PressestelleNr. 020/2012 vom 07.02.2012&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Entscheidung kommt alles andere als überraschend und bewegt sich im Mainstream der steuerpolitischen Diskussionen in Europa, die Steuerdelikte immer mehr in den Fokus nimmt. Wer eine Million Steuern hinterzieht, wäre auch ohne weiteres in der Lage gewesen Steuern zu zahlen. Im konkreten Fall wurde eine Schenkung von Aktien als Kauf deklariert, was nach dem damals geltenden Halbeinkünfteverfahren (2002) zu einer günstigeren Besteuerung führte, so dass jedenfalls die abgegebene Steuererklärung vorsätzlich falsch war. Es kamen noch weitere Taten im Zusammenhang mit der Geschäftsführertätigkeit hinzu. Der BGH wirft dem Landgericht schwerwiegende Fehler bei der Strafzumessung zugunsten des Angeklagten vor, die an die früher geäußerte Rechtsauffassung des BGH anknüpfen, wonach bei Steuerhinterziehungen in diesem Ausmaß Bewährungsstrafen nur noch ausnahmsweise in Betracht kommen. Die Bestätigung dieser Linie ist wenig verwunderlich!  &amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Landgericht Augsburg hat den Angeklagten mit Urteil vom 8. April 2010 wegen Steuerhinterziehung in zwei Fällen – insgesamt wurden mehr als 1,1 Mio. Euro hinterzogen – zu zwei Jahren Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt und deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt. Dieses Urteil hat der Bundesgerichtshof auf die mit dem Ziel höherer Bestrafung eingelegte Revision der Staatsanwaltschaft im Strafausspruch aufgehoben und die Sache zu erneuter Verhandlung und Entscheidung an eine andere Strafkammer des Landgerichts zurückverwiesen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Angeklagte war im Jahr 2001 Mitgesellschafter und Geschäftsführer der P. GmbH. Diese und eine weitere Gesellschaft verkaufte er an die T. AG für 80 Mio. (damals noch) DM. Zusätzlich zum gezahlten Kaufpreis erhielt er Aktien der T. AG im Wert von 7,2 Mio. DM als Gegenleistung dafür, dass er der T. AG den Kauf auch der anderen Gesellschaftsanteile ermöglicht hatte. Dieses Aktienpaket deklarierte er in seiner Einkommensteuererklärung wahrheitswidrig als weiteres Kaufpreiselement. Dadurch erlangte er die günstigere Versteuerung nach dem damals geltenden Halbeinkünfteverfahren für Veräußerungserlöse, so dass für das Jahr 2002 Einkommensteuer in Höhe von mehr als 890.000 Euro verkürzt wurde.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Angeklagte war auch nach der Veräußerung weiter Geschäftsführer der P. GmbH, wofür ihm im Jahr 2006 auch Tantiemen in Höhe von mehr als 570.000 Euro zustanden. Um die dafür zu entrichtende Lohnsteuer zu hinterziehen, veranlasste er – als "Gegenleistung" für einen "Verzicht" auf die Tantiemen – deren "Schenkung" an seine Ehefrau und seine Kinder unter Fertigung falscher Unterlagen. Die an sich fällige Lohnsteuer wurde dadurch in Höhe von 240.000 Euro verkürzt. Das Landgericht hat zwar in beiden Fällen einen besonders schweren Fall der Steuerhinterziehung (§ 370 Abs. 1, Abs. 3 Satz 2 Nr.1 AO) angenommen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Strafzumessung des Landgerichts weist aber durchgreifende Rechtsfehler zu Gunsten des Angeklagten auf. Das Ausbleiben strafschärfender Umstände wurde mildernd berücksichtigt. Gewichtige Strafzumessungsgesichtspunkte, die die Strafkammer festgestellt hat (z.B. das Zusammenwirken mit dem Steuerberater beim Erstellen manipulierter Unterlagen) blieben bei der Strafzumessung außer Betracht. Die Urteilsgründe lassen besorgen, die Strafkammer habe sich rechtsfehlerhaft bei der Einzelstrafbildung maßgeblich von der Möglichkeit einer Strafaussetzung zur Bewährung leiten lassen.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach der gesetzgeberischen Wertung zur Steuerhinterziehung im großen Ausmaß und den hieraus abgeleiteten Grundsätzen zur Strafzumessung bei Steuerhinterziehung in Millionenhöhe kommt eine aussetzungsfähige Freiheitsstrafe (von im Höchstmaß zwei Jahren) nur bei Vorliegen besonders gewichtiger Milderungsgründe noch in Betracht (BGH, Urteil vom 2. Dezember 2008 - 1 StR 416/08; vgl. Pressemitteilung Nr. 221/08); solche hat das Landgericht hier nicht ausreichend dargetan.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil vom 7. Februar 2012 – 1 StR 525/11&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Augsburg – Urteil vom 8. April 2011 – 2 KLs 501 Js 124133/07&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 7. Februar 2012 Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-5721795024703986981?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/5721795024703986981/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/steuerhinterziehung-wird-immer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/5721795024703986981'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/5721795024703986981'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/02/steuerhinterziehung-wird-immer.html' title='Steuerhinterziehung wird immer gefährlicher - der BGH verschärft due Strafzumessung bei Steuerhinterziehung'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-6896409172692907610</id><published>2012-01-30T14:54:00.000-08:00</published><updated>2012-02-07T15:25:16.025-08:00</updated><title type='text'>LG Düsseldorf: Unwirksamkeit eines DSL - Vertrages bei Unterschreitung der Bandbreite</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Düsseldorf, Urteil vom 28.12.2011, 12 O 501/10&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;Bei dem fraglichen Vertragsmodell ging es um einen DSL - 6000 -&amp;nbsp;Anschluss, der jedoch nur mit einer Geschwindigkeit von DSL 2000 geschaltet wurde. Die Vertragspartnerin erhielt eine&amp;nbsp;Woche nach Vertragsschluss ein Schreiben, mit der Vodafone ihr überraschend einen Anschluss mit der Bezeichnung "Vodafone-Internet 2000" bestätigte, die sie nicht bestellt hatte, woraufhin die Betroffene das Vertragsverhältnis fristlos aus wichtigem Grund kündigte. Dieser fristlosen Kündigung aus wichtigem Grund trat Vodafone wie üblich mit Hinweis auf die betreffende Allgemeinen Geschäftsbedingungen entgegen und verlangte Fortzahlung der Kosten bis zum Vertragsende (24 Monate). Es handelt sich dabei um den Vorbehalt eines einseitigen Leistungsänderungsrechts im Rahmen einer einseitigen Vertragsänderung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;Nachdem Vodafone sich in derartigen Fällen außergerichtlich stets auf die Wirksamkeit derartiger Klauseln berufen hat und jedwede Inhaltskontrolle zurückgewiesen hat, ist dieses Urteil umso interessanter, weil es zum einen Argumente für etliche Fälle dieser Art bietet und man zum anderen gespannt sein darf, wann Vodafone diese Klauseln durch neue fantasiereiche Klauseln ersetzen wird. Jedenfalls hat das LG Düsseldorf mit überzeugenden Argumenten entschieden, dass der Besteller eines DSL - Vertrages - insoweit bestehen durchaus mehrere Angebotsmodelle, die immer wieder variiert werden - nicht an einen DSL-Vertrag gebunden ist, wenn die bestellte Bandbreite eines DSL-Anschlusses nicht dauernd verfügbar ist. Vorliegend ging es um den Tarif&amp;nbsp;"Vodafone-Internet 6000", wobei folgende Klausel seitens des vzbv beanstandet wurden, die sämtlich für unwirksam erklärt wurden:&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;"1. Sollte Vodafone-Internet mit der von mir gewünschten Bandbreite nicht zur Verfügung stehen, möchte ich das von mir ausgewählte Paket inkl. der ausgewählten Sprach-Extras mit der maximal verfügbaren Bandbreite erhalten.&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;/div&gt;&lt;i&gt;&lt;/i&gt;&lt;i&gt;2. Mein Vertragspartner kann mir Text- oder Bildmitteilungen an mein Telefon (sowie meine E-Mail- und Postadresse) zukommen lassen.&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;&lt;br /&gt;&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;i&gt;3. Das Vertragsverhältnis kommt zustande, sobald mir Vodafone diesen Auftrag bestätigt hat."&lt;/i&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Allerdings sah das Gericht hinsichtlich der ersten Klausel den Hauptansatzpunkt bei einer zu starken Abweichung von § 150 Abs.2 BGB, weil eine Abänderung des Vertrages zu einem neuen Angebot führt und die betreffende Klausel nach § 307 BGB wegen der erheblichen Abweichung vom gesetzlichen Leitbild den Kunden zu stark benachteiligt. Darüberhinaus handelt es sich um einen unwirksamen Änderungsvorbehalt nach § 308 Nr.4 BGB. Die zweite Klausel sah das Gericht wegen der fehlenden ausdrücklichen Zustimmung für Werbung per SMS ebenfalls als unwirksam an. Die dritte Klausel wurde verworfen, weil der &amp;nbsp;Vertragsschluss einzig und alleine von Vodafone abhängig gemacht wurde, was vom Vertragsschlussmodell des BGB völlig abweicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Grunde handelt es sich um eine Form der Schlechterfüllung, weil die im ursprünglichen Vertrag vereinbarte Leistung nicht erbracht wurde. Für viele Betroffene stellt sich bei diesem Vertragsmodell die Frage, ob der Vertrag fristlos gekündigt werden sollte, wenn die Voraussetzungen der vereinbarten Leistung nicht gegeben sein sollten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Geschwindigkeit am Standort lässt sich online testen: &amp;nbsp;&lt;a class="verweis" href="http://www.dslweb.de/dsl-speedtest.php"&gt;DSL Speedtest&lt;/a&gt;&amp;nbsp;. Sie ist technisch von vielen Faktoren abhängig, die der Anbieter aber bereits auch vor Vertragsschluss ermitteln kann, da insbesondere die Lage zum nächsten Hauptverteiler ermittelbar ist, die die Geschwindigkeit maßgeblich beeinflusst, neben der Auslastung des DSL -Kabelbaumes, der verwendeten Hardware und anderen Faktoren, die den Anbieter aber nicht von einem Festhalten an seinem Angebot entbinden können, wenn ein Angebot eines Kunden angenommen worden ist. Lässt sich das Angebot am Standort tatsächlich nicht realisieren, muss dem Kunden die Möglichkeit verbleiben, den Vertrag wieder kurzfristig und zwar fristlos aus wichtigem Grund beenden zu können.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-6896409172692907610?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/6896409172692907610/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/lg-dusseldorf-unwirksamkeit-eines-dsl.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6896409172692907610'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6896409172692907610'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/lg-dusseldorf-unwirksamkeit-eines-dsl.html' title='LG Düsseldorf: Unwirksamkeit eines DSL - Vertrages bei Unterschreitung der Bandbreite'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4556008685511746241</id><published>2012-01-30T13:49:00.000-08:00</published><updated>2012-01-30T13:49:03.242-08:00</updated><title type='text'>KG Berlin: Air Berlin und Ryanair dürfen nicht mit irreführenden Preisangaben werden</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das&lt;a href="http://www.vzbv.de/8717.htm" target="_blank"&gt; Kammergericht Berlin&lt;/a&gt; hat mit Urteil vom 04.01.2012, AZ: 16 O 27/09 &amp;nbsp;der Fluggesellschaft Air Berlin &amp;nbsp;in einem nach dem Unterlassungsklagengesetz geführten Rechtsstreit untersagt, im Internet mit irreführenden Flugpreisangaben zu werben, was seit langem auf das Unverständnis zahlreicher Flugreisener gestoßen ist, zumal auch die Erstattungspraxis seit geraumer Zeit in der &lt;a href="http://www.fuehrich.de/" target="_blank"&gt;Kritik&lt;/a&gt; ist.So ganz neu ist diese &lt;a href="http://www.vzbv.de/4774.htm" target="_blank"&gt;Linie&lt;/a&gt; nicht. Nach der zutreffenden Auffassung des Kammergerichtes Berlin muss&amp;nbsp;Air Berlin künftig die Preise stets immer inklusive Steuern, Gebühren und Kerosinzuschlägen ausweisen. In einem Parallelverfahren hat das Kammergericht Ryanair dazu verurteilt, richtigerweise auch die Bearbeitungsgebühr für die Ticketzahlung in den Flugpreis einzurechnen, was ebenfalls seit langem gerügt wurde (Urteil vom 09.12.2011, Az.: 15 O 160/09, ebenfalls nicht rechtskräftig).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kläger war in beiden Fällen der Verbraucherzentrale Bundesverband, der damit vielen Flugreisenden einen Gefallen getan hat. Bekanntlich stellte Air Berlin weder Steuern noch Gebühren in den Flugpreis ein, so dass aus den Eingaben bei der Onlinebestellung nach Eingabe von Datum, Abflug- und Zielort zwar eine Tabelle mit den Preisen ausgewählter Flüge angezeigt wurde, ohne jedoch den konkreten Gesamtpreis auszuweisen, der oftmals auch auf der Hotline schwer zu erfragen war. Die in der Online - Eingabemaske ausgewiesenen Preise waren oftmals unvollständig und wiesen weder Steuern, Flughafengebühren noch Kerosinzuschläge noch die «Service Charge» von 10 oder 15 Euro für die Zahlung per Lastschrift oder Kreditkarte aus. Mit einer transparenten Preisangabe hat dies alles wenig zu tun. Die Angabe des zutreffenden Gesamtpreises ließ sich online allenfalls für den jeweils voreingestellten oder angeklickten Flug und lediglich unterhalb der Preistabelle aufgeführt gewesen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Kammergericht hat laut Verbraucherzentrale deutlich gemacht, dass es nicht hinreicht, wenn ein Endpreis allenfalls an irgendeiner Stelle im Buchungsvorgang intransparent aufgeführt wird. Fluggesellschaften sind rechtlich verpflichtet, stets korrekte Endpreise anzugeben. Dies schließt sämtliche Gebühren und - auch versteckte - Zusatzkosten ein, soweit sie zu zahlen sind.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ryanair nannte bislang nicht die Bearbeitungsgebühr für eine Kartenzahlung in Höhe von fünf Euro, es sei denn es wurde eine in Deutschland kaum bekannte Prepaidkarte genutzt. Erst im dritten Buchungsschritt wurde diese Gebühr ausgewiesen. Auch dies hielt das Kammergericht für intransparent und entschied, dass diese für die meisten Kunden unvermeidliche Gebühr in den Endpreis einzurechnen und mit der Gesamtpreisangabe auszuweisen ist. Die Entscheidungen sind nicht rechtskräftig.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-4556008685511746241?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/4556008685511746241/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/kg-berlin-air-berlin-und-ryanair-durfen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4556008685511746241'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4556008685511746241'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/kg-berlin-air-berlin-und-ryanair-durfen.html' title='KG Berlin: Air Berlin und Ryanair dürfen nicht mit irreführenden Preisangaben werden'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-5653809346753529878</id><published>2012-01-25T11:46:00.000-08:00</published><updated>2012-02-08T13:05:00.866-08:00</updated><title type='text'>LG München I: Hitlers „Mein Kampf“ darf nicht an die Kioske</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die 7. Zivilkammer des LG München I hat in einer am 25.01.2012 &lt;a href="http://www.sueddeutsche.de/medien/bayern-setzt-sich-in-streit-um-mein-kampf-durch-hitlers-hetzschrift-erscheint-nur-unleserlich-1.1267085" target="_blank"&gt;ergangenen einstweiligen  Verfügung &lt;/a&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small; font-weight: normal;"&gt;einem Verbotsantrag des Freistaates Bayern gegen einen englischen Verleger stattgegeben und die Herstellung und Verbreitung kommentierter Auszüge aus Adolf Hitlers Machwerk „&lt;a href="http://www.polunbi.de/bibliothek/1925-hitler-kampf.html" target="_blank"&gt;Mein Kampf&lt;/a&gt;“ verboten. Interessant ist dabei, dass die Kammer die Auffassung vertritt, dass Art. 5 GG die Durchsetzung des urheberrechtlichen Verbotsanspruches nicht hindert, was erneut die wenig thematisierten Probleme des Verhältnisses des Urheberrechtsschutzes zu den Informationsgrundrechten anspricht.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small; font-weight: normal;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="Apple-style-span" style="font-size: small; font-weight: normal;"&gt;Unabhängig davon, dass es kaum einen sachlichen Anlass gibt, sich mit den kruden Auffassungen des "GröFaz" in der heutigen Zeit zu beschäftigen, ist wenig bekannt, warum das Buch in Deutschland nicht vertrieben werden darf. Es geht hier um &lt;a href="http://ipkitten.blogspot.com/2012/01/yet-another-copyright-struggle-about.html" target="_blank"&gt;Pläne eines britischen Verlegers&lt;/a&gt; parallel zu diesem Buch auch Nazi - Zeitungen wieder publik zu machen, was sich in erster Linie an ein "weltanschaulich interessiertes Publikum" richten wird, dessen Auffassungen, hoffentlich in Deutschland nie wieder "mehrheitsfähig" werden.&amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="text" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="text" style="text-align: justify;"&gt;Die Verbreitung dürfte in der heutigen Zeit kaum noch den öffentlichen Frieden durch Verbreitung des Buches stören, § 166 I StGB, so dass auch eine Einziehung nach § 74 StGB als Strafvollstreckungsmaßnahme nach einer Verurteilung entfällt. Die Probleme liegen daher nicht im Strafrecht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="text" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="text" style="text-align: justify;"&gt;Entgegen recht landläufigen Ansichten, ist mein&amp;nbsp;"Mein Kampf" (12,5 Millionen verkaufte Exemplare in 16 Sprachen) in Deutschland nicht gesetzlich verboten, zumal ohnehin noch viele alte Exemplare im Umlauf sind. Es war und ist vielmehr so, dass wer diesen Text lesen will, an diesen Text auch in mehreren Sprachfassungen herankommen kann. Allerdings liegen die ausschließlichen Nutzungsrechte/Urheberrechte beim Freistaat Bayern (Finanzministerium) aus übergegangenem Recht des &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Franz-Eher-Verlag" target="_blank"&gt;Eher - Verlages&lt;/a&gt;, der nach 1945 im Rahmen der insoweit stattgefundenen Entnazifizierung nach dem Kontrollratsgesetz Nr.2 abgewickelt worden ist, wobei Unklarheiten hinsichtlich des Rechtsüberganges und seinen Rechtswirkungen verbleiben. Einer Abmahnung des Freistaates aus dem &lt;a href="http://www.polunbi.de/bibliothek/1925-hitler-kampf.html" target="_blank"&gt;Jahr 2006&lt;/a&gt; lässt sich folgendes zur Rechtslage entnehmen:&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="MsoNormal" style="line-height: 150%; text-align: justify; text-justify: inter-ideograph;"&gt;"Im Rahmen der Entnazifizierung wurden aufgrund alliiertenBesatzungsrechts (Kontrollratsgesetz Nr. 2 vom 10.10.1945, KontrollratsdirektiveNr. 50 vom 29.04.1947) die Vermögenswerte des MünchnerFranz-Eher-Nachfolger-Verlags&lt;b style="mso-bidi-font-weight: normal;"&gt; &lt;/b&gt;alsZentralverlag der NSDAP eingezogen und auf das Belegenheitsland übertragen.Inhaber des Copyrights aller im Eher-Verlag erschienenen Veröffentlichungen istdamit der Freistaat Bayern."&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;Bis zum Ablauf der 70jährigen Schutzfrist - § 64 UrhG - kann durch den Freistaat Bayern jeder Neudruck untersagt werden, was mit der einstweiligen Verfügung auch geschehen ist. Das Urheberrecht wird allerdings 2015 erlöschen und zwar exakt 70 Jahre nach &lt;a href="http://www.welt.de/print-welt/article89709/Der_zweite_Tod_Adolf_Hitlers.html" target="_blank"&gt;Hitler's Tod am 30.04.1945&lt;/a&gt;, zum 01.01.2016. Dieses Datum ist rechtlich bindend, weil das Amtsgericht Berchtesgaden Hitler am 25.10.1956 für tot erklärt hat und dieses Datum der Entscheidung zugrundeliegt, ungeachtet weiterer Urteile, die sich mit seinem nach demn Kontrollratsgesetz Nr.2 beschlagnahmten Erbe beschäftigten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wenn der Freistaat Bayern nach 2015 eine Verbreitung neuer Ausgaben - auch in Internetmedien - verhindern will, besteht insofern ein &lt;a href="http://www.spiegel.de/international/germany/0,1518,809367,00.html" target="_blank"&gt;schwieriger, rechtlich kaum einlösbarer Handlungsbedarf&lt;/a&gt;, sofern man nicht Auffassung vertritt, dass nichts diesen Text mehr entmystifizieren könnte als die Möglichkeit ihn zu lesen, was das Internet schon länger ermöglicht. Auf der anderen Seite ist die Lektüre für manche Leser sicher ohne Erläuterungen gefährlich und verstörend wie die unkommentierte Vorführung von "Jud Süss" oder "Kolberg" (sog. &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Vorbehaltsfilm" target="_blank"&gt;Vorbehaltsfilme&lt;/a&gt;, ebenfalls auf rein urheberrechtlicher Grundlage, überwacht durch die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Friedrich-Wilhelm-Murnau-Stiftung" target="_blank"&gt;Friedrich-Wilhelm Murnau - Stiftung&lt;/a&gt;). Es handelt sich um schwierige Abwägungen, die nicht leicht fallen werden, wobei allerdings das Ende des Urheberrechtsschutzes eine feststehende Tatsache ist und ein Verbotsgesetz kaum verfassungskonform erlassen werden kann, weil es mit den Informationsgrundrechten kollidiert.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="text" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="text" style="text-align: justify;"&gt;Im vorliegenden Fall plante der seitens des Freistaates Bayern verklagte Verleger – insbesondere unter Berufung auf das urheberrechtliche Zitatrecht nach &lt;a href="http://call.tu-dresden.de/copyright/zitatrecht.htm" target="_blank"&gt;§ 51 UrhG&lt;/a&gt; – in Deutschland kommentierte Auszüge aus „Mein Kampf“ zu verbreiten. Die Auffassungen, ob dies vom Zitatrecht gedeckt ist oder nicht gehen weit auseinander, jedenfalls hat der Freistaat Bayern als Inhaber der Rechte an „Mein Kampf“ hiergegen nun eine einstweilige Verfügung beantragt und auch erhalten:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="text" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="text"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Die 7. Zivilkammer gab dem Antrag statt. Zur Begründung verweist die Kammer darauf, dass die geplante Publikation nicht vom Zitatrecht gedeckt ist. Außerdem sieht die Kammer keine Anhaltspunkte dafür, dass der Freistaat Bayern aus verfassungsrechtlichen Gründen gehindert wäre, den urheberrechtlichen Verbotsanspruch gegen die Antragsgegner durchzusetzen."&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="text" style="text-align: justify;"&gt;Beschluss des Landgerichts München I, Aktenzeichen: 7 O 1533/12; nicht rechtskräftig&lt;br /&gt;Die Sache wird mutmaßlich ihren Fortgang durch die Instanzen nehmen.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-5653809346753529878?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/5653809346753529878/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/lg-munchen-i-hitlers-mein-kampf-darf.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/5653809346753529878'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/5653809346753529878'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/lg-munchen-i-hitlers-mein-kampf-darf.html' title='LG München I: Hitlers „Mein Kampf“ darf nicht an die Kioske'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-2186424687412006118</id><published>2012-01-25T09:33:00.000-08:00</published><updated>2012-01-25T09:33:12.585-08:00</updated><title type='text'>BVerwG: Videoüberwachung auf der Reeperbahn zulässig</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;BVerwG, Urteil v. 25.01.2012, AZ:&amp;nbsp;6 C 9.11&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 25.01.2012 entschieden, dass die offene Videoüberwachung der Reeperbahn in Hamburg auf der Grundlage des Hamburgischen Gesetzes über die Datenverarbeitung der Polizei zulässig ist. Ähnliche Gesetzesgrundlagen finden sich inzwischen in allen präventivpolizeilichen Regelungen, s. etwa im Vergleich § 29 Abs.3 Bremisches Polizeigesetz (Rolf Schmidt, Bremisches Polizeigesetz, § 29, Rdnrn. 13 ff mit Hinweisen zur Rechtslage auch der anderen Bundesländer).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Verfassungsrechtlich und verfassungspolitisch sind derartige offenen Überwachungen nach wie vor umstritten, zumal sie nicht notwendig an eine Gefahr anknüpfen. Aber auch Gefahren für das Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung wurden zumindest angesichts der Gefahren einer flächendeckenden Überwachung immer wieder geäußert. Kritik wurde aber auch an den diesbezüglichen Gesetzgebungskompetenzen der Länder geäußert, da für die Aufklärung von Straftaten der Bund zuständig ist. Da eine allgemeine Lebensüberwachung unzulässig ist, durften die Fenster der Klägerin schon nach den Vorinstanzen nicht mehr durch Videotechnik aufgezeichnet werden, was nicht mehr Gegenstand dieses Revisionsverfahrens war. Die Pressemitteilung ist in rechtlicher Hinsicht etwas karg, so dass insoweit der Volltext der Entscheidung abzuwarten ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das BVerwG hat hinsichtlich der Gesetzgebungskompetenzen von Hamburg keine Probleme gesehen, weil es sich nach seiner Auffassung nicht um eine Maßnahme der Strafverfolgung im Schwerpunkt handelt, sondern um eine präventivpolizeiliche Maßnahme bei abstrakter Gefahrenlage aufgrund bereits geschehener Straftaten. Letzteres ist für die Reeperbahn letztlich ebenso selbstverständlich wie für die Düsseldorfer Altstadt, will aber für derartige Vergnügungsviertel letztlich nicht viel besagen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Viel schwerer wiegt indessen der Umstand, dass ein Grundrechtseingriff eher en passant verneint wird, ohne sich damit auseinanderzusetzen, ob die Videoaufzeichnung vor Ort tatsächlich die effektivste polizeiliche Maßnahme der polizeilichen Aufgabenerfüllung bei gleichzeitiger Schonung der Grundrechte ist. Sind Videoaufzeichnungen und Augenschein gleich effezient, wird bei entsprechender Dauer und Intensität des Augenscheins nicht in Grundrechte eingegriffen (s. Schmidt, a.a.O., Rn. 28). Das Problem stellt sich aber unter dem Aspekt der Verhältnismäßigkeit, weil die betreffenden Vorschriften offen lassen, in welcher räumlichen Weite eine Überwachung erfolgt und man darf gespannt sein, ob der Volltext hierzu Ausführungen enthält. Grundsätzlich ist für eine dauerhafte und intensive Observation nach hiesiger Auffassung nur dann Raum, wenn konkrete Gefahrenlagen bestehen, so dass über eine teleologische Reduktion solcher Normen zumindest nachzudenken wäre. So wie es klingt, hat das Gericht sich die bürgerrechtliche Auseinandersetzung mit diesem Thema einfach gemacht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--- &amp;nbsp; &amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach diesem Landesgesetz darf die Polizei unter anderem öffentlich zugängliche Orte mittels Bildübertragung und -aufzeichnung offen beobachten, soweit an diesen Orten wiederholt Straftaten begangen worden sind und Tatsachen die Annahme rechtfertigen, dass dort auch künftig mit der Begehung von Straftaten zu rechnen ist. Die Bildaufzeichnungen sind spätestens nach einem Monat zu löschen, es sei denn, sie werden zur Verfolgung von Ordnungswidrigkeiten von erheblicher Bedeutung oder von Straftaten benötigt oder Tatsachen rechtfertigen die Annahme, dass eine aufgenommene Person künftig Straftaten begehen wird, und die Aufbewahrung zur vorbeugenden Bekämpfung von Straftaten mit erheblicher Bedeutung erforderlich ist.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf dieser Grundlage installierte die Polizei auf der Reeperbahn zwölf Videokameras. Sie können um 360° geschwenkt und variabel geneigt werden. Die Kameras verfügen über eine Zoomfunktion. Sie werden in der Polizeieinsatzzentrale gesteuert. Dorthin werden die Bilder auf eine Monitorwand übertragen, die aus zwölf Bildschirmen für die einzelnen Kamerastandorte und einem größeren Bildschirm besteht, auf den jeweils ein Kamerabild als Großbild aufgeschaltet werden kann. Die Videobilder werden durch Mitarbeiter der Polizeieinsatzzentrale täglich 24 Stunden lang überwacht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerin ist Mieterin einer Wohnung in einem Haus an der Reeperbahn. Gegenüber diesem Haus ist eine der Kameras an einem Pfahl auf dem Mittelstreifen der Reeperbahn in etwa vier Meter Höhe befestigt. Sie erfasst in ihrem Schwenkbereich das Wohnhaus und den davor liegenden Straßenraum.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf die gegen diese Videoüberwachung gerichtete Klage der Klägerin haben das Verwaltungsgericht und das Oberverwaltungsgericht Hamburg der Polizei untersagt, mit der Videoüberwachung auch die Wohnräume der Klägerin und den Eingangsbereich des Hauses zu erfassen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Revisionsverfahren vor dem Bundesverwaltungsgericht ging es deshalb nur noch um die Videoüberwachung des öffentlichen Straßenraums durch die gegenüber dem Wohnhaus der Klägerin installierte Kamera. Insoweit sah das Bundesverwaltungsgericht die Videowachung als rechtmäßig an.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Insbesondere besaß der Landesgesetzgeber die Gesetzgebungskompetenz zum Erlass der hier einschlägigen Vorschrift. Die Videoüberwachung nach dem Hamburgischen Gesetz über die Datenverarbeitung der Polizei dient der Gefahrenabwehr und der Strafverfolgungsvorsorge. Soweit die Strafverfolgungsvorsorge betroffen ist, unterfällt diese zwar der konkurrierenden Gesetzgebungszuständigkeit des Bundes für das Strafverfahren. Der Bund hat aber in der Strafprozessordnung keine Vorschriften erlassen, die den hier inmitten stehenden Sachverhalt abschließend regeln und deshalb einen Zugriff der Länder verhindern. Namentlich die Vorschriften der Strafprozessordnung über die Anfertigung und Aufbewahrung von Lichtbildern zu erkennungsdienstlichen Zwecken sowie über die Observation Tatverdächtiger weisen nach Einsatzzweck und Voraussetzungen bedeutsame Unterschiede zur offenen Videoüberwachung auf. Dass die aufgezeichneten Bilder, soweit nötig, im Strafverfahren verwendet werden können und sollen, macht die offene Videoüberwachung nicht zu einer Maßnahme der Strafverfolgung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Sache verfolgt der Gesetzgeber mit der offenen Videoüberwachung von Brennpunkten der Straßenkriminalität legitime Ziele, nämlich derartige Delikte zu verhüten und Vorsorge für ihre strafrechtliche Verfolgung zu treffen. Diese Ziele rechtfertigen einen Eingriff in das Recht auf informationelle Selbstbestimmung in dem hier allein noch streitigen Umfang.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;BVerwG 6 C 9.11 - Urteil vom 25. Januar 2012&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vorinstanzen:OVG Hamburg, 4 Bf 276/07 - Urteil vom 22. Juni 2010 -&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;VG Hamburg, 4 K 2800/06 - Urteil vom 24. Mai 2007 -&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-2186424687412006118?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/2186424687412006118/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/bverwg-videouberwachung-auf-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2186424687412006118'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2186424687412006118'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/bverwg-videouberwachung-auf-der.html' title='BVerwG: Videoüberwachung auf der Reeperbahn zulässig'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-3050193250208301227</id><published>2012-01-25T05:22:00.000-08:00</published><updated>2012-01-25T15:20:22.755-08:00</updated><title type='text'>BGH bejaht Zulässigkeit der Angabe eines Postfachs als Widerrufsadresse bei  Fernabsatzverträgen</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshof - Mitteilung der Pressestelle&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nr. 014/2012 vom 25.01.2012&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Der Bundesgerichtshof hat heute eine wenig überraschende Entscheidung zu der Frage getroffen, ob für eine ordnungsgemäße Widerrufsbelehrung bei einem Fernabsatzgeschäft die Angabe einer Postfachadresse des Widerrufsadressaten in der Widerrufsbelehrung ausreicht. Der BGH hatte diese Frage bereits zu einer früheren Rechtslage bejaht (BGH, Urteil vom 11. April 2002 – I ZR 306/99, NJW 2002, 2391 unter II – Postfachanschrift). Allerdings ist diese Entscheidung für die aktuelle Rechtslage bedeutungslos und betrifft eine gegenstandslose Fassung der BGBInfoVO. Dies entbindet den Unternehmer nicht davon, bei einem aktuellen Vertragsschluss im Wege des Fernabsatzes seine ladungsfähige Anschrift anzugeben, die nie ein Postfach sein kann. Die Entscheidung lässt sich überdies auch nicht auf die "Impressumspflicht" nach § 5 TDG und darüber hinaus bestehende Sondervorschriften zu dieser Norm übertragen. Insofern nicht nicht recht verständlich, welches Aufsehen diese Entscheidung erregt hat.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Der Kläger schloss mit der Rechtsvorgängerin der Beklagten, einem Energieversorgungsunternehmen, im Jahre 2008 im Wege des Fernabsatzes einen Sondervertrag über den leitungsgebundenen Bezug von Erdgas. Der Vertrag sah für die Dauer der bis zum 31. August 2010 vereinbarten Laufzeit einen Festpreis vor und räumte dem Kläger ein Widerrufsrecht ein. Die Widerrufsbelehrung enthielt als Anschrift desjenigen, gegenüber dem der Widerruf zu erklären ist, die Postfachadresse der Rechtsvorgängerin der Beklagten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Am 1. Oktober 2009 erklärte der Kläger den Widerruf seiner Vertragserklärung. Die Beklagte akzeptierte den Widerruf nicht. Mit der Klage begehrt der Kläger die Feststellung, dass das Vertragsverhältnis durch den Widerruf wirksam beendet worden sei.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klage hat in den Vorinstanzen keinen Erfolg gehabt.  Die dagegen gerichtete Revision des Klägers ist ohne Erfolg geblieben.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der unter anderem für das Kaufrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass die Angabe eines Postfachs als Widerrufsadresse im Fernabsatz den zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses geltenden gesetzlichen Anforderungen genügte (§ 312d Abs. 1 Satz 1, Abs. 2 Satz 1**, § 312c Abs. 2*, § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB aF***).  Bei Fernabsatzgeschäften ist gemäß § 312c Abs. 2, § 312d Abs. 2 Satz 1, Art. 245 EGBGB****, § 1 Abs. 4 Satz 1 Nr. 1, Abs. 1 Nr. 10 BGB-InfoV aF***** der Unternehmer verpflichtet, dem Verbraucher das Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufs- oder Rückgaberechts sowie die Bedingungen und die Einzelheiten der Ausübung, insbesondere Namen und Anschrift desjenigen, gegenüber dem der Widerruf zu erklären ist, mitzuteilen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Angabe einer Postfachadresse als Widerrufsadresse genügt, wie der Bundesgerichtshof vor Inkrafttreten der BGB-InfoV () bereits entschieden hat, den gesetzlichen Anforderungen. Daran ist auch nach dem Inkrafttreten der BGB-InfoV festzuhalten. Der Verbraucher (BGH, Urteil vom 11. April 2002 – I ZR 306/99, NJW 2002, 2391 unter II – Postfachanschrift)&amp;nbsp;wird durch die Angabe einer Postfachadresse in gleicher Weise wie durch die Angabe einer Hausanschrift in die Lage versetzt, seine Widerrufserklärung auf den Postweg zu bringen. Seine "ladungsfähige" Anschrift musste der Unternehmer bei einem Fernabsatzvertrag ohnehin angeben (§ 1 Abs. 1 Nr. 3 BGB-InfoV aF*), was im zu entscheidenden Fall auch unstreitig geschehen war.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;*§ 312c Unterrichtung des Verbrauchers bei Fernabsatzverträgen (in der bis zum 10. Juni 2011 geltenden Fassung) … (2) Der Unternehmer hat dem Verbraucher ferner die Vertragsbestimmungen einschließlich der Allgemeinen Geschäftsbedingungen sowie die in der Rechtsverordnung nach Artikel 240 des Einführungsgesetzes zum Bürgerlichen Gesetzbuche bestimmten Informationen in dem dort bestimmten Umfang und der dort bestimmten Art und Weise in Textform mitzuteilen …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;**§ 312d BGB: Widerrufs- und Rückgaberecht bei Fernabsatzverträgen (in der bis zum 10. Juni 2011 geltenden Fassung) (1) Dem Verbraucher steht bei einem Fernabsatzvertrag ein Widerrufsrecht nach § 355 zu. Anstelle des Widerrufsrechts kann dem Verbraucher bei Verträgen über die Lieferung von Waren ein Rückgaberecht nach § 356 eingeräumt werden. (2) Die Widerrufsfrist beginnt abweichend von § 355 Abs. 2 Satz 1 nicht vor Erfüllung der Informationspflichten gemäß  § 312c Abs. 2 …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;***§ 355 BGB: Widerrufsrecht bei Verbraucherverträgen (in der bis zum 10. Juni 2011 geltenden Fassung)  (1) Wird einem Verbraucher durch Gesetz ein Widerrufsrecht nach dieser Vorschrift eingeräumt, so ist er an seine auf den Abschluss des Vertrags gerichtete Willenserklärung nicht mehr gebunden, wenn er sie fristgerecht widerrufen hat. Der Widerruf muss keine Begründung enthalten und ist in Textform oder durch Rücksendung der Sache innerhalb von zwei Wochen gegenüber dem Unternehmer zu erklären; zur Fristwahrung genügt die rechtzeitige Absendung.  (2) Die Frist beginnt mit dem Zeitpunkt, zu dem dem Verbraucher eine deutlich gestaltete Belehrung über sein Widerrufsrecht, die ihm entsprechend den Erfordernissen des eingesetzten Kommunikationsmittels seine Rechte deutlich macht, in Textform mitgeteilt worden ist, die auch Namen und Anschrift desjenigen, gegenüber dem der Widerruf zu erklären ist, und einen Hinweis auf den Fristbeginn und die Regelung des Absatzes 1 Satz 2 enthält. …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;****Art. 245 EGBGB Das Bundesministerium der Justiz wird ermächtigt, durch Rechtsverordnung, die der Zustimmung des Bundesrates nicht bedarf,  1.Inhalt und Gestaltung der dem Verbraucher gemäß § 355 Abs. 2 Satz 1, § 356 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 und den diese ergänzenden Vorschriften des Bürgerlichen Gesetzbuchs mitzuteilenden Belehrung über das Widerrufs- und Rückgaberecht festzulegen … *****§ 1 Informationspflichten bei Fernabsatzverträgen (in der bis zum 10. Juni 2011 geltenden Fassung, vgl. nun  Art. 246 § 1 EG-BGB) (1) Der Unternehmer muss dem Verbraucher gemäß § 312c Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs folgende Informationen zur Verfügung stellen: …  … 3. die ladungsfähige Anschrift des Unternehmers …  … 10. das Bestehen oder Nichtbestehen eines Widerrufs- oder Rückgaberechts sowie die Bedingungen, Einzelheiten der Ausübung, insbesondere Namen und Anschrift desjenigen, gegenüber dem der Widerruf zu erklären ist, und die Rechtsfolgen des Widerrufs oder der Rückgabe, einschließlich Informationen über den Betrag, den der Verbraucher im Fall des Widerrufs oder der Rückgabe gemäß § 357 Abs. 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs für die erbrachte Dienstleistung zu zahlen hat, …  (4) Der Unternehmer hat dem Verbraucher gemäß § 312c Abs. 2 des Bürgerlichen Gesetzbuchs folgende Informationen in Textform mitzuteilen: 1. die in Absatz 1 genannten Informationen …&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Urteil vom 25. Januar 2012 - VIII ZR 95/11&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;AG Dorsten - Urteil vom 11. August 2010 - 21 C 596/09&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;LG Essen - Urteil vom 3. Februar 2011 - 10 S 313/10&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Karlsruhe, den 25. Januar 2012 Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-3050193250208301227?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/3050193250208301227/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/bgh-bejaht-zulassigkeit-der-angabe.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/3050193250208301227'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/3050193250208301227'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/bgh-bejaht-zulassigkeit-der-angabe.html' title='BGH bejaht Zulässigkeit der Angabe eines Postfachs als Widerrufsadresse bei  Fernabsatzverträgen'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-8007561125943899734</id><published>2012-01-19T13:05:00.000-08:00</published><updated>2012-01-19T13:08:28.653-08:00</updated><title type='text'>OLG Hamburg: Hotelbewertungen weiterhin erlaubt</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Hanseatisches Oberlandesgericht, Urteil vom 19.01.2012, AZ:&amp;nbsp;5 U 51/11&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ähnlich wie zuvor schon das &lt;a href="http://openjur.de/u/168409.html"&gt;Kammergericht in Berlin&amp;nbsp;&lt;/a&gt;&amp;nbsp;hat das Hanseatische Oberlandesgericht in Hamburg entschieden, dass Hotelbewertungen in Internetportalen rechtlich weitgehend unbedenklich sind, weil eine Prangerwirkung grundsätzlich nicht festgestellt werden kann.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bewertungen können in der Tat für die Tourismusbranche zu einem Dilemma führen. Auf der einen Seite haben - durchaus manipulierbare - positive Bewertungen einen nicht zu unterschätzenden Werbeeffekt. Auf der anderen Seite können negative Bewertungen ein Hotel auch "nach unten ziehen". Auch sie sind letztlich "manipulierbar". Der Portalbetreiber kann den Wahrheitsgehalt von Bewertungen kaum verifizieren oder falsifizieren. Diese Bewertungen können aufgrund subjektiver Einfärbungen bis hin zur Boshaftigkeit falsch sein. Auch angesichts der in Internetforen oftmals seit Jahren feststellbaren "Trollkultur" verlassen solche Bewertungen oftmals den Boden der Sachlichkeit und der Tatsachen recht schnell.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Anliegen der Hotelbetreiber solchem Tun Einhalt gebieten zu wollen, ist nachvollziehbar und legitim. Zwar muss sich jeder Gewerbetreibende öffentliche Kritik gefallen lassen, doch findet dies seine Grenze bei überwiegendem Meinungsgehalt im Verbot der "Schmähkritik". Die Behauptung unwahrer Tatsachen muss ohnehin niemand ohne weiteres hinnehmen, wobei die Judikatur in diesem Bereich sich als Caselaw "reinsten Wassers" darstellt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Senat stellt aber völlig zutreffend darauf ab, dass sich aus rechtlichen Gesichtspunkten ein allgemeines Bewertungsverbot nicht herleiten lässt, zumal ein solches Verbot auch in mittelbarer Drittwirkung mit dem Grundrecht auf Meinungsfreiheit kollidiert. Die geäußerte Kritik kann durchaus zutreffend sein. Hingegen besteht bei rechtswidrigen Bewertungen im einzelnen durchaus ein Löschungsanspruch. Ein überwiegendes Interesse der Öffentlichkeit an solchen Informationen wird klar herausgestellt. Der Senat äußert sich auch zum Recht auf Anonymität im Internet und bejaht es unter dem Aspekt der Meinungs- und Kommunikationsfreiheit, was deutlich zu begrüßen ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Hanseatische Oberlandesgericht hat heute die Berufung einer Hotel- und Hostelbetreiberin zurückgewiesen, mit der diese erreichen wollte, dass ihr Hotel / Hostel nicht mehr in dem von der Beklagten betriebenen Internetportal bewertet werden darf.&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerin betreibt in Berlin unter einem Dach ein Hotel und ein Hostel.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Beklagte vermittelt in ihrem Reiseportal im Internet Reisen und Hotelübernachtungen. Zugleich bietet sie Internetnutzern die Möglichkeit, in dem Bewertungsbereich des Portals Kommentare über Hotels und Reisen abzugeben und die Kommentare anderer Nutzer anzusehen. Auch über das Haus der Klägerin befanden sich Bewertungen im Portal der Beklagten. Hier berichteten Nutzer von zahlreichen Mängeln ihrer Unterkunft.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerin ist der Auffassung, ihr stehe gegen die Beklagte hinsichtlich der Bewertung ihres Hauses ein Unterlassungsanspruch zu. Die Beklagte habe mit dem Portal einen virtuellen „Pranger“ geschaffen, an dem jedermann – unabhängig davon, ob er Gast im Hotel gewesen sei - völlig anonym und risikolos veröffentlichen könne, was er wolle, und zwar ohne dass eine ausreichende Inhaltskontrolle stattfinde.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nachdem die Klage der Klägerin bereits vor dem Landgericht Hamburg abgewiesen worden war (Az. 312 O 429/09), hatte nun auch die Berufung gegen das landgerichtliche Urteil keinen Erfolg.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der zuständige 5. Zivilsenat des Hanseatischen Oberlandesgerichts hat entschieden, die Abwägung der Interessen der Klägerin gegen jene der Beklagten, der Nutzer des Bewertungsportals sowie der an Hotelbewertungsportalen interessierten Öffentlichkeit ergebe, dass der Klägerin der geltend gemachte umfassende Unterlassungsanspruch nicht zustehe.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerin sei unzutreffenden und für ihren Hotelbetrieb abträglichen Bewertungen nicht schutzlos ausgeliefert, da sie deren Löschung verlangen und dies ggf. auch gerichtlich durchsetzen könne.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das von der Klägerin begehrte allgemeine Bewertungsverbot führe jedoch dazu, dass das von der Rechtsordnung anerkannte Betreiben einer Hotelbewertungsplattform unmöglich gemacht werden könnte. Das liege nicht im Interesse der Allgemeinheit, die ein schutzwürdiges Interesse an Information auch durch derartige Bewertungsportale besitze.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;An dem Ergebnis der Interessenabwägung ändere sich nichts dadurch, dass die Beklagte eine im Wesentlichen anonyme Bewertung zulasse. Denn auch anonym abgegebene Meinungsäußerungen stünden unter dem Schutz der Meinungs- und Kommunikationsfreiheit.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="MsoNormal"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Aktenzeichen des Berufungsverfahrens lautet 5 U 51/11. Die Revision zum Bundesgerichtshof wurde nicht zugelassen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Quelle: Pressestelle des Hanseatischen Oberlandesgerichts&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-8007561125943899734?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/8007561125943899734/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/olg-hamburg-hotelbewertungen-weiterhin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/8007561125943899734'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/8007561125943899734'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/olg-hamburg-hotelbewertungen-weiterhin.html' title='OLG Hamburg: Hotelbewertungen weiterhin erlaubt'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4520803203810361081</id><published>2012-01-17T14:36:00.000-08:00</published><updated>2012-01-17T14:36:02.472-08:00</updated><title type='text'>BGH zu Rabattmodellen von Apotheken bei Bezug von Arzneimitteln aus dem Ausland</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshof - Mitteilung der PressestelleNr. 005/2012 vom 13.01.2012&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Entscheidung des Bundesgerichtshofes über Rabattmodelle für den Arzneimittelbezug aus dem Ausland bringt eine gewisse Bewegung in das Werberecht der Apotheken und gibt Anlass über weitere "Liberalisierungen" nachzudenken, die diese Entscheidung möglicherweise anstößt. Diesen Werbegestaltungen liegen veränderte Vertriebskonzepte zugrunde, die teilweise auf Importe und Reimporte zurückgreifen wollen, denen aber auch preisrechtliche Vorschriften entgegenstehen können, da dieser Markt sehr reguliert ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Apothekenrecht und das Arzneimittelvertriebsrecht - letzteres ist stark europarechtlich geprägt inzwischen - sind im Bereich des Werberechts von erheblichen Werbe- und Vertriebsverboten geprägt, die in ihrer Reichweite mehr und mehr problematisch werden. So verwundert es nicht, dass einzelne Apotheken die Grenzen der Werbeverbote "austesten", hier das Verbringungsverbot des § 73 AMG. Dabei geht es angesichts des schwierigen Marktes mehr und mehr um Rabattmodelle, die indessen auch wirtschaftlich sein sollten und Qualität garantieren müssen. Auf der anderen Seite ist es kein Wunder, wenn andere Apotheken versuchen, gegen bestimmte Rabattmodelle wettbewerbsrechtlich als Konkurrenten vorzugehen und Unterlassungsansprüche zu realisieren, gerade bei Versandmodellen, die seit langem die Rechtsprechung beschäftigen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wie im UWG - Bereich üblich wird sich die Rechtsprechung in diesen Bereichen von Fall zu Fall an Lösungen vorantasten, die von der Werbewirklichkeit schnell überrollt werden können, so dass immer neue Modelle entlang der Grenzen der einschlägigen Rechtsnormen "ausgetestet" werden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit dem OLG München hat der BGH ein Abgabeverbot für verschreibungspflichtige Medikamente, die von Großhändlern aus Deutschland nach Budapest geliefert und von dort mit geringeren Preisen nach Deutschland reimportiert werden, unter dem Aspekt der preisrechtlichen Vorschriften bejaht, die insoweit keinem Spielraum eröffnen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der BGH hat es jedoch für nicht verschreibungspflichtige Medikamente verneint, da Empfänger ungeachtet der Vertragssituation nicht der Verbraucher ist, sondern die dt. Apotheke, der insoweit eigenständige Prüfungspflichten vor Aushändigung an den Verbraucher obliegen. Damit ist das für die betreffende Apotheke interessantere Rabattmodell höchstrichterlich beendet worden, so dass damit auch nicht mehr geworben werden darf.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der unter anderem für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenat hat ein von einer Freilassinger Apothekerin betriebenes Rabattmodell für Arzneimittel teilweise für unbedenklich angesehen und die Abweisung der gegen diese Apothekerin gerichteten Klage in diesem Punkt bestätigt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Beklagte betreibt eine Apotheke in Freilassing. Sie bietet ihren Kunden an, Medikamente bei einer Apotheke in Budapest zu bestellen und zusammen mit einer Rechnung dieser Apotheke bei ihr in Freilassing abzuholen. Den Kunden verspricht sie dabei einen Rabatt in Höhe von 22% bei nichtverschreibungspflichtigen und von 10% bei verschreibungspflichtigen Medikamenten.&amp;nbsp;Im Falle einer Bestellung lässt die Beklagte die Medikamente zunächst durch einen Großhändler aus Deutschland an die Apotheke in Budapest liefern, von wo aus sie wieder zurückgeliefert werden. Auf Wunsch werden die Kunden, die Medikamente auf diesem Wege beziehen, in der Apotheke der Beklagten pharmazeutisch beraten.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerinnen, die ebenfalls in Freilassing Apotheken betreiben, sehen in dem Verhalten der Beklagten - soweit verschreibungspflichtige Arzneimittel abgegeben werden - einen Verstoß gegen die arzneimittelrechtlichen Preisvorschriften. Soweit die Beklagte sonstige Arzneimittel auf diese Weise abgibt, beanstanden die Klägerinnen in erster Linie den Verstoß gegen andere arzneimittelrechtliche Bestimmungen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit ihrer beim Landgericht Traunstein erhobenen Klage haben sie die Beklagte auf Unterlassung und Schadensersatz in Anspruch genommen. Das Landgericht Traunstein hat der Klage stattgegeben. Das Oberlandesgericht München hat dieses Urteil nur insoweit bestätigt, als die Beklagte Rabatte auf preisgebundene verschreibungspflichtige Arzneimittel angeboten hat. Im Übrigen hat das Oberlandesgericht die Klage abgewiesen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Bundesgerichtshof hat diese Entscheidung nunmehr bestätigt. Insbesondere hat er in Übereinstimmung mit dem OLG einen Verstoß der Beklagten gegen das arzneimittelrechtliche Verbringungsverbot des § 73 Arzneimittelgesetz* verneint. Danach dürfen zulassungspflichtige Arzneimittel nur unter bestimmten Voraussetzungen nach Deutschland eingeführt werden. Insbesondere ist der Versand von Arzneimitteln auch aus dem EU-Ausland an deutsche Endverbraucher nur unter engen Voraussetzungen gestattet, die die hier eingeschaltete Budapester Apotheke nicht erfüllt.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Bundesgerichtshof hat jedoch einen Versand unmittelbar an Endverbraucher im Streitfall verneint. Auch wenn das von der Beklagten praktizierte Modell so ausgestaltet ist, dass sie den Verkauf der bestellten Arzneimittel durch die Budapester Apotheke lediglich vermittelt und der Kaufvertrag deswegen zwischen dem deutschen Kunden und der Budapester Apotheke zustande kommt, ist die Beklagte arzneimittelrechtlich als Empfängerin anzusehen, die ihrerseits die Medikamente sodann an die Kunden abgibt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Für die arzneimittelrechtliche Beurteilung ist dabei maßgebend, dass in die Abgabe an den Endverbraucher eine inländische Apotheke eingeschaltet ist, die verpflichtet ist, die Qualität, Eignung und Unbedenklichkeit der auf diese Weise abzugebenden Arzneimittel zu prüfen und die Verbraucher bei Bedarf zu beraten. Deswegen ist arzneimittelrechtlich die inländische Apotheke der Beklagten Empfängerin der von der Budapester Apotheke versandten Arzneimittel. Daher hat der Bundesgerichtshof einen Verstoß gegen das Verbringungsverbot des § 73 AMG verneint.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Übrigen ist der Beklagten die Gewährung eines Rabatts im Falle verschreibungspflichtiger Arzneimittel von den Vorinstanzen gerade deswegen verboten worden, weil sie die Arzneimittel als inländische Apothekerin abgibt. Denn die insoweit anwendbaren arzneimittelrechtlichen Preisvorschriften, die einen solchen Rabatt untersagen, gelten nach einer Entscheidung des Bundessozialgerichts nur im Falle der Abgabe durch inländische Apotheken.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil vom 12. Januar 2012 - I ZR 211/10 - Europa-Apotheke Budapest&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Traunstein – Urteil vom 11. März 2009 – 2 HKO 2534/08&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;OLG München – Urteil vom 28. Oktober 2010 – 6 U 2657/09 A&amp;amp;R 2010, 279&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Karlsruhe, den 13. Januar 2012&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;*§ 73 Abs 1 Satz 1 und 1a AMG Verbringungsverbot (1) Arzneimittel, die der Pflicht zur Zulassung oder Genehmigung nach § 21a oder zur Registrierung unterliegen, dürfen in den Geltungsbereich dieses Gesetzes nur verbracht werden, wenn sie zum Verkehr im Geltungsbereich dieses Gesetzes zugelassen, nach § 21a genehmigt, registriert oder von der Zulassung oder der Registrierung freigestellt sind und  1. der Empfänger in dem Fall des Verbringens aus einem Mitgliedstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum pharmazeutischer Unternehmer, Großhändler oder Tierarzt ist, eine Apotheke betreibt oder als Träger eines Krankenhauses nach dem Apothekengesetz von einer Apotheke eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum mit Arzneimitteln versorgt wird, 1a. im Falle des Versandes an den Endverbraucher das Arzneimittel von einer Apotheke eines Mitgliedstaates der Europäischen Union oder eines anderen Vertragsstaates des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, welche für den Versandhandel nach ihrem nationalen Recht, soweit es dem deutschen Apothekenrecht im Hinblick auf die Vorschriften zum Versandhandel entspricht, oder nach dem deutschen Apothekengesetz befugt  ist, entsprechend den deutschen Vorschriften zum Versandhandel oder zum elektronischen Handel versandt wird oder … Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-4520803203810361081?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/4520803203810361081/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/bgh-zu-rabattmodellen-von-apotheken-bei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4520803203810361081'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4520803203810361081'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/bgh-zu-rabattmodellen-von-apotheken-bei.html' title='BGH zu Rabattmodellen von Apotheken bei Bezug von Arzneimitteln aus dem Ausland'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4626768471521479293</id><published>2012-01-17T10:04:00.000-08:00</published><updated>2012-01-17T10:15:20.511-08:00</updated><title type='text'>Keine Sperrzeit für bedrohten Vorstand eines Fußballvereins</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;Landessozialgericht Rheinland-Pfalz - Pressemeldung 2/2012&lt;br /&gt;Urteil vom 22.12.2011, Aktenzeichen: L 1 AL 90/10, Urt. v. 22.12.2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das LSG hatte hier über einen Fall zu entscheiden, indem eine Sperrfrist nach § 144 SGB III&amp;nbsp;verhangen worden war, weil ein &lt;a href="http://www.arbeitgeberverband.com/home/single-news/article/sperrzeit-und-kuerzung-beim-arbeitslosengeld/"&gt;Aufhebungsvertrag&lt;/a&gt; geschlossen worden war, dessen Konditionen in der Pressemitteilung nicht genannt werden. Fest steht jedenfalls, dass eine Sperrfrist von 12 Wochen hinsichtlich der finanziellen Leistungen der Arbeitsagentur verhangen wurde, die oftmals nicht in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben verhangen wird, so dass sich Widersprüche durchaus lohnen können.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Der Fall ist sicher auch deshalb interessant, weil er eine "Schattenseite" des Fußballgeschäfts zeigt, die letztlich Ursache des Aufhebungsvertrages des Vorstandsvorsitzenden des Vereins war. Im vorliegenden Fall war der Vorstandsvorsitzende von Fans derart bedroht worden, dass er beim Betreten des Stadions nach Nichterreichen der Qualifikation ("Aufstieg") um Leib und Leben fürchten musste und es vorgezogen aus Vorstandsamt und Anstellungsvertrag "auszusteigen". Das LSG sieht hier mit guten Gründen einen wichtigen Grund für die Beendigung des Arbeitsverhältnisses.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ungeachtet des Anlasses bietet diese Entscheidung Anlass diese Beurteilung auch auf weitere "Bedrohungskonstellationen" zu erstrecken, in denen Arbeitnehmern oft keine andere Wahl mehr bleibt als aus dem Unternehmen auszuscheiden und sich ein neues Wirkungsfeld zu suchen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;---&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Vorstandsvorsitzender eines Vereins, der eine Profifußballmannschaft unterhält, kann einen wichtigen Grund zur vorzeitigen Beendigung seines Anstellungsverhältnisses haben, wenn er andauernden Beschimpfungen und Protesten seitens des Fanumfeldes ausgesetzt ist.Die Feststellung einer zwölfwöchigen Sperrzeit bei Arbeitsaufgabe, während der ein Bezug von Arbeitslosengeld ausgeschlossen ist, ist dann nicht gerechtfertigt. Dies entschied das Landessozialgericht in einem heute veröffentlichten Urteil.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Kläger war als Vorstandsvorsitzender des Vereins, der sich mit seiner Mannschaft vergeblich um die Qualifikation für die "eingleisige dritte Liga" bemühte, u.a. für Spielerverkäufe und den Abschluss von Spielerverträgen verantwortlich. Zu seinen Aufgaben gehörte auch die Kommunikation mit den Fanclubs.Als die Qualifikation nicht erreicht wurde, kam es zu massiven Beschimpfungen des Vorstands einschließlich der Anbringung von Plakaten in der Heimatstadt des Vereins und zu Konfrontationen mit gewaltbereiten Fans.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Sicherheitsberater des Vereins legte dem Kläger nahe, das Stadion nicht mehr zu besuchen, da es schwierig sei, die Sicherheit zu gewährleisten. Der Kläger unterzeichnete daraufhin auf Drängen des Aufsichtsrats vor dem Ende seiner Vertragslaufzeit einen Aufhebungsvertrag.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Bundesagentur für Arbeit stellte eine zwölfwöchige Sperrzeit fest, in der ein Anspruch auf Arbeitslosengeld ruht und die den Leistungsanspruch entsprechend mindert. Hiergegen wandte sich der Kläger.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nachdem das Sozialgericht Koblenz die Klage abgewiesen hatte, gab das Landessozialgericht dem Kläger nun Recht. Eine Sperrzeit war nicht eingetreten, weil der Kläger aufgrund der drohenden persönlichen Beeinträchtigungen einen wichtigen Grund für die Beendigung des Beschäftigungsverhältnisses mit dem Verein hatte und ihm die Fortsetzung nicht zuzumuten war.Urteil vom 22.12.2011, Aktenzeichen: L 1 AL 90/10&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-4626768471521479293?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/4626768471521479293/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/keine-sperrzeit-fur-bedrohten-vorstand.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4626768471521479293'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4626768471521479293'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/keine-sperrzeit-fur-bedrohten-vorstand.html' title='Keine Sperrzeit für bedrohten Vorstand eines Fußballvereins'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4589347340419367103</id><published>2012-01-17T09:41:00.000-08:00</published><updated>2012-01-17T10:11:11.452-08:00</updated><title type='text'>BGH entscheidet zur Verkehrssicherungspflicht auf Bahnsteigen</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;Bundesgerichtshof - Mitteilung der PressestelleNr. 007/2012 vom 17.01.2012&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Eigentlich hat der BGH hier eine Selbstverständlichkeit entschieden, denn es liegt auf der Hand, dass die DB Fernverkehr AG hier eine Haftung für den Zustand ihrer Bahnsteige im Winter trifft:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;"Trotz der rechtlichen Trennung von Fahrbetrieb und Infrastruktur durch das Gesetz zur Neuordnung des Eisenbahnwesens (ENeuOG) vom 27. Dezember 1993 (BGBl. I S. 2378, 1994 I S. 2439) ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen aufgrund eines Personenbeförderungsvertrags verpflichtet, Bahnanlagen wie Bahnsteige, die der Fahrgast vor und nach der Beförderung benutzen muss, bereitzustellen und verkehrssicher zu halten. Dies ist dem Eisenbahnverkehrsunternehmen, das diese Bahnanlagen aufgrund eines Stationsnutzungsvertrags mit dem Infrastruktur-unternehmen nutzt, im Zusammenwirken mit diesem möglich. Wird diese vertragliche Pflicht schuldhaft verletzt, haftet das Eisenbahnverkehrsunternehmen gemäß § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2 BGB und hat ein etwaiges Verschulden des Eisenbahninfrastrukturunternehmens – und im Fall der Übertragung der Verkehrssicherungspflichten auf weitere Dritte deren Verschulden – in gleichem Umfang zu vertreten wie ein eigenes Verschulden (§ 278 BGB)."&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Ein begrüßenswert klares Urteil zum Beförderungsrecht!&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;----&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Der für Rechtsstreitigkeiten über Personenbeförderungsverträge zuständige X. Zivilsenat hat heute über den Schadensersatzanspruch eines Fahrgastes wegen eines Sturzes aufgrund von Glatteis auf einem Bahnsteig entschieden.  Die Beklagte zu 1, die DB Fernverkehr AG, erbringt Eisenbahnverkehrsleistungen im Fernverkehr.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerin erwarb bei ihr einen Fahrausweis für eine Fahrt mit dem ICE von Solingen nach Dresden. Auf dem Weg zum Haltepunkt des ICE stürzte die Klägerin auf dem Bahnsteig des Bahnhofs. Eigentümerin des Bahnhofs ist die DB Station &amp;amp; Service AG. Diese hatte die Reinigung und den Winterdienst der Beklagten zu 2, der DB Services GmbH, übertragen. Die Beklagte zu 2 hat behauptet, sie habe ihrerseits den Winterdienst auf den Streithelfer übertragen. Wegen der durch den Sturz zugezogenen Verletzungen nahm die Klägerin zunächst die DB Station &amp;amp; Service AG in Anspruch. Das Landgericht wies diese Klage mit der Begründung ab, die DB Station &amp;amp; Service AG habe die ihr obliegende Räum- und Streupflicht auf die Beklagte zu 2. übertragen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Die Klägerin begehrt nunmehr von den Beklagten Schmerzensgeld, Schadensersatz und die Feststellung der Ersatzpflicht für zukünftige Schäden wegen der durch den Sturz zugezogenen Verletzungen. Das Landgericht hat die Klage gegen die Beklagte zu 1 durch Teilurteil abgewiesen. Auf die Berufung der Klägerin hat das Oberlandesgericht das Teilurteil und das Verfahren aufgehoben, die Sache an das Landgericht zurückverwiesen und die Revision zugelassen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Berufungsgericht hat die Auffassung vertreten, das Teilurteil des Landgerichts sei unzulässig, da auch eine Haftung der Beklagten zu 1 in Betracht komme. Das Eisenbahn-verkehrsunternehmen sei gegenüber dem Fahrgast vertraglich verpflichtet, für einen verkehrssicheren Zustand des benutzten Bahnsteigs zu sorgen. Dies ist dem Eisenbahnverkehrsunternehmen, das diese Bahnanlagen betreibt auch zuzumuten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Der Bundesgerichtshof hat dies bestätigt und die Revision des beklagten Eisenbahnverkehrsunternehmens zurückgewiesen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Ein Eisenbahnverkehrsunternehmen ist aufgrund eines Personenbeförderungsvertrags verpflichtet, die Beförderung so durchzuführen, dass der Fahrgast keinen Schaden erleidet. Dies betrifft nicht nur den eigentlichen Beförderungsvorgang zwischen Ein- und Aussteigen, sondern auch den Zu- und Abgang. Trotz der rechtlichen Trennung von Fahrbetrieb und Infrastruktur durch das Gesetz zur Neuordnung des Eisenbahnwesens (ENeuOG) vom 27. Dezember 1993 (BGBl. I S. 2378, 1994 I S. 2439) ist ein Eisenbahnverkehrsunternehmen aufgrund eines Personenbeförderungsvertrags verpflichtet, Bahnanlagen wie Bahnsteige, die der Fahrgast vor und nach der Beförderung Bahnanlagen aufgrund eines Stationsnutzungsvertrags mit dem Infrastrukturunternehmen nutzt, im Zusammenwirken mit diesem möglich. Wird diese vertragliche Pflicht schuldhaft verletzt, haftet das Eisenbahnverkehrsunternehmen gemäß § 280 Abs. 1, § 241 Abs. 2 BGB und hat ein etwaiges Verschulden des Eisenbahninfrastrukturunternehmens – und im Fall der Übertragung der Verkehrssicherungspflichten auf weitere Dritte deren Verschulden – in gleichem Umfang zu vertreten wie ein eigenes Verschulden (§ 278 BGB).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;AZ: &amp;nbsp;X ZR 59/11 – Urteil vom 17. Januar 2012&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;LG Wuppertal – 16 O 165/09 – Urteil vom 26. August 2010&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;OLG Düsseldorf – 18 U 158/10 – Urteil vom 20. April 2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Karlsruhe, den 17. Januar 2012 Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-4589347340419367103?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/4589347340419367103/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/bgh-entscheidet-zur-verkehrssicherungsp.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4589347340419367103'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4589347340419367103'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/bgh-entscheidet-zur-verkehrssicherungsp.html' title='BGH entscheidet zur Verkehrssicherungspflicht auf Bahnsteigen'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-699386736058678820</id><published>2012-01-17T09:31:00.000-08:00</published><updated>2012-01-17T09:31:58.739-08:00</updated><title type='text'>Haftung der Geschäftsführer einer GmbH für "stehen gelassene Winzergelder"</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pfälz. Oberlandesgericht Zweibrücken -&amp;nbsp;Urteil vom 12. Januar 2012, 4 U 75/11&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schlechte Lagerung - Geschäftsführer haften für verlorene "Winzergelder"&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aus der Pressemitteilung lässt sich der rechtlich relevante Sachverhalt nicht völlig ersehen, aber die hier berührten Fragen sind auch für andere Konstellationen von Interessen in denen es um "Kapitalsammlungen" aus Verkaufserlösen für Dritte geht, was LG und OLG hier als Bankgeschäft nach&lt;a href="http://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/__32.html"&gt; § 32 KWG &lt;/a&gt;angesehen haben. Bankgeschäfte nach § 32 KWG bedürfen der Erlaubnis der BAFIN. Ungeachtet der Frage der Wirksamkeit stellt sich in solchen Fällen angesichts der Rechtswidrigkeit der Maßnahmen nach dem KWG die Frage der persönlichen Haftung der Geschäftsführer auf Schadensersatz neben der Gesellschaft, die der Senat hier als Haftung aus unerlaubten Bankgeschäften - vermutlich nach § 823 II BGB i.V.m. § 32 KWG - bejaht hat.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der&amp;nbsp;&lt;em&gt;BGH (Urteil v. 11.07.2006, AZ:VI ZR 341/04)&lt;/em&gt;&amp;nbsp;hat § 32 Abs. 1 Satz 1 KWG als Schutzgesetz im Sinne des § 823 Abs. 2 BGB zugunsten des einzelnen Kapitalanlegers angesehen. Wenn eine Erlaubnis zur Führung von Bankgeschäften nach § 32 KWG nicht vorliegt, kann darauf der Schadensersatzanspruch eines geschädigten Anlegers gestützt werden. Der Schaden liegt hier im Teilverlust der Einlage. Der Fall wirft schwierige Rechtsfragen auf, die sich letztlich nur unter Analyse des Volltextes des Urteils vornehmen lassen. Auch dieser Fall zeigt aber, dass es sehr gefährlich werden kann, § 32 KWG bei derartigen Geschäften nicht in Betracht zu ziehen. Wegen grundsätzlicher Bedeutung der Sache hat der Senat die Revision zum BGH zugelassen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Kläger, Mitglied einer Winzergemeinschaft, verkaufte an eine Gesellschaft (Weinkellerei), deren Geschäftsführer die Beklagten waren, seit vielen Jahren Weintrauben. Im Jahr 1989 hatte die Weinkellerei den Mitgliedern der Winzergemeinschaft angeboten, sich den Verkaufserlös für die Weintrauben ganz oder teilweise nicht auszahlen zu lassen, sondern bei ihr „stehen zu lassen“, damit sie mit dem Kapital („Winzergelder“) wirtschaften könne. Sie verpflichtete sich, die Winzergelder für ihn günstig zu verzinsen und jederzeit auf Verlangen an ihn auszuzahlen. Bis zum Jahr 2007 ließen mindestens 50 Winzer, unter ihnen auch der Kläger, ihre Verkaufserlöse deshalb bei der Weinkellerei stehen, die auf diese Weise ein Kapital von rund 2,5 Mio. € ansammelte.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Jahr 2009 geriet die Weinkellerei in Insolvenz und konnte die Winzergelder nicht mehr zurückzahlen. Ihre Vermögenswerte wurden von einer anderen Gesellschaft übernommen, die dem Kläger von seiner Einlage in Höhe von zuletzt rund 80.000 € ca. € 30.000 € erstattete. Den Restbetrag in Höhe von 50.000 € hat der Kläger von den beiden beklagten Geschäftsführern der Weinkellerei als Schadenersatzanspruch gerichtlich geltend gemacht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Seine Klage hatte sowohl vor dem Landgericht Landau in der Pfalz als auch vor dem Pfälzischen Oberlandesgericht Zweibrücken (Urteil vom 12. Januar 2012, 4 U 75/11) Erfolg.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zur Begründung hat das Oberlandesgericht ausgeführt, dass das Geschäftsmodell des „Stehenlassens der Verkaufserlöse“ ein Bankgeschäft gewesen sei, für welches der Weinkellerei jedoch die nach § 32 Abs. 1 Kreditwesengesetz erforderliche Erlaubnis gefehlt habe. Deshalb habe es sich um ein unerlaubtes Bankgeschäft gehandelt. Für die aus diesem unerlaubten Geschäft entstandenen Schäden der Winzer hätten die Geschäftsführer der Weinkellerei persönlich einzustehen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Senat hat wegen der grundsätzlichen Bedeutung der Sache, auch weil es ähnliche Geschäftspraktiken bei anderen Warengenossenschaften im Landhandel gibt, und zur Fortbildung des Rechts die Revision gegen das Urteil zum Bundesgerichtshof zugelassen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-699386736058678820?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/699386736058678820/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/haftung-der-geschaftsfuhrer-einer-gmbh.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/699386736058678820'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/699386736058678820'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/haftung-der-geschaftsfuhrer-einer-gmbh.html' title='Haftung der Geschäftsführer einer GmbH für &quot;stehen gelassene Winzergelder&quot;'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-6820454704669057633</id><published>2012-01-13T14:24:00.000-08:00</published><updated>2012-01-13T14:24:41.679-08:00</updated><title type='text'>BVerfG:  Zur gerichtlichen Kontrolle der telekommunikationsrechtlichen  Marktregulierung durch die Bundesnetzagentur</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesverfassungsgericht&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressemitteilung Nr. 1/2012 vom 12. Januar 2012Beschluss vom 8. Dezember 2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Streit über die &lt;a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Terminierungsentgelt"&gt;Terminierungsentgelte&lt;/a&gt; zwischen den Anbietern mobiler Telekommunikation beschäftigt immer wieder die Verwaltungsgerichte. Es geht dabei grob gesagt, um die Kosten der Gewährungdes Zugangs zu anderen Mobilfunknetzen zwischen den Netzbetreibern, die für die Wirtschaftlichkeit der Produkte wesentliche Funktionen haben. Etwaige Entgelte sind reguliert und unterliegender Festsetzung durch die Bundesnetzagentur nach §§ 10, 11 TKG, der das &lt;a href="http://www.rechtsprechung.com/2008/04/03/urteile_und_entscheidungen/regulierung-der-mobilfunkentgelte-zulassig/"&gt;BVerwG&lt;/a&gt; insoweit einen weitenBeurteilungsrahmen zubilligt, so dass deren Entscheidungen nur eingeschränkt kontrolliert werden können.Dies hat das BVerfG nunmehr für die Rechtslage des Jahres 2005 bestätigt (inzwischen haben sich insoweit erhebliche Veränderungen ergeben, da die betreffenden Entgelte immer geringer werden, derzeit ca. &lt;a href="http://www.teltarif.de/mobilfunk-terminierung-interconnect-technologie/news/41793.html"&gt;3,4 ct/min&lt;/a&gt;, bei Abrechnung im Sekundentakt, was seitens der TK - Anbieter als zu gering angesehen wird). Sie sind eine Grundlage für die Preiskalkulation im Bereich des Endkundenpreises, die angesichts des Smartphonemarktes wieder erheblich in Bewegung geraten ist.&amp;nbsp;Im Verlauf des Jahres 2012 wird ein neues Konsulationsverfahren stattfinden, da die derzeitigen Preise auf den 30.11.2012 befristet sind.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Entscheidung des BVerfG ist auch so zu verstehen, dass sich künftige Verfassungsbeschwerden gegen künftige Urteile des BVerwG in diesem Bereich kaum mehr lohnen werden. Der Inhalt der Entscheidung ist wenig überraschend.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Das Telekommunikationsgesetz (TKG) weist der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen die Aufgabe der Regulierung des Wettbewerbs im Bereich der Telekommunikation zu. Bei der sogenannten Marktregulierung hat sie anhand bestimmter gesetzlicher Kriterien die Telekommunikationsmärkte festzulegen, die für eine Regulierung in Betracht kommen (Marktdefinition, § 10 TKG). Ihr obliegt ferner die Prüfung, ob auf dem betreffenden Markt wirksamer Wettbewerb besteht, was dann nicht der Fall ist, wenn ein oder mehrere Unternehmen auf dem Markt über beträchtliche Markmacht verfügen (Marktanalyse, § 11 TKG).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ende 2005 legte die Präsidentenkammer der Bundesnetzagentur fest, dass mehrere Mobilfunknetzbetreiber, darunter auch die Beschwerdeführerin, auf dem Markt für Anrufzustellung in ihr jeweiliges Mobilfunknetz über eine solche beträchtliche Marktmacht verfügen. Auf dieser Grundlage erließ die Bundesnetzagentur 2006 eine Regulierungsverfügung, mit der sie der Beschwerdeführerin unter anderem Zugangsverpflichtungen nach § 21 TKG, insbesondere die Terminierung von Anrufen in ihr Mobilfunknetz, aufgab und anordnete, dass die von der Beschwerdeführerin für die Zugangsleistungen erhobenen Entgelte vorab genehmigt werden müssen. Die damit auch der behördlichen Genehmigung unterworfenen Terminierungsentgelte, die zunächst der Netzbetreiber des Anrufenden zu entrichten hat, haben für die Mobilfunknetzbetreiber erhebliche wirtschaftliche Bedeutung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit ihrer gegen die Regulierungsverfügung erhobenen Klage hatte die Beschwerdeführerin vor dem Bundesverwaltungsgericht keinen Erfolg (vgl. dessen Pressemitteilung Nr. 22/2008 vom 3. April 2008). Das Gericht vertritt die Auffassung, dass die Regulierungsverfügung gerichtlich nur eingeschränkt überprüfbar sei, weil der Bundesnetzagentur hinsichtlich der von ihr vorzunehmenden Marktdefinition und Marktanalyse ein Beurteilungsspielraum zustehe. Die Bundesnetzagentur habe zudem bei der Auferlegung der Regulierungsverpflichtungen die Grenzen des ihr insoweit eingeräumten Regulierungsermessens nicht überschritten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Beschwerdeführerin rügt mit ihrer Verfassungsbeschwerde eine Verletzung ihres Grundrechts auf effektiven Rechtsschutz und sieht sich zudem in ihrer Berufsausübungsfreiheit verletzt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die 1. Kammer des Ersten Senats des Bundesverfassungsgerichts hat die Verfassungsbeschwerde nicht zur Entscheidung angenommen, weil die Annahmevoraussetzungen nicht vorliegen. Die Beschwerdeführerin ist nicht in ihren Grundrechten verletzt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Entscheidung liegen im Wesentlichen folgende Erwägungen zugrunde:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1. Das Urteil des Bundesverwaltungsgerichts verletzt die Beschwerdeführerin nicht in ihrem Grundrecht auf effektiven Rechtsschutz (Art. 19 Abs. 4 GG). Aus der Garantie effektiven Rechtsschutzes folgt zwar grundsätzlich die Pflicht der Gerichte, die angefochtenen Verwaltungsakte in rechtlicher und tatsächlicher Hinsicht vollständig nachzuprüfen. Sie schließt aber nicht aus, dass der Gesetzgeber der Verwaltung Gestaltungs-, Ermessens- und Beurteilungsspielräume eröffnet, welche die Rechtskontrolle von Exekutivakten durch die Gerichte einschränken. Ein Gericht verletzt das Gebot wirksamen Rechtsschutzes, wenn es ein behördliches Letztentscheidungsrecht annimmt, das mangels gesetzlicher Grundlage nicht besteht, und deshalb die vollständige Prüfung der Behördenentscheidung auf ihre Gesetzmäßigkeit unterlässt. Auch der Gesetzgeber ist nicht frei in der Einräumung behördlicher Letztentscheidungsbefugnisse. Die Freistellung der Rechtsanwendung von gerichtlicher Kontrolle bedarf stets eines hinreichend gewichtigen, am Grundsatz eines wirksamen Rechtsschutzes ausgerichteten Sachgrunds. Bei Anwendung dieser Vorgaben ist die Annahme des Bundesverwaltungsgerichts, dass der Bundesnetzagentur bei der Marktdefinition und der Marktanalyse ein Beurteilungsspielraum zusteht, verfassungsrechtlich nicht zu beanstanden. Das Bundesverwaltungsgericht verwendet bei seiner Auslegung der §§ 10, 11 TKG anerkannte Auslegungsmethoden. Unter Berücksichtigung der Gesetzessystematik, des Normzwecks und des unionsrechtlichen Hintergrunds der Bestimmungen ist es vertretbar, diesen Regelungen die Einräumung eines weitreichenden Beurteilungsspielraums der Bundesnetzagentur als Regulierungsbehörde bei der Marktdefinition und der Marktanalyse beizumessen. Des Weiteren bestehen für die Reduzierung der gerichtlichen Kontrolldichte durch den Gesetzgeber tragfähige Sachgründe. Die in § 10 TKG genannten Kriterien zur Bestimmung der für eine Regulierung in Betracht kommenden Märkte hängen wesentlich von ökonomischen Einschätzungen ab. Ähnliches gilt für die Beantwortung der Frage, ob auf dem untersuchten Markt wirksamer Wettbewerb besteht (§ 11 Abs. 1 TKG). Die erkennbaren Schwierigkeiten einer gerichtlichen Vollkontrolle dieser Tatbestandsmerkmale durfte der Gesetzgeber zum Anlass nehmen, der Bundesnetzagentur einen entsprechenden Beurteilungsspielraum einzuräumen. Zudem begrenzt das Bundesverwaltungsgericht durch seine Interpretation der gesetzlichen Regelung den grundsätzlich auch für den Bereich der Marktregulierung vorausgesetzten wirksamen Rechtsschutz durch die Gerichte nicht insgesamt, sondern belässt den Fachgerichten genügend Möglichkeiten, aber auch die Pflicht zu einer substantiellen Kontrolle des behördlichen Handelns.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;2. Weder die angegriffenen Entscheidungen noch die zugrunde liegende Rechtslage verletzen die Beschwerdeführerin in ihrer Berufsausübungsfreiheit aus Art. 12 Abs. 1 GG, da der Grundrechtseingriff gerechtfertigt ist. Die Regulierung der Telekommunikationsmärkte nach dem Telekommunikationsgesetz verfolgt mit dem Schutz der Verbraucherinteressen und der Sicherstellung chancengleichen Wettbewerbs gewichtige Gemeinwohlziele. Dem Gesetz liegt die Vorstellung zugrunde, dass im Telekommunikationssektor insgesamt und nicht nur in ehemaligen Monopolbereichen die Gefahr unzureichender Marktverhältnisse besteht, der nicht allein mit den Mitteln des allgemeinen Wettbewerbsrechts begegnet werden kann. Auch trifft die Regulierungsverfügung die Beschwerdeführerin nicht unverhältnismäßig in ihrer Berufsausübungsfreiheit. Ihr Interesse an freier unternehmerischer Betätigung wird durch die Zugangsverpflichtung nicht übermäßig eingeschränkt, zumal auch sie selbst ein Interesse an der umfassenden Erreichbarkeit ihrer eigenen Mobilfunkkunden haben wird. Die finanziellen Folgen der Verfügung insbesondere der Genehmigungspflicht für die Entgelte der Zugangsgewährung erscheinen ebenfalls nicht unangemessen. Der Beschwerdeführerin wird kein finanzielles Sonderopfer zugunsten der Allgemeinheit auferlegt, sondern lediglich eine möglicherweise lukrative Preisgestaltung zulasten der Kunden der anderen Mobilfunknetz- sowie der Festnetzbetreiber unmöglich gemacht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit Beschlüssen vom 21. Dezember 2011 hat die Kammer unter Verweisung auf den Beschluss vom 8. Dezember 2011 gleichgelagerte Verfassungsbeschwerden von drei weiteren Mobilfunkunternehmen nicht zur Entscheidung angenommen (1 BvR 1933/08, 1 BvR 1934/08 und 1 BvR 1935/08). &lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-6820454704669057633?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/6820454704669057633/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/bverfg-zur-gerichtlichen-kontrolle-der.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6820454704669057633'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6820454704669057633'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/bverfg-zur-gerichtlichen-kontrolle-der.html' title='BVerfG:  Zur gerichtlichen Kontrolle der telekommunikationsrechtlichen  Marktregulierung durch die Bundesnetzagentur'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-8755180392666543109</id><published>2012-01-13T13:39:00.000-08:00</published><updated>2012-01-14T13:51:16.925-08:00</updated><title type='text'>OLG Düsseldorf: Anforderungen an Abmahnungen im Bereich "Filesharing"</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Oberlandesgericht Düsseldorf, AZ: I-20 W 132/11, Beschluss vom 14.11.2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der interessante und sehr lesenswerte Beschluss änderte auf eine sofortige Beschwerde der Beklagten gegen einen ablehnenden &amp;nbsp;Beschluss des Landgerichts Düsseldorf vom 26. Mai 2011 zwecks Gewährung von Prozesskostenhilfe diese Entscheidung ab, so dass nach dieser Entscheidung Prozesskostenhilfe gewährt wurde, weil die zugrundeliegende Abmahnung den Anforderungen des OLG Düsseldorf nicht genügte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ungeachtet des Umstandes, dass diese strengen Kriterien richtig sind, ist darauf hinzuweisen, dass diese Rechtsprechung - möge sie Nachahmer finden! - in anderen Oberlandesgerichtsbezirken in dieser Form derzeit nicht ohne weiteres geteilt wird, auch wenn vielerorts Gerichts zunehmend erkennen lassen, dass derartige Verfahren die Justiz extrem belasten und letztlich wenig begrüsst werden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nimmt man diesen Beschluss beim Wort stellt er - durchaus erfüllbare - Anforderungen an anwaltliche Abmahnschreiben auf, die den Vorwurf konkret bezeichnen müssen, was auch einschließt den Verletzungstatbestand einem konkreten Verletzten zuzuordnen. Der Beschluss geht aber darüber hinaus - und setzt sich insoweit in Widerspruch zu diversen Entscheidungen des LG Köln und des OLG Köln - und fordert eine klare Erfüllung der Darlegungs- und Beweislast für durch den Verletzten, der sich nicht darauf zurückziehen kann, Unterlassung für sein ganzes Repertoire zu fordern, wenn es nur um bestimmte Musiktitel geht, die dann auch genau unter Darlegung der Rechtekette zu bezeichnen ist. Völlig zutreffend ist überdies der Hinweis, das P2P auch völlig legal genutzt werden kann, etwa wenn Künstler oder Rechteinhaber bestimmte Titel zum&lt;a href="http://torrentfreak.com/musicians-praise-bittorrent-and-creative-commons-120112/"&gt; Download zur Verfügung stellen&lt;/a&gt; (Beispiel: &amp;nbsp;&lt;a href="http://www.devi-rock.com/"&gt;http://www.devi-rock.com&lt;/a&gt;).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Natürlich ist kein Betroffener an einem wahrheitsgemäßen Bestreiten des Sachverhaltes gehindert, der ihm vorgeworfen wird. Viele Gerichte machen es sich hier auch technisch viel zu einfach. Auch die Ausführungen zu den Anforderungen an die Bestimmtheit des Unterlassungsbegehrens sind zutreffend. Schließlich unternimmt der Senat hier eine "Anwaltschelte", die darin gipfelt, dass es sich bei einer solchen Abmahnung um eine völlig unbrauchbare anwaltliche Leistung handelt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Einzelnen:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;G r ü n d e :&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die sofortige Beschwerde der Beklagten vom 8. Juni 2011, mit der sie sich gegen die Versagung von Prozesskostenhilfe für ihre Rechtsverteidigung in erster Instanz wendet, ist zulässig und hat auch in der Sache Erfolg. Das Landgericht hat eine hinreichende Erfolgsaussicht der Rechtsverteidigung zu Unrecht verneint.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gemäß § 114 ZPO erhält eine Partei, die nach ihren persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnissen die Kosten der Prozessführung nicht, nur zum Teil oder nur in Raten aufbringen kann, auf Antrag Prozesskostenhilfe, wenn die beabsichtigte Rechtsverfolgung oder Rechtsverteidigung hinreichende Aussicht auf Erfolg bietet und nicht mutwillig erscheint.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die beabsichtigte Rechtsverteidigung der Beklagten bietet eine hinreichende Aussicht auf Erfolg. Es steht nicht fest, dass die Beklagte die ihr vorgeworfenen Urheberrechtsverletzungen begangen oder zu vertreten hat. Das Landgericht hat die die Beklagte treffende Substantiierungslast verkannt. Die Beklagte ist nicht gehindert, die Aktivlegitimation der Klägerinnen, das Anbieten der streitgegenständlichen Musikdateien über die IP-Adresse … und die Zuordnung dieser IP-Adresse zu ihrem Anschluss mit Nichtwissen zu bestreiten. Die Beklagte hat keinen Einblick in den Geschäftsbetrieb der Klägerinnen, des "Onlineermittlers" und des Internetproviders. Die weitere Substantiierung des Klägervortrags ist für die Zulässigkeit des Bestreitens mit Nichtwissen irrelevant.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Soweit sich die Beklagte gegen die Verpflichtung zur Erstattung der Abmahnkosten wendet, hat ihre Rechtsverteidigung unabhängig vom Ausgang der Beweisaufnahme hinreichende Aussicht auf Erfolg. Die Abmahnung der Klägerinnen genügte den an eine Abmahnung zu stellenden Mindestanforderungen nicht. Zur Abmahnung gehört, dass der Abmahnende seine Sachbefugnis darlegt, also kundtut, weshalb er sich für berechtigt hält, den zu beanstanden-den Verstoß zu verfolgen (Köhler/Bornkamm, UWG, 29. Aufl., § 12 Rn. 1.13; Ahrens/Deutsch, Der Wettbewerbsprozess, 6. Aufl. Kap. 1 Rn. 35). Die Abmahnung muss mit hinreichender Deutlichkeit zum Ausdruck bringen, welches konkrete Verhalten beanstandet wird. Auch wenn der Gläubiger Unterlassung nicht nur der konkreten Verletzungsform begehrt, muss er doch den Anlass der Beanstandung ganz konkret bezeichnen, damit der Schuldner weiß, was genau für den Gläubiger den Stein des Anstoßes bildet (Köhler/Bornkamm, UWG, 29. Aufl., § 12 Rn. 1.15; OLG Stuttgart, WRP 1996, 1229, 1230). Um ihren Zweck zu erfüllen, muss in der Abmahnung der Sachverhalt, der den Vorwurf rechtswidrigen Verhaltens begründen soll, also die begangene Handlung, genau angegeben und der darin erblickte Verstoß so klar und eindeutig bezeichnet sein, dass der Abgemahnte die gebotenen Folgerungen ziehen kann (OLG Köln WRP 1988, 56; Ahrens/Deutsch, a.a.O. Rn. 45).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Vorliegend sind weder die Aktivlegitimation noch der Verstoß hinreichend dargelegt. Das Anbieten von 304 Audiodateien zum Herunterladen stellt alleine noch keinen Urheberrechtsverstoß da. Nicht jedes Angebot einer Audiodatei zum Herunterladen verletzt fremde Urheberrechte. Die Dateien können gemeinfrei oder mit einer allgemeinen Lizenz versehen sein. So ist es inzwischen nicht mehr ungewöhnlich, dass Interpreten ihre Stücke zur freien Verbreitung in das Internet einstellen. Zudem ist das Urheberrecht ein Ausschließlichkeitsrecht. Es ist jedem Inhaber von Urheberrechten selbst überlassen, ob er seine Rechte im konkreten Fall ausübt oder ob den Verletzer gewähren lässt. Ein Dritter kann diese Rechte nicht geltend machen. Von daher verfängt auch das Argument, eine Berechtigung der Beklagten an den Titeln sei jedenfalls nicht ersichtlich, nicht. Entscheidend ist allein, ob und an welchen Titeln den Klägerinnen Rechte zustehen. Ohne die Angabe der Titel, durch deren Angebot die Rechte gerade der Klägerinnen verletzt worden sind, konnte die Beklagte der Abmahnung daher nicht entnehmen, welches Verhalten sie in Zukunft unterlassen soll. Zur generellen Unterlassung des Anbietens von Audiodateien zum Herunterladen ist sie eben nicht verpflichtet, sondern nur zur Unterlassung des Angebots der Titel der Klägerinnen. Der zur Unterlassung verpflichtende Verstoß war folglich nicht das Anbieten von 304 Audiodateien zum Herunterladen, sondern - die Aktivlegitimation der Klägerinnen unterstellt - das Angebot der vier im Klageantrag genannten Musiktitel der Klägerinnen. Dieser Verstoß hätte in der Abmahnung dargelegt werden müssen, wobei zum notwendigen Vertrag der Aktivlegitimation zumindest auch die Zuordnung der Titel zu einzelnen Klägerinnen gehört hätte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ohne eine solche Darlegung war der Beklagten die Abgabe einer wirksamen Unterlassungserklärung gar nicht möglich. Die Liste der zum Herunterladen angebotenen 304 Audiodateien besteht vorwiegend aus Stücken anderer Berechtigter und kann schon von daher nicht Gegenstand einer gegenüber den Klägerinnen erklärten Verpflichtung sein. Eine auf die darin enthaltenen Musiktitel der Klägerinnen oder gar - wie von ihnen in ihrer Abmahnung verlangt - auf ihr gesamtes Repertoire gerichtete Unterlassungserklärung konnten die Klägerinnen in Ermangelung einer Individualisierung dieser Stücke nicht verlangen. Es kann dahinstehen, ob die Verletzung der Rechte an einzelnen Musiktiteln einen Anspruch auf eine das ganze Repertoire der Gläubigerin umfassende Unterlassungsverpflichtung vermittelt. Die Klägerinnen selbst machen vorliegend mit ihrer Klage nur noch eine Unterlassungsverpflichtung bezüglich der vier nach ihrem Vortrag tatsächlich zum Herunterladen bereitgestellten Musiktitel geltend. Eine auf das gesamte Repertoire erstreckte Unterlassungsverpflichtung setzt jedenfalls die Beifügung einer Repertoireauflistung voraus.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein entsprechender Unterlassungsantrag wäre ohne eine solche Repertoireliste nicht hinreichend bestimmt. Gemäß § 253 Abs. 2 Nr. 2 ZPO muss die Klageschrift einen bestimmten Antrag enthalten. Ein Verbotsantrag darf nicht derart undeutlich gefasst sein, dass sich der Beklagte nicht erschöpfend verteidigen kann und es in der Zwangsvollstreckung, wenn dem im Erkenntnisverfahren gestellten Antrag Rechnung getragen würde, die Entscheidung darüber, was dem Beklagten verboten ist, dem Vollstreckungsgericht überlassen wäre (BGH, GRUR 1998, 489, 491 - Unbestimmter Unterlassungsantrag III). Allein die Klarstellung, dass der Antrag und die Verurteilung sich nur auf die zum Repertoire der Klägerinnen gehörenden Musiktitel bezieht, ermöglicht es dem mit einem Vollstreckungsverfahren befassten Gericht nicht, im Falle eines Streits der Parteien zu beurteilen, ob es sich bei dem Musiktitel, wegen dessen Verbreitung durch die Beklagte die Klägerinnen die Verurteilung zu einem Ordnungsgeld begehren, um einen zum Repertoire der Klägerinnen gehörenden Musiktitel  handelt (vgl. BGH, GRUR 2008, 357 Tz. 23 - Planfreigabesystem). Steht nicht eindeutig fest, welche Musiktitel im Einzelnen gemeint sind, ist der auf die Verpflichtung zur Unterlassung der Verbreitung gerichtete Antrag nur dann hinreichend bestimmt, wenn diese individualisierend beschrieben werden, was durch eine Bezugnahme auf einen Ausdruck oder einen Datenträger erfolgen kann (vgl. BGH, GRUR 2008, 357 Tz. 24 - Planfreigabesystem).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Gläubiger eines Unterlassungsanspruchs kann vom Schuldner als Unterlassungserklärung nicht mehr verlangen, als was er durch eine Titulierung erreichen könnte. Eine Unterlassungserklärung, die auf das gesamte, nicht durch eine beigefügte Liste konkretisierte Musikrepertoire des Gläubigers gerichtet ist, verlagert das Risiko, ob ein unbekanntes Musikstück zum Repertoire des Gläubigers gehört, vollständig auf den Schuldner und benachteiligt ihn daher gegenüber einer titulierten Unterlassungsverpflichtung unverhältnismäßig. Im Falle einer vom Gläubiger für eine Vielzahl von Fällen vorformulierten Unterlassungserklärung ist eine gleichwohl abgegebene Verpflichtung daher nach § 307 Abs. 1, Abs. 2 Nr. 1 BGB unwirksam. Vom Unterlassungsgläubiger vorformulierte Unterlassungs- und Vertragsstrafeverpflichtungserklärungen unterfallen den Regelungen des Rechts der Allgemeinen Geschäftsbedingungen (BGH, NJW 1993, 721, 722).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Von daher kann eine Erstattung der Abmahnkosten auch nicht auf einen eventuellen Schadensersatzanspruch gestützt werden. Es ist bereits zweifelhaft, ob die Abmahnkosten als ein Schaden verstanden werden, der auf der in der Vergangenheit liegenden Verletzungshandlung beruht. Mit der Abmahnung wird nicht eine bereits geschehene Gesetzesverletzung außergerichtlich verfolgt; die Abmahnung richtet sich vielmehr gegen die Gefahren, die aus zukünftiger Handlung des Abgemahnten drohen. Solche zukünftigen Handlungen sollen verhindert werden (Ahrens/Scharen, Der Wettbewerbsprozess, 6. Aufl., Kap 11 Rn. 13). Die Abmahnung dient folglich der Verhinderung zukünftiger Verstöße, während der Schutzzweck des Schadensersatzanspruchs darauf gerichtet ist, Vermögenseinbußen auszugleichen, die aus der abgeschlossenen Verletzungshandlung herrühren. Allein die adäquate Verursachung der Abmahnkosten durch die Verletzungshandlung reicht für Schadenszurechnung nicht aus. Die Lehre vom Schutzzweck der Norm erschöpft sich nicht in einer Anwendung der Adäquanzlehre; sie begründet vielmehr ungeachtet der Kausalität eine normative Begrenzung der Schadenszurechnung (Bornkamm in Köhler/Born-kamm, UWG, 29. Aufl., § 12 Rn. 1.88).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dies kann jedoch vorliegend dahinstehen, da eine Abmahnung, die den Verstoß nicht erkennen lässt und auch den bereitwilligsten Schuldner nicht in die Lage versetzt, eine wirksame Unterlassungsverpflichtungserklärung abzugeben, eine völlig unbrauchbare anwaltliche Dienstleistung darstellt. Zwar befreien Mängel der Leistung den Dienstberechtigten noch nicht vom Vergütungsanspruch des Dienstverpflichteten. Dies gilt jedoch nicht für eine Leistung, die für den Dienstberechtigten völlig unbrauchbar ist. Eine derartige Leistung steht der Nichtleistung gleich. In einem solchen Fall kann der Dienstberechtigte die Zahlung des Honorars verweigern oder die Rückerstattung des bereits gezahlten Honorars verlangen (KG, NJOZ 2011, 905 m. w. Nw.). Ein Grund, warum dieser im Bereich ärztlicher und zahnärztlicher Leistungen seit langem anerkannte Grundsatz auf anwaltliche Dienstleistungen keine Anwendung finden sollte, ist nicht ersichtlich. Von daher fehlt jedenfalls insoweit an einem endgültigen Schaden der Klägerinnen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Oberlandesgericht Düsseldorf:&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.justiz.nrw.de/nrwe/olgs/duesseldorf/j2011/I_20_W_132_11beschluss20111114.html"&gt;Quelle&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-8755180392666543109?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/8755180392666543109/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/olg-dusseldorf-anforderungen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/8755180392666543109'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/8755180392666543109'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/olg-dusseldorf-anforderungen.html' title='OLG Düsseldorf: Anforderungen an Abmahnungen im Bereich &quot;Filesharing&quot;'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-8706038305102867815</id><published>2012-01-11T14:24:00.000-08:00</published><updated>2012-01-11T14:24:34.008-08:00</updated><title type='text'>VG Düsseldorf zur Rechtswidrigkeit von Sperrungsverfügungen</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="maindiv"&gt;&lt;div class="feldbezeichnung"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="feldinhalt" style="text-align: justify;"&gt;Sperrungsanordnung Access-Provider:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;h3 style="text-align: justify;"&gt;Verwaltungsgericht Düsseldorf, AZ: 27 K 5887/10, Urt. v. 08.11.2011&lt;/h3&gt;&lt;div class="feldbezeichnung" style="text-align: justify;"&gt;Leitsätze:&lt;/div&gt;&lt;div class="feldinhalt"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1. Der Access-Provider überschreitet auch bei Kenntnis von der Rechtswidrigkeit des Angebots, zu dem er den Zugang vermittelt, ausgehend von den Haftungsprivilegien nach dem TMG, grundsätzlich nicht die nicht Gefahrengrenze und ist deshalb nicht als Störer im ordnungsrechtlichen Sinn anzusehen.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;2. Zur Ermessensfehlerhaftigkeit einer Sperrungsanordnung wegen Verstoßes gegen Art. 3 GG bei Inanspruchnahme von lediglich zwei Acces-Providern als Nichtstörer.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;3. Zu den bei einer Sperrungsanordnung gegen einen Acces-Provider in die Ermessensentscheidung einzustellenden maßgeblichen Aspekten.&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="borderBottom" style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="borderBottom" style="text-align: justify;"&gt;Die Entscheidung ist ungemein interessant. Sie betrifft einen Sachverhalt aus dem Bereich des Glücksspiels im Internet mit Auslandsberührung, der zur einer Sperrungsverfügung der Bezirksregierung Düsseldorf führte, deren Rechtsauffassung das VG nicht geteilt hat, weil es § 8 TMG so anwendet, wie es den europarechtlichen Vorgaben entspricht der E-Commerce-Richtlinie der EU entspricht, die den Access - Provider als einem reinen Durchleiter von einer Haftung für die durchgeleiteten Informationen freigestellt, wenn nicht bestimmte Ausnahmetatbestände erfüllt sind. Vorliegend konnte von diesen Ausnahmen nicht ausgegangen werden, da der Provider weder&amp;nbsp;die Übermittlung der Glücksspielinhalte veranlasst hat, noch diese oder den Adressaten ausgewählt hat. Zudem kann offenkundig ein Zusammenwirken der Klägerin mit einem Nutzer im Sinne des § 8 Abs. 1 Satz 2 TMG&amp;nbsp; ausgeschlossen werden.&amp;nbsp;Auch eine Inanspruchnahme als Nichtstörer nach ordnungsrechtlichen Gesichtspunkten wurden überzeugend verneint. Die Begründung ist derartig ausführlich, dass sie für sich selbst spricht und als Vorbild für künftige Beurteilungen dienen sollte. In der Folge zeigt die Argumentation auch, dass mit Sperrungsanforderungen in der Sache selbst nicht viel erreicht werden kann, wenn man die gegenwärtige Rechtslage entsprechend zur Kenntnis nimmt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="borderBottom" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="borderBottom" style="text-align: justify;"&gt;Sachverhalt:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="borderBottom" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="borderBottom" style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;"Die Klägerin bietet Privat- und Geschäftskunden verschiedene Produkte und Dienstleistungen aus den Bereichen Mobilfunk, Festnetz, Datendienste und Breitband-Internet an, darunter auch Internetzugang. Die Beigeladene bietet auf der Internetseite www.U.com die Vermittlung von Wetten auf den Ausgang verschiedener staatlicher europäischer Lotterien an, unter anderem das von den Mitgliedern des Deutschen Lotto- und Totoblocks (DLTB) veranstaltete Lotto "6 aus 49" und die europäische Lotterie "Euro Millones". Sie vermittelt die Tipps der Spielteilnehmer an die Veranstalterin der Zweitlotterien, die N Ltd., die ursprünglich 100%-ige Mutter der Beigeladenen, deren Geschäftsanteile ursprünglich vollständig von der U AG (heute X) in I, der früheren Marktführerin auf dem Gebiet der Lottovermittlung im Internet, gehalten wurden. Sowohl die Beigeladene als auch die N Ltd. verfügen über eine entsprechende Genehmigung der britischen Glücksspielaufsichtsbehörde.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;Mit Schreiben vom 21. Juni 2010 wies die Bezirksregierung E die Klägerin darauf hingewiesen, dass die Beigeladene und C Ltd., H über die Websites www.U.com und www.C.com Lotterien, Sportwetten und andere Glücksspiele anbieten würden, bei denen es sich um unerlaubtes Glücksspiel nach § 4 Abs. 1 Satz 2 Glücksspielstaatsvertrag (GlüStV) handele, dessen Veranstaltung und Vermittlung im Internet verboten sei (§ 4 Abs. 4 GlüStV) und welches den Straftatbestand des § 284 des Strafgesetzbuches (StGB) erfülle. Die Klägerin als Internet-Zugangsanbieterin ermögliche es den Internetnutzern aus NRW bzw. aus ganz Deutschland, auf diese Seiten zuzugreifen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;Mit Schreiben vom 30. Juni 2010 hörte die Bezirksregierung E die Klägerin als "bösgläubiger Störer und verantwortlicher Diensteanbieter" (§ 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV i.V.m. §§ 2 und 7 ff. Telemediengesetz (TMG)) sowie "äußerst hilfsweise" als "Nichtstörer" (i.S.d. § 19 OBG NRW) zur beabsichtigten Untersagung ihrer Mitwirkung am Zugang zum unerlaubten öffentlichen Glücksspielangebot unter www.U.com und www.C.com an. Unter dem 19. Juli 2010 erweiterte die Bezirksregierung E diese Anhörung, indem sie sich auf eine Ermächtigung durch die Bundesländer Brandenburg, Niedersachsen, Sachsen und Sachsen-Anhalt berief. Mit Schreiben vom 27. Juli, 10. und 11. August 2010 ermächtigten das Ministerium des Inneren des Landes Brandenburg, das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt sowie die Landesdirektion Leipzig des Freistaates Sachsen die Bezirksregierung E auch mit Wirkung für sie entsprechende Sperrungsanordnungen unter anderem gegen die Klägerin zu erlassen. Die Ermächtigung für das Land Brandenburg bezog sich auf die Internetseite www.U.com, diejenige des Freistaates Sachsen auf die Internetseite www.C.com und diejenige des Landes Sachsen-Anhalt auf beide zuvor genannten Internetseiten."&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;Gründe (Zusammenfassung):&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;(...)&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerin ist Diensteanbieterin im Sinne des § 2 Nr. 1 TMG. Als Access-Provider vermittelt sie den Zugang zur Nutzung von Telemedien. Diensteanbieter sind nach § 7 Abs. 1 TMG für eigene Informationen, die sie zur Nutzung bereithalten, nach den allgemeinen Gesetzen verantwortlich. In Hinsicht auf fremde Informationen ist im Telemediengesetz jedoch eine Haftungsprivilegierung vorgesehen. Nach §&amp;nbsp;7 Abs. 2 Satz 1 TMG sind Diensteanbieter im Sinne der §§ 8 bis 10 TMG nicht verpflichtet, die von ihnen übermittelten oder gespeicherten Informationen zu überwachen oder nach Umständen zu forschen, die auf eine rechtswidrige Tätigkeit hinweisen. Spezifische Haftungsprivilegierungen ergeben sich in Abhängigkeit von der Funktion des Diensteanbieters aus den §§ 8 bis 10 TMG. Nach § 7 Abs. 2 Satz 2 TMG bleiben Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen jedoch auch im Falle der Nichtverantwortlichkeit des Diensteanbieters nach den §§&amp;nbsp;8 bis 10 TMG unberührt.&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerin ist - in Abgrenzung zu § 9 TMG und § 10 TMG - aufgrund ihrer Tätigkeit unzweifelhaft als Diensteanbieter im Sinne des § 8 TMG (Zugangsvermittler) anzusehen, da sie fremde Informationen in einem Kommunikationsnetz übermittelt bzw. den Zugang zur Nutzung zu solchen vermittelt. Als Diensteanbieter im Sinne des § 8 TMG ist sie für die durch Aufruf der Domains "www.C.com" und "www.U.com" zu erreichenden Inhalte nicht verantwortlich. Diensteanbieter im Sinne des § 8 TMG sind nach Abs. 1 Satz 1 dieser Vorschrift für fremde Informationen nicht verantwortlich, sofern sie die Übermittlung nicht veranlasst, den Adressaten der übermittelten Informationen nicht ausgewählt und die übermittelten Informationen nicht ausgewählt oder verändert haben. Nach § 8 Abs. 1 Satz&amp;nbsp;2 TMG findet § 8 Abs. 1 Satz 1 TMG keine Anwendung, wenn der Diensteanbieter absichtlich mit einem Nutzer seines Dienstes zusammenarbeitet, um rechtswidrige Handlungen zu begehen. Diese Haftungsausschlussvoraussetzungen erfüllt die Klägerin. Weder veranlasst sie die Übermittlung der Glücksspielinhalte, noch wählt sie diese oder den Adressaten aus. Zudem kann offenkundig ein Zusammenwirken der Klägerin mit einem Nutzer im Sinne des § 8 Abs. 1 Satz 2 TMG ausgeschlossen werden.&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;Der Umstand, dass die Klägerin Kenntnis von der Rechtswidrigkeit der Inhalte hat, ist im Anwendungsbereich des § 8 TMG – wie die Ausgestaltung der Haftungsregelungen des §&amp;nbsp;8 TMG im Vergleich zu den Haftungsregelungen des § 10 TMG zeigt – ohne Relevanz.&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;Eine Haftung der Klägerin als Störerin lässt sich entgegen der Einschätzung der Bezirksregierung E in der Sperrungsanordnung (vgl. S. 9) wie auch im vorliegenden Verfahren (vgl. Bl. 78 der Gerichtsakte) auch nicht mit der Regelung des § 7 Abs. 2 Satz 2 TMG begründen. Nach dieser Vorschrift bleiben auch im Falle der Nichtverantwortlichkeit des Diensteanbieters nach den §§ 8 bis 10 die Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung der Nutzung von Informationen nach den allgemeinen Gesetzen unberührt. Die von der Bezirksregierung insoweit angeführten "allgemeinen Gesetze – nämlich glücksspielrechtliche Vorschriften und (...) das Strafgesetzbuch (§ 284 StGB)" begründen indes solche Verpflichtungen zur Entfernung oder Sperrung für den Access-Provider nicht. Dies wird gesetzestechnisch auch nicht durch § 7 Abs. 2 Satz 2 TMG bewirkt. Diese Regelung sieht – wie zitiert – lediglich vor, dass anderweitig begründete Verpflichtungen unberührt bleiben, d.h. fortbestehen.&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;3. Es verbleibt die Möglichkeit der Inanspruchnahme als Nichtstörerin, deren tatbestandlichen Voraussetzungen aber ebenfalls offen gelassen werden können (a.), da sie jedenfalls ermessensfehlerhaft erfolgt ist (b.).&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;a.  Nach § 19 Abs. 1 OBG NRW kann die Ordnungsbehörde Maßnahmen gegen andere Personen als die nach den §§ 17 oder 18 Verantwortlichen richten, wenn eine gegenwärtige erhebliche Gefahr abzuwehren ist (Nr. 1), Maßnahmen gegen die nach den §§&amp;nbsp;17 oder 18 Verantwortlichen nicht oder nicht rechtzeitig möglich sind oder keinen Erfolg versprechen (Nr. 2), die Ordnungsbehörde die Gefahr nicht oder nicht rechtzeitig selbst oder durch Beauftragte abwehren kann (Nr. 3) und die Personen ohne erhebliche eigene Gefährdung und ohne Verletzung höherwertiger Pflichten in Anspruch genommen werden können (Nr. 4). &lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;Eine gegenwärtige erhebliche Gefahr dürfte zwar vom Glücksspiel im Internet wegen des Verstoßes gegen den Glücksspielstaatsvertrag und der Erfüllung des Straftatbestandes des § 284 StGB grundsätzlich ausgehen.&amp;nbsp;Dies kann hier aber letztlich ebenso die das Vorliegen der sonstigen Voraussetzungen des § 19 Abs. 1 OBG NRW im Ergebnis ob der Ermessensfehlerhaftigkeit der Entscheidung offen bleiben.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;Aus diesem Grund bedarf es auch weder der Klärung der von der Klägerin aufgeworfenen Frage, ob die Regelung des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV dem § 9 Abs. 1 Satz 2 GlüStV als Spezialvorschrift vorgeht und einen Rückgriff auf § 9 Abs. 1 Satz 2 GlüStV ausschließt, wenn die Tatbestandsvoraussetzungen des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV nicht erfüllt sind,&amp;nbsp;noch näherer Erwägungen dazu, ob der Verweis des § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 5 GlüStV auf die Verantwortlichkeit nach dem TMG ausschließlich die Vorschriften der §§ 8 bis 10 TMG erfasst oder zugleich die Vorschrift des § 7 TMG mit ihrem Verweis auf die Verpflichtungen zur Sperrung nach den allgemeinen Gesetzen und damit auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme des Zugangsproviders als Nichtstörer.&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;b.  Die Inanspruchnahme der Klägerin als Nichtstörerin durch die Bezirksregierung E stellt sich jedenfalls als ermessensfehlerhaft dar (vgl. § 114 VwGO). Die Ausübung des Auswahlermessens hinsichtlich der in Anspruch zu nehmenden Dienstleister durch die Bezirksregierung E verstößt gegen Art. 3 Abs. 1 GG (aa.), zudem hat die Bezirksregierung E nicht alle für die Inanspruchnahme der Klägerin als Nichtstörerin maßgeblichen Aspekte in ihre Ermessensentscheidung einfließen lassen (bb.).&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;(...)&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://www.justiz.nrw.de/nrwe/ovgs/vg_duesseldorf/j2011/27_K_5887_10urteil20111108.html"&gt;Volltext&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="absatzLinks" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-8706038305102867815?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/8706038305102867815/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/vg-dusseldorf-zur-rechtswidrigkeit-von.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/8706038305102867815'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/8706038305102867815'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/vg-dusseldorf-zur-rechtswidrigkeit-von.html' title='VG Düsseldorf zur Rechtswidrigkeit von Sperrungsverfügungen'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-1181184860220071737</id><published>2012-01-11T13:42:00.000-08:00</published><updated>2012-01-11T13:44:43.817-08:00</updated><title type='text'>Unfallversicherung: Beweislast für Leistungskürzungen</title><content type='html'>&lt;div dir="ltr" style="text-align: left;" trbidi="on"&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;BGH, Urteil vom 23.11.2011, AZ: IV ZR 70/11: Private Unfallversicherer tragen die vollständige Beweislast nach § 286 ZPO für die Mitwirkung von Vorerkrankungen am Versicherungsfall&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der BGH hat in einem für das private Unfallversicherungsrecht brisanten Urteil entscheiden, dass Unfallversicherer den Vollbeweis i.S.v. § 286 Abs. 1 S. 1 ZPO dafür erbringen müssen, dass Krankheiten oder Gebrechen bei der durch ein Unfallereignis im Sinne der jeweils geltenden Fassung der AUB verursachten Gesundheitsschädigung oder deren Folgen mindestens zu 25% mitgewirkt haben. Es bedarf dazu keiner vollständigen, medizinischen Gewissheit, sondern für diesen Beweis ist es hinreichend, wenn ein für das praktische Leben brauchbarer Grad von Gewissheit erreicht wird, der Zweifel nicht völlig auszuschließt. Diese Zweifel lassen sich abschließend in ihrer Intensität kaum bewerten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wer mit privaten Unfallversicherungsrecht zu tun hat, kennt die neuraligischen Punkte, dieser Fälle, die meist im Rahmen der Trias "Unfallereignis" iSd. der AUB, Ausschlusstatbestände (Bewusstsseinstörung - sofern nicht ausgeschlossen -, Schlaganfall, Alholisierung, etc.) oder eben im Bereich der Mitwirkung früherer Erkrankungen &amp;nbsp;mit der Folge der Leistungskürzung, relevant werden. In diesem Fall ging es um die Beweislast für Leistungskürzungen seitens der Versicherungen. In diesen Fällen kommt meist der Konflikt zwischen den Interessen der Versicherten an einer möglichst hohen Zahlung und den Interessen der Versicherung an einer möglichst geringen Zahlung zum tragen, die diese Materie sehr "prozessträchtig" macht. Neben der Privaten Unfallversicherung finden sich auch Modelle einer Zusatzversicherung zu einer Risikolebensversicherung, um die es im vorliegenden Fall unter Einbeziehung der BB - UVZ ging.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In den BB - UVZ findet sich in § 4 folgende Regelung:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Haben zur Herbeiführung des Todes bzw. der Erwerbsunfähigkeit neben dem Unfall Krankheiten oder Gebrechen zu mindestens 25 % mitgewirkt, so vermindert sich unsere Leistung entsprechend dem Anteil der Mitwirkung."&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es liegt auf der Hand, dass um derartig mitwirkende Ursachen maßgeblich auf der Grundlage medizinischer Sachverständigengutachten gestritten wird, deren Erstellung kostenintensiv ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im vorliegenden Fall hatte im Januar 2004 der Ehemann der Klägerin in einem Betrieb Elektroarbeiten ausgeführt, bei deren Durchführung er sich Stromschläge zufügte, die zu Herzrhythmusstörungen führte, an denen der Versicherungsnehmer später verstorben ist. Als Bezugsberechtigte machte die Klägerin die&amp;nbsp;&amp;nbsp;Todesfallleistung geltend. Wie so oft in solchen Fällen, lehnte die Versicherung die Zahlung der Todesfallleistung ab, weil der Tod des Versicherungsnehmers nicht auf diesen Unfall, sondern auf die bestehende schwere Herzkrankheit zurückzuführen sei. Im Zentrum der Beweisaufnahme in den Vorinstanzen werden in diesem Zusammenhang die medizinischen Berichte und Gutachten gestanden haben, deren juristische Interpretation oftmals nicht leicht ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gerichte sind sich oftmals nicht so ganz einig. So verurteilte das Landgericht die Versicherung zur Zahlung der vollen Todesfallleistung, während das OLG die Zahlung halbierte. Das OLG wird diesen Fall neu zu entscheiden haben, weil der BGH das Berufungsurteil aufgehoben hat, aber die Sache zur erneuten Verhandlung und Entscheidung an das OLG zurückverwiesen hat, was angesichts des Umstandes, dass es hier um die Beweisaufnahme und die Beweiswürdigung geht, auch interessengerecht ist.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der BGH geht in seinen Gründen davon aus, dass das Berufungsgericht das Beweismaß für das Leistungskürzungsrecht des Unfallversicherers bei der Mitwirkung von Krankheiten und Gebrechen verkannt hat, weil die Beklagte zur Überzeugung des BGH nicht den Nachweis erbracht hat,&amp;nbsp;dass die Vorerkrankung des Ehemannes der Klägerin zu mindestens 25% mitursächlich für seinen Tod war. Ein solcher Nachweis dürfte aus medizinischen Erwägungen oftmals schwer zu erbringen, so dass dieses Urteil für die Versicherungsnehmer positiv zu bewerten ist.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der BGH setzt sich eingehend mit der Rechtslage und den hierzu vertretenden Auffassungen auseinander und stimmt mit dem OLG noch insoweit überein als es von einer Beweislast des Versicherers ausgegangen ist. Der BGH differiert abe hinsichtlich des Beweismaßes. Die herrschende Meinung&amp;nbsp;in Rechtsprechung und Literatur lässt nicht eine überwiegende Wahrscheinlichkeit i.S.v. § 287 Abs. 1 S. 1 ZPO hinreichen, um den Mitwirkungsanteil nachzuweisen. Es kommt vielmehr zunächst darauf an, ob überhaupt unfallabhängige Faktoren am Tode des Betroffenen mitgewirkt haben. Ist dies nicht der Fall, ist die Versicherung leistungsfrei. Ist dies aber nach den medizinischen Befunden der Fall, findet das strenge Beweismaß des § 286 Abs. 1 S. 1 ZPO Anwendung. In vielen Fällen lassen sich die mitwirkenden Ursachen nicht mit hinreichender Sicherheit feststellen. Diese Unsicherheit geht grundsätzlich zu Lasten des Versicherers, wenn&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;unklar bleibt, ob der Anteil der Mitwirkung 25% oder mehr beträgt. Eine Leistungskürzung kommt dann nicht in Betracht. Die Frage sind aber die Anforderungen an diesen Nachweis und diese sind grundsätzlich eine Frage des Einzelfalles. Wird ein solcher Nachweis erbracht, obliegt es der freien tatrichterlichen Würdigung, die Höhe des anzurechnenden Mitwirkungsanteils nach § 287 Abs. 1 S. 1 ZPO angemessen zu schätzen, wobei den erkennenden Gerichten ein erheblicher Spielraum verbleibt. Im Rahmen dieser Schätzung sind die medizinischen Nachweise entsprechend zu würdigen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Für Leistungseinschränkungen nach den jeweils anwendbaren AUB trägt grundsätzlich der Versicherer die volle Beweislast, was auch völlig überzeugend und sachgerecht ist. In diesem Rahmen genügt aber nicht eine überwiegende, auf gesicherter Grundlage beruhende Wahrscheinlichkeit, sondern es muss ein Grad an Gewissheit erreicht werden, der Zweifeln Einhalt gebietet, auch wenn nicht völlig ausgeschlossen werden können. Das jeweilige Ergebnis in derartigen Fällen ist indessen eine Frage der Bewertung der jeweiligen Details des Einzelfalles, so dass diese Entscheidung nur die Kriterien für die vorzunehmende Abwägung angegeben kann, ohne diese vorwegzunehmen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=en&amp;amp;sid=95a229b2c8f604dfb5dd16d1857e9e1a&amp;amp;nr=58666&amp;amp;pos=0&amp;amp;anz=1"&gt;Der Volltext ist hier zu finden&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-1181184860220071737?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/1181184860220071737/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/unfallversicherung-beweislast-fur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/1181184860220071737'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/1181184860220071737'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2012/01/unfallversicherung-beweislast-fur.html' title='Unfallversicherung: Beweislast für Leistungskürzungen'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-2152333562556948422</id><published>2011-12-23T14:03:00.000-08:00</published><updated>2011-12-23T14:03:30.853-08:00</updated><title type='text'>BGH entscheidet zur Unverwertbarkeit von polizeilich abgehörten Selbstgesprächen</title><content type='html'>Bundesgerichtshof&lt;br /&gt;Mitteilung der Pressestelle - Nr. 206/2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Angesichts des Sachverhaltes war das Ziel der Ermittlungsbehörden, hier zu einem plausiblen Ermittlungsergebnis zu gelangen durchaus verständlich. Auf der anderen Seiten ziehen die Grundrechten dem Verlangen nach einer effektiven Ermittlung deutliche Grenzen aus bürgerrechtlicher Sicht, denen der Senat mit diesem Urteil überzeugend Rechnung getragen hat.&amp;nbsp;Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;in dieser Sache unter Zurückverweisung an das LG Köln entschieden, dass die Selbstgespräche im konkreten Fall nicht hätten zur&amp;nbsp;Überführung der Angeklagten im Strafprozess hätten verwendet werden&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;dürfen, weil insoweit ein Beweisverwertungsverbot bestand, das sich&amp;nbsp;unmittelbar aus der Verfassung ergab. Mit der heimlichen&amp;nbsp;Aufzeichnung und Verwertung des nichtöffentlich geführten&amp;nbsp;Selbstgesprächs war ein Eingriff in den nach Art. 2 Abs. 1 in Verbindung&amp;nbsp;&amp;nbsp;mit Art. 1 Abs. 1 GG absolut geschützten Kernbereich der Persönlichkeit&amp;nbsp;&amp;nbsp;verbunden. Dieser Kernbereich wird mit dieser Entscheidung auf den Bereich des Selbstkommunikationen ausgeweitet, was zu begrüßen ist, da jedem Menschen ein Kernbereich verbleiben muss, der sich staatlicher Überwachung entzieht, was einen Rechtsstaat übrigens auch von einem autoritären Staat unterscheidet.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat&amp;nbsp;entschieden, dass die Selbstgespräche im konkreten Fall nicht hätten zur&amp;nbsp;&amp;nbsp;Überführung der Angeklagten im Strafprozess hätten verwendet werden&amp;nbsp;dürfen. Insoweit bestand ein Beweisverwertungsverbot, das sich&amp;nbsp;unmittelbar aus der Verfassung ergab. Denn mit der heimlichen&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aufzeichnung und Verwertung des nichtöffentlich geführten&amp;nbsp;Selbstgesprächs war ein Eingriff in den nach Art. 2 Abs. 1 in Verbindung&amp;nbsp;&amp;nbsp;mit Art. 1 Abs. 1 GG absolut geschützten Kernbereich der Persönlichkeit&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;verbunden.&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat auf die Revisionen der drei Angeklagten das Urteil des Landgerichts Köln vom 11.Dezember 2009 aufgehoben, durch welches diese jeweils wegen Mordes zu lebenslanger Freiheitstrafe verurteilt worden waren (vgl. Pressemitteilung Nr. 176/2011).  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach den Feststellungen des Landgerichts tötete einerder Angeklagten seine Ehefrau, nachdem diese sich von ihm getrennt hatte. Er wollte damit verhindern, dass die Geschädigte das gemeinsame Kind mitnehme, das nach dem Willen des Angeklagten im Haushalt seiner mitangeklagten Schwester und deren ebenfalls mitangeklagten Ehemanns aufwachsen sollte. Die beiden Mitangeklagten waren an der Tat zumindest im Vorbereitungsstadium maßgeblich beteiligt; sie handelten, um den Wunsch zu verwirklichen, das Kind der Getöteten selbst aufzunehmen und großzuziehen. Konkrete Feststellungen zur Art der Tötung und zu konkreten Tatbeiträgen konnte das Landgericht nicht treffen, zumal die Leiche des Tatopfers nicht aufzufinden war.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Als eines unter mehreren für die Tatbegehung selbst sowie für die Täterschaft der Angeklagten sprechendes Indiz hat das Landgericht Bemerkungen des Ehemanns der Getöteten gewertet, die dieser bei Selbstgesprächen in seinem PKW gemacht hat. Das Kraftfahrzeug war auf richterliche Anordnung mit technischen Mitteln abgehört worden. Dabei wurden sowohl Gespräche von zwei der Angeklagten bei gemeinsamen Fahrten als auch – bruchstückhaft – Selbstgespräche des angeklagten Ehemanns der Getöteten aufgezeichnet. Auf beides hat das Landgericht die Verurteilung der drei Angeklagten gestützt.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der 2. Strafsenat des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass die Selbstgespräche im konkreten Fall nicht hätten zur Überführung der Angeklagten im Strafprozess hätten verwendet werden dürfen. Insoweit bestand ein Beweisverwertungsverbot, das sich unmittelbar aus der Verfassung ergab. Denn mit der heimlichen Aufzeichnung und Verwertung des nichtöffentlich geführten Selbstgesprächs war ein Eingriff in den nach Art. 2 Abs. 1 in Verbindung mit Art. 1 Abs. 1 GG absolut geschützten Kernbereich der Persönlichkeit verbunden.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Maßgeblich für diese Bewertung des Senats war eine Abwägung und Gesamtbetrachtung der maßgeblichen Umstände des konkreten Falles. Denn nicht jedes Selbstgespräch einer Person ist ohne Weiteres dem vor staatlichen Eingriffen absolut geschützten Kernbereich der Persönlichkeit zuzuordnen. Andererseits muss nach den Grundätzen des Schutzes der Menschenwürde und der Freiheit der Person ein Kernbereich privater Lebensgestaltung und Lebensäußerung verbleiben, in welchen der Staat auch zur Aufklärung schwerer Straftaten nicht eingreifen darf.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der Grundsatz, dass "die Gedanken frei" und dem staatlichen Zugriff nicht zugänglich sind, beschränkt sich nicht allein auf innere Denkvorgänge , sondern erfasst auch ein in – unbewussten oder bewussten, unwillkürlich oder willkürlich geführten – Selbstgesprächen formuliertes Aussprechen von Gedanken, bei welchem sich die Person als "allein mit sich selbst" empfindet.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Wichtige Kriterien für die Entscheidung, ob Äußerungen in Selbstgesprächen diesem innersten, unantastbaren Bereich der Persönlichkeit zuzuordnen sind, sind namentlich  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;die Eindimensionalität der Selbstkommunikation, also die Äußerung ohne kommunikativen Bezug;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;die Nichtöffentlichkeit der Äußerungssituation und das Maß des berechtigten Vertrauens der Person darauf, an dem jeweiligen Ort vor staatlicher Überwachung geschützt zu sein;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;die mögliche Unbewusstheit der verbalen Äußerung;  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;die Identität der Äußerung mit den inneren Gedanken ,  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;die Äußerungsform als bruchstückhafter, auslegungsfähiger oder –bedürftiger Ausschnitt eines "Gedankenflusses". &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;In der Flüchtigkeit und Bruchstückhaftigkeit des in Selbstgesprächen  gesprochenen Worts ohne kommunikativen Bezug liegen nach Ansicht des Senats auch rechtlich erhebliche Unterschiede etwa zu Eintragungen in Tagebüchern. Aus dem Umstand, dass eine Äußerung innerhalb des nach Art. 13 GG geschützten Bereichs der Wohnung fällt, lässt sich nach der gesetzlichen Systematik zwar ein verstärkendes Indiz für die Zuordnung zum geschützten Kernbereich ableiten. Auch außerhalb der Wohnung ist dieser Kernbereich aber absolut geschützt, wenn andere der genannten Gesichtspunkte in der Wertung überwiegen. So lag es in dem vom 2. Strafsenat entschiedenen Fall. Der gegen die Zuordnung zum Kernbereich der Persönlichkeit sprechende Sozialbezug der Äußerungen, der in ihrem möglichen oder tatsächlichen Bezug auf eine schwere Straftat lag, trat dagegen zurück.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Aus der Verletzung des von Art. 1 Abs. 1 und 2 Abs. 1 GG geschützten Kernbereichs der Persönlichkeit ergab sich danach ein absolutes Verwertungsverbot für die bei den Selbstgesprächen aufgezeichneten Äußerungen. Dieses Verwertungsverbot wirkt auch in Bezug auf die beiden Mitangeklagten. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Die Sache muss demnach erneut vor dem Landgericht Köln verhandelt werden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil vom 22. Dezember 2011 – 2 StR 509/10 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Landgericht Köln – Urteil vom 11. Dezember 2009 - 90 Js 196/07 105 – 19/08 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 22. Dezember 2011 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-2152333562556948422?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/2152333562556948422/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/12/bgh-entscheidet-zur-unverwertbarkeit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2152333562556948422'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2152333562556948422'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/12/bgh-entscheidet-zur-unverwertbarkeit.html' title='BGH entscheidet zur Unverwertbarkeit von polizeilich abgehörten Selbstgesprächen'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-7940232318398724067</id><published>2011-12-23T13:48:00.000-08:00</published><updated>2011-12-23T13:48:31.509-08:00</updated><title type='text'>BGH: Nacherfüllung durch "Lieferung einer mangelfreien Sache" erfasst Ausbau und Abtransport der mangelhaften Kaufsache</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshof&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mitteilung der Pressestelle - Nr. 202/2011&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In Umsetzung einer Entscheidung des EuGH hat der Bundesgerichtshof nunmehr grds. zugunsten der Verbraucher dahingehend entschieden, dass § 439 Abs. 1 Alt. 2 BGB* richtlinienkonform dahin auszulegen ist, dass die dort genannte Nacherfüllungsvariante "Lieferung einer mangelfreien Sache" auch den Ausbau und den Abtransport der mangelhaften Kaufsache grundsätzlich erfasst, wobei Ausnahmen wegen der Schranke des "angemessenen Betrags" bei der Kostenerstattung denkbar sind:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;" Das dem Verkäufer in § 439 Abs. 3 Satz 3 BGB* eingeräumte Recht, die Nacherfüllung wegen (absolut) unverhältnismäßiger Kosten zu verweigern, ist beim Verbrauchsgüterkauf (§ 474 Abs. 1 Satz 1 BGB) im Wege der richtlinienkonformen Rechtsfortbildung dahingehend einzuschränken, dass ein Verweigerungsrecht des Verkäufers nicht besteht, wenn nur eine Art der Nacherfüllung möglich ist oder der Verkäufer die andere Art der Nacherfüllung zu Recht verweigert. In diesen Fällen beschränkt sich das Recht des Verkäufers, die Nacherfüllung in Gestalt der Ersatzlieferung wegen unverhältnismäßiger Kosten zu verweigern, auf das Recht, den Käufer bezüglich des Ausbaus der mangelhaften Kaufsache und des Einbaus der als Ersatz gelieferten Kaufsache auf die Kostenerstattung in Höhe eines angemessenen Betrages zu verweisen. Bei der Bemessung dieses Betrags sind der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand und die Bedeutung des Mangels zu berücksichtigen. Die Beschränkung auf eine Kostenbeteiligung des Verkäufers darf allerdings nicht dazu führen, dass das Recht des Käufers auf Erstattung der Aus- und Einbaukosten ausgehöhlt wird."&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Richtlinienkonforme Auslegung des § 439 Abs. 1 BGB: Nacherfüllung durch "Lieferung einer mangelfreien Sache" erfasst Ausbau und Abtransport der mangelhaften Kaufsache  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der Bundesgerichtshof hat in Umsetzung eines Urteils des Gerichtshofs der Europäischen Union zur Auslegung der Richtlinie 1999/44/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Mai 1999 zu bestimmten Aspekten des Verbrauchsgüterkaufes und der Garantien für Verbrauchsgüter (ABl. EG Nr. L 171 S. 12; Verbrauchsgüterkaufrichtlinie) über den Umfang der den Verkäufer bei der Nacherfüllung nach §&amp;nbsp;439 Abs. 1 BGB* treffenden Pflichten sowie die Reichweite der dem Verkäufer nach §&amp;nbsp;439 Abs. 3 BGB* zustehenden Einrede der Unverhältnismäßigkeit entschieden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der Kläger erwarb von der Beklagten, die einen Baustoffhandel betreibt, Bodenfliesen zum Preis von 1.191,61 € netto. Nachdem er die Fliesen in seinem Wohnhaus hatte verlegen lassen, zeigten sich Mängel, deren Beseitigung nicht möglich ist. Der Kläger hat deswegen von der Beklagten die Lieferung neuer Fliesen sowie die Zahlung der Kosten für den Ausbau der mangelhaften Fliesen und den Einbau neuer Fliesen in Höhe von 5.830,57 € begehrt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Das Landgericht hat der Klage aus dem – vom Kläger nicht geltend gemachten – Gesichtspunkt der Minderung in Höhe von 273,10 € stattgegeben und sie im Übrigen abgewiesen. Auf die Berufung des Klägers hat das Oberlandesgericht die Beklagte zur Lieferung neuer Fliesen und zur Zahlung der Ausbaukosten in Höhe von 2.122,37 € verurteilt. Die dagegen gerichtete Revision der Beklagten hatte überwiegend Erfolg. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Zunächst hatte der unter anderem für das Kaufrecht zuständige VIII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs das Verfahren mit Beschluss vom 14. Januar 2009 ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europäischen Union zwei Fragen zur Vorabentscheidung vorgelegt. Zum einen musste geklärt werden, ob Art. 3 Abs. 2 und Abs. 3 der Verbrauchsgüterkaufrichtlinie** dahingehend auszulegen ist, dass der Verkäufer im Falle einer Ersatzlieferung die Kosten des Ausbaus des mangelhaften Verbrauchsguts aus einer Sache, in die es der Verbraucher gemäß dessen Art und Verwendungszweck eingebaut hat, tragen muss. Zum anderen sollte klargestellt werden, ob eine nationale Vorschrift wie § 439 Abs. 3 BGB*, die es dem Verkäufer einer mangelhaften Kaufsache erlaubt, die vom Käufer gewählte Art der Nacherfüllung (vgl. §&amp;nbsp;439 Abs. 1 BGB*) zu verweigern, wenn sie ihm Kosten verursachen würde, die verglichen mit dem Wert der mangelfreien Sache und der Bedeutung des Mangels (absolut) unverhältnismäßig wären, mit der Verbrauchsgüterkaufrichtlinie in Einklang steht (Mitteilung der Pressestelle Nr. 8/2009). &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der Gerichtshof der Europäischen Union hat hierüber durch Urteil vom 16. Juni 2011 entschieden und die vorgelegten Fragen wie folgt beantwortet: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;"Art. 3 Abs. 2 und 3 der Richtlinie 1999/44/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 25. Mai 1999 zu bestimmten Aspekten des Verbrauchsgüterkaufs und der Garantien für Verbrauchsgüter ist dahin auszulegen, dass, wenn der vertragsgemäße Zustand eines vertragswidrigen Verbrauchsguts, das vor Auftreten des Mangels vom Verbraucher gutgläubig gemäß seiner Art und seinem Verwendungszweck eingebaut wurde, durch Ersatzlieferung hergestellt wird, der Verkäufer verpflichtet ist, entweder selbst den Ausbau dieses Verbrauchsgutes aus der Sache, in die es eingebaut wurde, vorzunehmen und das als Ersatz gelieferte Verbrauchsgut in diese Sache einzubauen, oder die Kosten zu tragen, die für diesen Ausbau und den Einbau des als Ersatz gelieferten Verbrauchsguts notwendig sind. Diese Verpflichtung des Verkäufers besteht unabhängig davon, ob er sich im Kaufvertrag verpflichtet hatte, das ursprünglich gekaufte Verbrauchsgut einzubauen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Art. 3 Abs. 3 der Richtlinie 1999/44/EG ist dahin auszulegen, dass er ausschließt, dass eine nationale gesetzliche Regelung dem Verkäufer das Recht gewährt, die Ersatzlieferung für ein vertragswidriges Verbrauchsgut als einzig mögliche Art der Abhilfe zu verweigern, weil sie ihm wegen der Verpflichtung, den Ausbau dieses Verbrauchsguts aus der Sache, in die es eingebaut wurde, und den Einbau des als Ersatz gelieferten Verbrauchsguts in diese Sache vorzunehmen, Kosten verursachen würde, die verglichen mit dem Wert, den das Verbrauchsgut hätte, wenn es vertragsgemäß wäre, und der Bedeutung der Vertragswidrigkeit unverhältnismäßig wären. Art. 3 Abs. 3 schließt jedoch nicht aus, dass der Anspruch des Verbrauchers auf Erstattung der Kosten für den Ausbau des mangelhaften Verbrauchsguts und den Einbau des als Ersatz gelieferten Verbrauchsguts in einem solchen Fall auf die Übernahme eines angemessenen Betrags durch den Verkäufer beschränkt wird." &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Nunmehr hat der Bundesgerichtshof entschieden, dass § 439 Abs. 1 Alt. 2 BGB* richtlinienkonform dahin auszulegen ist, dass die dort genannte Nacherfüllungsvariante "Lieferung einer mangelfreien Sache" auch den Ausbau und den Abtransport der mangelhaften Kaufsache erfasst. Das dem Verkäufer in § 439 Abs. 3 Satz 3 BGB* eingeräumte Recht, die Nacherfüllung wegen (absolut) unverhältnismäßiger Kosten zu verweigern, ist beim Verbrauchsgüterkauf (§ 474 Abs. 1 Satz 1 BGB) im Wege der richtlinienkonformen Rechtsfortbildung dahingehend einzuschränken, dass ein Verweigerungsrecht des Verkäufers nicht besteht, wenn nur eine Art der Nacherfüllung möglich ist oder der Verkäufer die andere Art der Nacherfüllung zu Recht verweigert. In diesen Fällen beschränkt sich das Recht des Verkäufers, die Nacherfüllung in Gestalt der Ersatzlieferung wegen unverhältnismäßiger Kosten zu verweigern, auf das Recht, den Käufer bezüglich des Ausbaus der mangelhaften Kaufsache und des Einbaus der als Ersatz gelieferten Kaufsache auf die Kostenerstattung in Höhe eines angemessenen Betrages zu verweisen. Bei der Bemessung dieses Betrags sind der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand und die Bedeutung des Mangels zu berücksichtigen. Die Beschränkung auf eine Kostenbeteiligung des Verkäufers darf allerdings nicht dazu führen, dass das Recht des Käufers auf Erstattung der Aus- und Einbaukosten ausgehöhlt wird. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;* &lt;b&gt;§ 439 BGB: Nacherfüllung &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;(1) Der Käufer kann als Nacherfüllung nach seiner Wahl die Beseitigung des Mangels oder die Lieferung einer mangelfreien Sache verlangen.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;(2) Der Verkäufer hat die zum Zwecke der Nacherfüllung erforderlichen Aufwendungen, insbesondere Transport-, Wege-, Arbeits- und Materialkosten zu tragen.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;(3) Der Verkäufer kann die vom Käufer gewählte Art der Nacherfüllung unbeschadet des § 275 Abs.&amp;nbsp; 2 und 3 verweigern, wenn sie nur mit unverhältnismäßigen Kosten möglich ist. Dabei sind insbesondere der Wert der Sache in mangelfreiem Zustand, die Bedeutung des Mangels und die Frage zu berücksichtigen, ob auf die andere Art der Nacherfüllung ohne erhebliche Nachteile für den Käufer zurückgegriffen werden könnte. Der Anspruch des Käufers beschränkt sich in diesem Fall auf die andere Art der Nacherfüllung; das Recht des Verkäufers, auch diese unter den Voraussetzungen des Satzes&amp;nbsp;1 zu verweigern, bleibt unberührt.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;&amp;nbsp;(4) (…) &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;b&gt;&lt;br /&gt;&lt;/b&gt;&lt;br /&gt;&lt;b&gt;** Art.&amp;nbsp;3 ("Rechte des Verbrauchers")  &lt;/b&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;°°(1) Der Verkäufer haftet dem Verbraucher für jede Vertragswidrigkeit, die zum Zeitpunkt der Lieferung des Verbrauchsgutes besteht.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;°°(2) Bei Vertragswidrigkeit hat der Verbraucher entweder Anspruch auf die unentgeltliche Herstellung des vertragsgemäßen Zustands des Verbrauchsgutes durch Nachbesserung oder Ersatzlieferung nach Maßgabe des Absatzes 3 oder auf angemessene Minderung des Kaufpreises oder auf Vertragsauflösung in Bezug auf das betreffende Verbrauchsgut nach Maßgabe der Absätze 5 und&amp;nbsp;6.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;(3) Zunächst kann der Verbraucher vom Verkäufer die unentgeltliche Nachbesserung des Verbrauchsgutes oder eine unentgeltliche Ersatzlieferung verlangen, sofern dies nicht unmöglich oder unverhältnismäßig ist.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine Abhilfe gilt als unverhältnismäßig, wenn sie dem Verkäufer Kosten verursachen würde, die (...) verglichen mit der alternativen Abhilfemöglichkeit unzumutbar wären.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Nachbesserung oder die Ersatzlieferung muss innerhalb einer angemessenen Frist und ohne erhebliche Unannehmlichkeiten für den Verbraucher erfolgen, wobei die Art des Verbrauchsgutes sowie der Zweck, für den der Verbraucher das Verbrauchsgut benötigte, zu berücksichtigen sind.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;(4) (…) &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Urteil vom 21. Dezember 2011 – VIII ZR 70/08 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Kassel – Urteil vom 24. November 2006 – 4 O 1248/06 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;OLG Frankfurt am Main – Urteil vom 14. Februar 2008 – 15 U 5/07  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;(veröffentlicht in ZGS 2008, 315 = OLGR 2008, 325) &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;BGH – Beschluss vom 14. Januar 2009 – VIII ZR 70/08 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;(veröffentlicht unter anderem in NJW 2009, 1660) &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;EuGH – Urteil vom 16. Juni  2011, Rs. C-65/09 und C-87/09 – Gebr. Weber GmbH/Jürgen Wittmer und Ingrid Putz/Medianess Electronics GmbH &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;(veröffentlicht unter anderem in NJW 2011, 2269) &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 21. Dezember 2012 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-7940232318398724067?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/7940232318398724067/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/12/bgh-nacherfullung-durch-lieferung-einer.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/7940232318398724067'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/7940232318398724067'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/12/bgh-nacherfullung-durch-lieferung-einer.html' title='BGH: Nacherfüllung durch &quot;Lieferung einer mangelfreien Sache&quot; erfasst Ausbau und Abtransport der mangelhaften Kaufsache'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-5026950570490829910</id><published>2011-12-23T13:08:00.000-08:00</published><updated>2011-12-23T13:08:35.848-08:00</updated><title type='text'>Bundesgerichtshof zur "Neuwagen"-Eigenschaft eines Vorführwagens</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshof&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mitteilung der Pressestelle - Nr. 207/2011 vom 23.12.2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;KfZ - Händler gehen mit den werberechtlichen Anforderungen an ihre werblichen Angebote im Internet mitunter etwas "lax" um. Die Pkw - EnVkV&amp;nbsp;&amp;nbsp;(Pkw-Energieverbrauchskennzeichnungsverordnung) ist in der Branche immer noch nicht so recht bekannt, obwohl sie zwingend Beachtung finden sollte. Der BGH hat sich jetzt auf den Standpunkt gestellt, dass diese VO unter dem Aspekt des Rechtsbruchs nach § 4. Nr. 11 UWG auch wettbewerbsrechtlich relevant ist, so dass bei Nichtbeachtung dieser Anforderungen sich erhebliche Abmahnrisiken ergeben, wie dieses Urteil zeigt. Die europarechtlich geprägte Auslegung dieser VO führt zu erheblichen Abweichungen hinsichtlich der überkommenen kaufrechtlichen Terminologie.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der unter anderem für das Wettbewerbsrecht zuständige I. Zivilsenats des Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass die Verpflichtung, in der Werbung für Neuwagen Angaben zum Kraftstoffverbrauch des angebotenen Fahrzeugs zu machen, auch für Vorführwagen gelten kann.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Beklagte bot am 20. April 2009 auf einer Internet-Verkaufsplattform ein Fahrzeug an, das u.a. wie folgt beschrieben war: "Vorführfahrzeug …, EZ 3/2009, 500 km". Angaben zum Kraftstoffverbrauch und zu den CO2-Emissionen, wie sie § 1 der (Pkw-EnVKV) für die Werbung für "neue Personenkraftwagen" vorsieht, enthielt die Anzeige nicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Kläger, der Verband Sozialer Wettbewerb, sieht hierin einen Verstoß gegen die in § 1 Pkw-EnVKV geregelte Informationspflicht und gleichzeitig einen Verstoß gegen das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb (UWG). Er hat die Beklagte daher auf Unterlassung in Anspruch genommen. Das Landgericht Mainz hat der Klage stattgegeben. Das Oberlandesgericht Koblenz hat dieses Urteil auf die Berufung der Beklagten aufgehoben und die Klage abgewiesen. Bei dem angebotenen Fahrzeug habe es sich nicht um einen Neuwagen gehandelt, weil es bereits als Vorführwagen im Straßenverkehr genutzt worden sei und auch schon eine Laufleistung von 500 km aufgewiesen habe.  Der Bundesgerichtshof hat auf die Revision des Klägers das der Klage stattgebende erstinstanzliche Urteil wiederhergestellt. Ob die neuen Kriterien des BGH - der insoweit eine 1.000 hm - Grenze zieht - für die Abgrenzung zwischen einer Zwischennutzungsabsicht und einer Weiterverkaufsabsicht wirklich für die Praxis tragfähig sind, ist allerdings angesichts der Starre des Kriteriums gewissen Zweifeln ausgesetzt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die in Rede stehende Verordnung, mit der eine Richtlinie der Europäischen Union umgesetzt worden ist, enthält in § 2 eine eigenständige Definition des Begriffs des neuen Personenkraftwagens und fasst darunter alle "Kraftfahrzeuge …, die noch nicht zu einem anderen Zweck als dem des Weiterverkaufs oder der Auslieferung verkauft wurden". Aus diesem Grund kann nicht auf den im nationalen Recht entwickelten Begriff des Neuwagens zurückgegriffen werden, den der Bundesgerichtshof im Kaufrecht bei der Frage der zugesicherten Eigenschaft oder im Wettbewerbsrecht bei der Frage der Irreführung zugrunde legt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die gesetzliche Definition stellt an sich auf die Motivlage bei der Anschaffung des Fahrzeugs ab. Dabei kommt es indessen - so der Bundesgerichtshof - nicht auf die konkreten Vorstellungen an, die sich der Händler beim Erwerb des Fahrzeugs macht und die ohnehin kaum ermittelt werden könnten. Entscheidend sind vielmehr objektivierbare Umstände, aus denen sich ergibt, dass das betreffende Fahrzeug alsbald verkauft werden soll, ohne dass damit eine kurzfristige Zwischennutzung im Betrieb des Händlers - etwa als Vorführwagen - ausgeschlossen wäre. Als objektiven Umstand hat der Bundesgerichtshof auf die Kilometerleistung abgestellt: Bietet ein Händler ein Fahrzeug mit einer geringen Kilometerleistung (bis 1000 km) an, ist davon auszugehen, dass er dieses Fahrzeugs zum Zwecke des Weiterverkaufs erworben hat.&amp;nbsp;Liegt die Kilometerleistung des angebotenen Fahrzeugs darüber, spricht dies dafür, dass der Händler das Fahrzeug (auch) zu einem anderen Zweck als dem des Weiterverkaufs - nämlich für die nicht ganz unerhebliche Eigennutzung - erworben hat.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil vom 21. Dezember 2011  I ZR 190/10&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;LG Mainz - Urteil vom 30. März 2010 - 10 HKO 80/09&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;OLG Koblenz - Urteil vom 13. Oktober 2010 - 9 U 518/10&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 23. Dezember 2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-5026950570490829910?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/5026950570490829910/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/12/bundesgerichtshof-zur-neuwagen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/5026950570490829910'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/5026950570490829910'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/12/bundesgerichtshof-zur-neuwagen.html' title='Bundesgerichtshof zur &quot;Neuwagen&quot;-Eigenschaft eines Vorführwagens'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-6810899214122893161</id><published>2011-12-04T10:51:00.001-08:00</published><updated>2011-12-04T11:23:27.147-08:00</updated><title type='text'>Post vom "Gelben Branchenbuch" :-)</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es geht auf Weihnachten zu und es ist die Zeit der Spendenaufrufe. In diesem Sinne habe ich diese Woche ein Fax interpretiert, dass zur Teilnahme an einem "Gelben Branchenbuch" für mindestens zwei Jahre Laufzeit zum Monatspreis von 85 Euro einlud. Manche nennen das auch "&lt;a href="http://rechtsanwalt-czap.de/rechtsgebiete/anzeigenbetrug/rechtsprechung.html"&gt;Anzeigenbetrug&lt;/a&gt;" (der Link führt zu einer umfangreichen Urteilsdatenbank für den deutschen Bereich, die sehr empfehlenswert ist).&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Laufzeiten sind - ziemlich kleingedruckt und leicht überlesbar, auch für Unternehmer - meist ähnlich geregelt:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Die Vertragslaufzeit beträgt zwei Jahre und verlängert sich jeweils um ein weiteres Jahr, wenn nicht spätetestens drei Monate vor Ablauf der jeweiligen Vertragslaufzeit schriftlich per Brief gekündigt wird"&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aus der Urteilspraxis in Deutschland, die den einschlägigen Anbietern nicht mehr so sonderlich wohlgesonnen ist, hat mancher Anbieter scheinbar interessante Konsequenzen gezogen. Der Unternehmenssitz wird im aktuellen Fall mit jetzt (Fax und Internetseiten differieren hier etwas) mit&amp;nbsp;Providence,&amp;nbsp;Mahé,&amp;nbsp;Seychelles angegeben, allerdings ohne das dortige Recht vereinbaren zu wollen. Nein, die Anbieter wollen uns Europäern schon etwas entgegenkommen, indem folgendes in den AGB enthalten ist:&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Gerichtsstand ist Budapest, Ungarn. Es gilt &lt;a href="http://www.dashconsult.com/index.php/2010120175/News-Links/Neues-ungarisches-Zivilgesetzbuch.html"&gt;ungarisches Recht&lt;/a&gt; als vereinbart."&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit einer gewerblich, freiberuflich oder unternehmerisch tätigen Zielgruppe lässt sich derartiges möglicherweise nach den Regelungen des IPR wirksam vereinbaren, was man hier dahinstehen lassen kann. &amp;nbsp;Es mutet indessen seltsam an, gerade eine solche Rechtswahl bei einer deutschen Zielgruppe zu treffen, die auch darauf zielen könnte, sich ungarische Zahlungstitel zu verschaffen, um diese nach der &lt;a href="http://dejure.org/gesetze/EuGVVO"&gt;EuGVVO &lt;/a&gt;in Deutschland vollstrecken zu lassen. Gleichzeitig glaubt man damit die deutschen Gerichte "ausschalten" zu können. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Gleichzeitig wird darauf hingewiesen, dass keine Identität mit den Angeboten der DeTeWe-Medien besteht, deren Datenbestand scheinbar fleissig genutzt wird, so dass die Möglichkeit eines Domainwechsels nicht ausgeschlossen wird.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Wohl dem, der solchen Fax-Spam ignoriert, da ein Vorgehen gegen dieser Spammer in wettbewerbsrechtlicher Hinsicht derzeit ohne intensive Ermittlungen schwierig sein dürfte.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-6810899214122893161?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/6810899214122893161/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/12/post-vom-gelben-branchenbuch.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6810899214122893161'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6810899214122893161'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/12/post-vom-gelben-branchenbuch.html' title='Post vom &quot;Gelben Branchenbuch&quot; :-)'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-2822257816414963790</id><published>2011-12-01T13:50:00.001-08:00</published><updated>2011-12-01T14:09:11.283-08:00</updated><title type='text'>EuGH: Eine Porträtfotografie genießt denselben urheberrechtlichen Schutz wie jedes andere Werk</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;EuGH, PRESSEMITTEILUNG Nr. 132/11 -&amp;nbsp;Luxemburg, den 1. Dezember 2011&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil in der Rechtssache C-145/10&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eva-Maria Painer /&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Standard VerlagsGmbH, Axel Springer AG, Süddeutsche Zeitung GmbH, Spiegel-Verlag Rudolf Augstein GmbH &amp;amp; Co KG et Verlag M. DuMont Schauberg Expedition der Kölnischen Zeitung GmbH &amp;amp; Co KG&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Einsicht, dass Portraitfotos von professionellen Fotografen als Lichtbildwerke urheberrechtlich geschützt sind, ist sicherlich nicht so ganz neu, wird aber durch den EuGH für den Bereich der gesamten EU klargestellt. Fotografen müssen von ihrer Arbeit leben können, aber ihre Werke werden vielerorts von Dritten präsentiert, die nicht einmal die Quelle nennen. Letzteres trifft Fotokünstler oftmals schwerer als der Eingriff in das Vervielfältigungsrecht an sich. Indessen häufen sich Fälle, in denen auch größere Unternehmen im Pressebereich bei freien Journalisten oder Fotographen Leistungen ohne Lizenz und ohne Urheberbenennung "abschöpfen". Wer sich wehrt, kommt mitunter als "Lieferant" nicht mehr in Betracht. Es ist angesichts derartiger Arbeitsbedingungen in diesem Bereich kein Wunder, wenn insbesondere freiberuflich tätige Pressefotographen Lizenzgebühren einfordern, wie dies vorliegend der Fall ist. Allerdings machte der EuGH hier interessante und völlig angemessene Einschränkungen für Fälle, in denen die Veröffentlichung erforderlich ist, um eine vermisste - oder sonst von einer schweren Straftat bedrohte, wie man ergänzen sollte - Person aufzufinden. Infolgedessen lassen sich insbesondere Art und Umfang des Schadensersatzanspruches in diesem Fall erst nach der Entscheidung des Handelsgerichts Wien beurteilen, das diesen Fall völlig zu Recht dem EuGH vorgelegt hat.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;Eine Porträtfotografie genießt denselben urheberrechtlichen Schutz wie jedes andere Werk.&amp;nbsp;Die Medien dürfen eine solche Fotografie jedoch ohne Zustimmung ihres Urhebers veröffentlichen, wenn die Veröffentlichung im Rahmen kriminalpolizeilicher Ermittlungen der Polizei helfen soll, eine vermisste Person wiederzufinden.&lt;/div&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Frau Painer ist selbständige Fotografin und fotografiert u. a. Kinder in Kindergärten und Horten. Im Rahmen ihrer Tätigkeit hat sie mehrere Fotografien von Natascha K. gemacht (und dabei den Hintergrund entworfen, die Position und den Gesichtsausdruck bestimmt, den Fotoapparat bedient und die Fotos entwickelt).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nachdem Natascha K. 1998 im Alter von zehn Jahren entführt worden war, erließ die österreichische Polizei einen Fahndungsaufruf, für den die Fotos von Frau Painer verwendet wurden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach der Flucht von Natascha K. im Jahr 2006 und vor ihrem ersten öffentlichen Auftreten veröffentlichten fünf Presseverlage – vier deutsche und ein österreichischer – diese Fotos in bekannten Zeitungen bzw. Zeitschriften1 und auf Internetseiten, jedoch ohne Angabe des Namens der Urheberin der Fotos bzw. unter Angabe eines anderen Namens als desjenigen von Frau Painer als Urheberin.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mehrere dieser Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichten außerdem ein durch digitale Bearbeitung eines dieser Fotos hergestelltes Porträt, das, da es bis zu dem ersten öffentlichen Auftreten von Natascha K. keine aktuellen Fotos von ihr gab, ihr vermutetes Aussehen wiedergab.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Da Frau Painer der Auffassung war, dass mit der Veröffentlichung dieser Fotos ihr Urheberrecht verletzt worden sei, beantragte sie bei den österreichischen Gerichten, den Presseverlagen aufzugeben, es zu unterlassen, die Fotos und das Phantombild ohne ihre Zustimmung und ohne Angabe ihres Namens als Urheberin zu vervielfältigen und/oder zu verbreiten. Sie verlangte auch eine angemessenes Entgelt und Schadensersatz.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="margin-bottom: 0px; margin-left: 0px; margin-right: 0px; margin-top: 0px; text-align: justify;"&gt;Es handelt sich um die Tageszeitungen Der Standard, Süddeutsche Zeitung, Express, Bild und Die Welt sowie die Wochenzeitschrift Der Spiegel.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Handelsgericht Wien (Österreich), bei dem der Rechtsstreit anhängig ist, möchte vom Gerichtshof wissen, ob das Unionsrecht Porträtaufnahmen einen schwächeren urheberrechtlichen Schutz gewährt, weil sie „wirklichkeitsgetreu“ seien und geringere künstlerische Gestaltungsmöglichkeiten aufwiesen. Ferner möchte das österreichische Gericht wissen, unter welchen Umständen die Medien solche Aufnahmen ohne Zustimmung ihres Urhebers für kriminalpolizeiliche Ermittlungen verwenden dürfen. Außerdem ersucht es den Gerichtshof um Klärung, unter welchen Umständen ein geschütztes Werk zitiert werden darf.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In seinem Urteil vom heutigen Tag führt der Gerichtshof zunächst aus, dass das Urheberrecht nur Objekte schützt, bei denen es sich um ein Original in dem Sinne handelt, dass es eine eigene geistige Schöpfung seines Urhebers darstellt. Eine eigene geistige Schöpfung des Urhebers liegt&amp;nbsp;vor, wenn darin seine Persönlichkeit zum Ausdruck kommt. Dies ist dann der Fall, wenn der Urheber bei der Herstellung des Werks seine schöpferischen Fähigkeiten zum Ausdruck bringen konnte, indem er frei kreative Entscheidungen trifft.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Gerichtshof stellt fest, dass der Urheber einer Porträtfotografie bei deren Herstellung auf mehrfache Weise und zu unterschiedlichen Zeitpunkten frei kreative Entscheidungen treffen kann. So kann er in der Vorbereitungsphase über die Gestaltung, die Haltung der zu fotografierenden Person oder die Beleuchtung entscheiden. Bei der Aufnahme des Porträts kann der Urheber den Bildausschnitt, den Blickwinkel oder auch die Atmosphäre wählen. Schließlich kann er bei der Herstellung des Abzugs unter den verschiedenen bestehenden Entwicklungstechniken diejenige wählen, die er einsetzen möchte, oder gegebenenfalls Software verwenden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Urheber einer Porträtfotografie kann mit diesen unterschiedlichen Entscheidungen dem geschaffenen Werk somit seine „persönliche Note“ verleihen. Daher ist eine Porträtfotografie urheberrechtlich geschützt, wenn sie Ausdruck der schöpferischen Fähigkeiten ihres Urhebers ist. Der Gerichtshof hebt außerdem hervor, dass dieser Schutz demjenigen entspricht, der anderen Werken, auch fotografischen Werken, zukommt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Sodann weist der Gerichtshof darauf hin, dass der Umfang des urheberrechtlichen Schutzes nach dem Unionsrecht2 ausnahmsweise eingeschränkt sein kann, wenn das geschützte Werk zu Zwecken der öffentlichen Sicherheit genutzt wird, insbesondere bei kriminalpolizeilichen Ermittlungen zur Wiederauffindung einer vermissten Person. Hierzu führt der Gerichtshof aus, dass nur Staaten – und nicht Presseverlage – als fähig und verantwortlich dafür anzusehen sind, die öffentliche Sicherheit durch passende Maßnahmen wie etwa einen Fahndungsaufruf sicherzustellen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es lässt sich jedoch nicht ausschließen, dass ein Presseverlag im Einzelfall zur Erreichung eines Ziels der öffentlichen Sicherheit beitragen kann, indem er z. B. eine Fotografie einer gesuchten Person veröffentlicht. Diese Initiative der Medien muss allerdings im Zusammenhang mit dem Vorgehen der nationalen Behörden stehen, und sie muss im Einvernehmen und in Absprache mit ihnen ergriffen werden, soll sie nicht deren Maßnahmen zuwiderlaufen. Der Gerichtshof weist aber auch darauf hin, dass bei Ermittlungen eine Fotografie von den Medien veröffentlicht werden kann, ohne dass zuvor ein konkreter, aktueller und ausdrücklicher Aufruf der Sicherheitsbehörden hierzu ergangen wäre.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schließlich stellt der Gerichtshof zur Zitierung von geschützten Werken fest, dass Werke, die der Öffentlichkeit bereits rechtmäßig zugänglich gemacht worden sind, zitiert werden dürfen, sofern die Quelle, einschließlich des Namens des Urhebers angegeben wird, es sei denn, dass sich dies als unmöglich erweist.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In diesem Zusammenhang geht der Gerichtshof auf das Vorbringen der Presseverlage ein, sie hätten Frau Painers Fotos von einer Presseagentur erhalten, aber Schwierigkeiten gehabt, die Urheberin zu ermitteln, und ihren Namen auf den Fotos nicht angeben können. Der Gerichtshof führt aus, dass die Presseagentur – sofern sie nicht rechtswidrig, d. h. ohne Zustimmung der Urheberin, in den Besitz dieser Fotos gelangt ist – den Verlagen den Namen der Urheberin mitteilen musste. Daher waren auch die Verlage gehalten, ihn in ihren Zeitungen anzugeben.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es ist jedoch, so der Gerichtshof, auch möglich, dass es die nationalen Sicherheitsbehörden waren, die die Fotos von Frau Painer der Öffentlichkeit zugänglich gemacht haben. Dabei musste der Name der Urheberin nicht angegeben werden. In diesem Fall ist, sofern der Name der Urheberin nicht angegeben wurde, nur die Angabe der Quelle dieser Fotografien, nicht aber die Angabe des Namens ihrer Urheberin erforderlich.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;HINWEIS: Im Wege eines Vorabentscheidungsersuchens können die Gerichte der Mitgliedstaaten in einem bei ihnen anhängigen Rechtsstreit dem Gerichtshof Fragen nach der Auslegung des Unionsrechts oder nach&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;der Richtlinie 2001/29/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 22. Mai 2001 zur Harmonisierung bestimmter Aspekte des Urheberrechts und der verwandten Schutzrechte in der Informationsgesellschaft (ABl. L 167, S. 10)&amp;nbsp;der Gültigkeit einer Handlung der Union vorlegen. Der Gerichtshof entscheidet nicht über den nationalen Rechtsstreit. Es ist Sache des nationalen Gerichts, über die Rechtssache im Einklang mit der Entscheidung des Gerichtshofs zu entscheiden. Diese Entscheidung des Gerichtshofs bindet in gleicher Weise andere nationale Gerichte, die mit einem ähnlichen Problem befasst werden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zur Verwendung durch die Medien bestimmtes nichtamtliches Dokument, das den Gerichtshof nicht bindet.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Volltext des Urteils wird am Tag der Verkündung auf der Curia-Website veröffentlicht&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://www.curia.eu/"&gt;www.curia.eu&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2_16799"&gt;http://curia.europa.eu/jcms/jcms/Jo2_16799&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-2822257816414963790?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/2822257816414963790/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/12/eugh-eine-portratfotografie-geniet.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2822257816414963790'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2822257816414963790'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/12/eugh-eine-portratfotografie-geniet.html' title='EuGH: Eine Porträtfotografie genießt denselben urheberrechtlichen Schutz wie jedes andere Werk'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4926794955376055529</id><published>2011-11-29T14:10:00.001-08:00</published><updated>2011-11-29T14:31:53.437-08:00</updated><title type='text'>Bundesgerichtshof entscheidet Streit über Nachlass des Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;BGH - Mitteilung der Pressestelle Nr. 188/2011 &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Siegfried Unseld war ein Verleger, der die Geistesgeschichte der Bundesrepublik Deutschland während seines Lebens nachhaltig geprägt hat. Im Hause Suhrkamp erschienen - und erscheinen - Bände, die u.a. maßgebliche Zustandsbeschreibungen dieser Welt enthalten. Nach dem Tod von Siegfried Unseld entstand Streit um sein Erbe. In Erbstreitigkeiten geht es - insbesondere bei Pflichtteilsansprüchen - oftmals um die Frage, was überhaupt in den Nachlass fällt und wie die Nachlassbestandteile zu bewerten sind. Die Entscheidung des BGH berührt das Spannungsverhältnis von Stiftungsrecht und Pflichtteilsrecht, wobei oftmals auch und gerade Pflichtteilsergänzungsansprüche eine Rolle spielen. Hier ging es darum, ob und inwieweit der Stiftung Suhrkamp seitens des Erblassers via Schenkung eingeräumte Unterbeteiligungen an Gesellschaften der Suhrkamp - Verlagsgruppe in den Nachlass fallen oder nicht, wobei hier noch eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts "zwischengeschaltet" war. Im vorliegenden Falle war die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung Alleinerbin geworden, während der Siegfried Unseld Stiftung &amp;nbsp;unentgeltlich Unterbeteiligungen an Tochtergesellschaften eingeräumt worden waren. Nach der Kollisionsregel des § 2301 BGB geht der BGH davon aus, dass diese Schenkungen bereits im Jahre 2001 unter Lebenden vollzogen worden sind, so dass die Unterbeteiligungen nicht in den Nachlass gefallen sind und bei der Pflichteilsberechnung nicht zu berücksichtigen sind. Diese Entscheidung wird die gesellschaftsrechtliche und erbrechtliche Gestaltungspraxis intensiv beschäftigen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--- &amp;nbsp; &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshofs hat entschieden, dass die der Siegfried Unseld-Stiftung eingeräumten Unterbeteiligungen an Gesellschaften der Suhrkamp-Verlagsgruppe nicht in den Nachlass des im Oktober 2002 verstorbenen Verlegers Siegfried Unseld gefallen und daher bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs seines Sohnes Joachim Unseld nicht zu berücksichtigen sind. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Siegfried Unseld hatte im Oktober 2001 die Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung als seine Alleinerbin eingesetzt und einer weiteren Stiftung, der Siegfried Unseld-Stiftung, unentgeltlich Unterbeteiligungen in Höhe von jeweils 30% u.a. an der Suhrkamp Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG und der Insel Verlag GmbH &amp;amp; Co. KG aufschiebend bedingt auf den Zeitpunkt seines Todes eingeräumt. Nach seinem Tode entstand über die Höhe des Pflichtteilsanspruchs des Sohnes Joachim aus erster Ehe des Erblassers Streit zwischen diesem und der von der Ehefrau Ulla Unseld-Berkéwicz vertretenen Alleinerbin. Die Parteien stritten u.a. darüber, ob die Unterbeteiligungen an den Verlagsgesellschaften bereits zu Lebzeiten von Siegfried Unseld der Siegfried Unseld-Stiftung mit Abschluss der darauf gerichteten Verträge im Oktober 2001 rechtswirksam geschenkt worden und damit bei der Berechnung des Pflichtteilsanspruchs nicht zu berücksichtigen waren. &lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der auf die entsprechende Feststellung gerichteten Klage der Siegfried und Ulla Unseld Familienstiftung haben die Vorinstanzen stattgegeben. Die vom Oberlandesgericht zugelassene Revision des Beklagten hatte keinen Erfolg.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der Bundesgerichtshof hat entschieden, dass die Schenkung der Unterbeteiligungen an die Siegfried Unseld-Stiftung mit dem Abschluss der Verträge im Oktober 2001 bereits vollzogen wurde und damit die Vorschriften über Schenkungen unter Lebenden Anwendung finden. Nach den im Oktober 2001 getroffenen Vereinbarungen stehen der Siegfried Unseld-Stiftung nicht nur Ansprüche als Unterbeteiligte auf Beteiligung am Gewinn der Erbin als Hauptbeteiligte in den Verlagsgesellschaften zu. Der Unterbeteiligten sind vielmehr darüber hinaus Mitwirkungsrechte in der zwischen ihr und der Hauptbeteiligten begründeten Innengesellschaft bürgerlichen Rechts eingeräumt worden. Jedenfalls bei einer solchen Ausgestaltung der Rechte des Unterbeteiligten innerhalb der Innengesellschaft ist die Schenkung der Unterbeteiligung als bereits mit dem Abschluss des Gesellschaftsvertrags vollzogen anzusehen. Das hat zur Folge, dass die Unterbeteiligungen nicht in den Nachlass des im Oktober 2002 verstorbenen Erblassers gefallen sind. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Urteil vom 29. November 2011 II ZR 306/09 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Frankfurt am Main – Urteil vom 9. Mai 2007&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;OLG Frankfurt am Main – Urteil vom 13. November 2008 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 29. November 2011 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-4926794955376055529?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/4926794955376055529/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bundesgerichtshof-entscheidet-streit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4926794955376055529'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4926794955376055529'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bundesgerichtshof-entscheidet-streit.html' title='Bundesgerichtshof entscheidet Streit über Nachlass des Suhrkamp-Verlegers Siegfried Unseld'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-134371285573203209</id><published>2011-11-29T13:54:00.001-08:00</published><updated>2011-11-29T14:08:32.379-08:00</updated><title type='text'>BGH zur Haftung bei missbräuchlicher Abhebung von Bargeld an Geldautomaten</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;BGH - Mitteilung der Pressestelle&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im vorliegenden Fall hat die klagende Bank letztlich versucht dem Bankkunden die Haftung für einen Computerfehler aufzuerlegen, der in ihren Verantwortungsbereich fällt. Wenn in AGB geregelt wird, dass pro Tag nur max. 1.000 Euro via Nutzung eines Auszahlungsautomaten mit Kundenkarte abgehoben werden dürfen, in einer Nacht jedoch fast 3.000 Euro abgehoben werden, fällt zumindest der die Höchstgrenze übersteigende Betrag nicht in das Risiko des Kunden. Dies gilt umso mehr, wenn der Kunde den Verlust einer Karte gemeldet hat und dafür nur 50 Euro zu zahlen hat. Hier unterstellte die Bank dem Kunden jedoch schuldhaftes Handeln und verneinte die Anwendbarkeit dieser AGB - Regelungen. Der Rechtsstreit ist zwar zurückverwiesen worden, aber das Urteil stärkt die Rechte der Bankkunden, wobei sich eine Bank selbstredend an den eigenen AGB - so sie einer Inhaltskontrolle im Streitfall standhalten - festhalten lassen muss und zwar auch bei schuldhaftem Handeln des Kunden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der für das Bank- und Börsenrecht zuständige XI. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat die Grundsätze für eine Haftung des Karteninhabers bei missbräuchlichen Abhebungen von Bargeld an Geldautomaten mit Karte und Geheimzahl fortentwickelt sowie über die Auslegung von Klauseln in Allgemeinen Geschäftsbedingungen entschieden, die diese Haftung regeln. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;In dem der Entscheidung zugrunde liegenden Fall wurde dem Beklagten von der klagenden Bank eine Kreditkarte zur Verfügung gestellt, die zur Abhebung von Bargeld an Geldautomaten zugelassen war. In den zugrunde liegenden Allgemeinen Geschäftsbedingungen hat die Bank den Höchstbetrag für Bargeldauszahlungen auf 1.000 € pro Tag begrenzt. Weiter war danach der Karteninhaber verpflichtet, Verlust oder festgestellten Missbrauch der Karte der Bank unverzüglich anzuzeigen. Bis zum Eingang dieser Verlustmeldung sollte er grundsätzlich nur bis zu einem Höchstbetrag von 50 € haften. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;In der Nacht vom 12. auf den 13. August 2009 kam es an Geldautomaten von Kreditinstituten in Hamburg zu insgesamt sechs Abhebungen zu je 500 €, wobei die persönliche Identifikationsnummer (PIN) des Beklagten verwendet wurde. Die Klägerin belastete das Girokonto des Beklagten mit den abgehobenen Beträgen im Lastschriftverfahren. Der Beklagte widersprach den Abbuchungen und kündigte den Kreditkartenvertrag.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Die klagende Bank begehrt von dem Beklagten im Wege des Schadensersatzes Ausgleich der Belastungsbuchungen und der Gebühren für Rücklastschriften sowie für die Erstellung eines Kontoauszugs in Höhe von insgesamt noch 2.996 €. Sie ist der Ansicht, der Beklagte habe die Geheimhaltungspflicht hinsichtlich der verwendeten PIN verletzt. Das Amtsgericht hat der Klage stattgegeben. Die Berufung des Beklagten ist erfolglos geblieben. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der Bundesgerichtshof hat auf die Revision des Beklagten das Urteil des Berufungsgerichts aufgehoben und den Rechtsstreit an das Landgericht zur erneuten Entscheidung zurückverwiesen.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Zwar kann nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs (Senatsurteil vom 5. Oktober 2004 – XI ZR 210/03, BGHZ 160, 308, 314 f.; Senatsbeschluss vom 6. Juli 2010 – XI ZR 224/09, WM 2011, 924 Rn. 10) in Fällen, in denen an Geldausgabeautomaten unter Verwendung der zutreffenden Geheimzahl Geld abgehoben wurde, der Beweis des ersten Anscheins dafür sprechen, dass entweder der Karteninhaber die Abhebungen selbst vorgenommen hat oder – was hier nach der Feststellung des Berufungsgerichts allein in Betracht kam – dass ein Dritter nach der Entwendung der Karte von der Geheimnummer nur wegen ihrer Verwahrung gemeinsam mit der Karte Kenntnis erlangen konnte. Das setzt aber voraus, dass bei der missbräuchlichen Abhebung die Originalkarte eingesetzt worden ist, da bei Abhebung mithilfe einer ohne Kenntnis des Inhabers gefertigten Kartenkopie (z.B. durch Skimming) kein typischer Geschehensablauf dafür spricht, Originalkarte und Geheimzahl seien gemeinsam aufbewahrt worden. Den Einsatz der Originalkarte hat dabei die Schadensersatz begehrende Bank zu beweisen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Weiter erfasst eine von der kontoführenden Bank im konkreten Fall in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen verwendete Klausel, nach der bis zum Eingang einer Verlustmeldung der Karteninhaber nur bis zu einem Höchstbetrag von 50 EUR haften soll, entgegen der Auffassung des Berufungsgerichts auch die Haftung des Karteninhaber bei schuldhafter Verletzung seiner Sorgfaltspflichten. Der beklagte Karteninhaber kann sich damit auf die Haftungsgrenze von 50 Euro unabhängig davon berufen, ob er schuldhaft gehandelt hat. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Schließlich schützt ein in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen der Bank festgelegter Höchstbetrag für Bargeldauszahlungen pro Tag mit einer konkreten Karte auch den Karteninhaber, sodass dessen Haftung im Falle eines Kartenmissbrauchs auf diesen Betrag begrenzt sein kann, wenn die die Karte ausstellende Bank ihrer Pflicht, die Einhaltung dieses Höchstbetrags zu sichern, nicht genügt hat. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Urteil vom 29. November 2011 - XI ZR 370/10 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Amtsgericht Göppingen - Urteil vom 23. April 2010 - 7 C 115/10 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Ulm - Urteil vom 20. Oktober 2010 - 1 S 81/10 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 29. November 2011 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Die von der klagenden Bank in ihren &lt;b&gt;Allgemeinen Geschäftsbedingungen &lt;/b&gt;verwendeten, im Urteil angesprochenen Klauseln lauteten auszugsweise wie folgt: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Ziffer 9.1: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Der Höchstbetrag für Bargeldauszahlungen beträgt bei der SPECIAL Visa Card/MasterCard 500 EUR pro Tag oder der entsprechende Betrag in der jeweiligen Landeswährung. Für Inhaber einer SPECIAL Visa Goldcard/ MasterCard Gold oder eines SPECIAL Goldcard Sets erhöht sich der Betrag auf 1000 EUR." &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ziffer 10.1: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"Stellen Sie den Verlust der Karte/n oder eine missbräuchliche Verfügung fest, werden Sie dies der Bank unverzüglich telefonisch unter nachfolgender schriftlicher Bestätigung anzeigen. Bis zum Eingang der Verlustmeldung haften Sie bis zum Höchstbetrag von 50 EUR. Für Umsätze ab Eingang der Verlustmeldung entfällt Ihre Haftung für eine eventuelle missbräuchliche Verwendung der Karte/n. Sofern der Verdacht einer Einwendung oder missbräuchlichen Verwendung besteht, werden Sie unverzüglich Anzeige bei der Polizei erstatten. " &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-134371285573203209?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/134371285573203209/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bgh-zur-haftung-bei-missbrauchlicher.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/134371285573203209'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/134371285573203209'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bgh-zur-haftung-bei-missbrauchlicher.html' title='BGH zur Haftung bei missbräuchlicher Abhebung von Bargeld an Geldautomaten'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-9055971634658763904</id><published>2011-11-24T14:00:00.001-08:00</published><updated>2011-11-24T14:53:39.105-08:00</updated><title type='text'>BGH entscheidet im Urheberrechtsstreit um "Stuttgart 21"  gegen eine Wiedererrichtung des Bauwerks</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;BGH - Mitteilung der PressestelleNr. 186/2011 vom 24.11.2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der seitens eines Enkels des Urhebers angestrengte Rechtsstreit ist sympathisch, weil er um die Erhaltung einer Bausubstanz und deren Wiederherstellung kämpft, während jenes Neue das an dessen Stelle treten soll, unter bauästhetische Aspekten wohl kaum dessen Gestaltungshöhe erreichen wird, von ganz anderen Bedenken in diesem Zusammenhang abgesehen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nachdem aber das LG Stuttgart und das OLG Stuttgart diesen Anspruch aus §§ 14, 39 UrhG aus ererbtem Recht bereits abgelehnt hatten, war die Entscheidung des BGH hinsichtlich der Nichtzulassung der Revision jedenfalls nicht völlig überraschend. Die Pressemitteilung referiert zwar den Hergang der Sache, lehnt den Anspruch aber nähere Angabe der Rechtsgründe ziemlich apodiktisch ab, indem auf bereits ergangene Rechtsprechung und auf das ohne Rechtsfehler ergangene Urteil des &lt;a href="http://www.akbw.de/recht/haftung-und-urheberrecht/stuttgart-21.html"&gt;OLG Stuttgart&lt;/a&gt; verwiesen wird, das im Rahmen des § 39 Abs.2 UrhG eine Interessenabwägung vorgenommen hatte, demzufolge das Änderungsinteresse des Eigentümers das Erhaltungsinteresse des Urhebers überwiegt. Damit ist gemeint, dass der Urheber nach Treu und Glauben verpflichtet gewesen wäre, seine Einwilligung zu den Änderungen zu erteilen, zumal ein Anspruch auf Erhaltung eines Bauwerks grds. nicht besteht (BGH, ZUM 1988, 245).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Man mag es sehen wie man will, aber dieser Fall zeigt, mit welcher Gleichgültigkeit wenn nicht Leichtfertigkeit mit historischen Bauwerken hier umgegangen wird, um den Preis der vermeintlichen oder tatsächlichen Vorteile einer Postmoderne, die noch niemand wirklich kennt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;---&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat im Rechtsstreit zwischen einem Erben des Architekten des Stuttgarter Hauptbahnhofs und der Deutschen Bahn AG die Nichtzulassungsbeschwerde des klagenden Erben zurückgewiesen. Mit seiner Beschwerde wollte der Kläger erreichen, dass der Bundesgerichtshof die Revision gegen das Urteil des Oberlandesgerichts Stuttgart vom 6. Oktober 2010 zulässt und über den Fall verhandelt.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der Stuttgarter Hauptbahnhof ist nach einem Entwurf von Prof. Dipl.-Ing. Paul Bonatz aus dem Jahre 1911 gestaltet worden. Diese Gestaltung ist urheberrechtlich geschützt. Urheberrechtsschutz besteht, nachdem der Architekt im Jahre 1956 verstorben ist, noch bis Ende des Jahres 2026. Die im Rahmen des Infrastrukturprojekts "Stuttgart 21" vorgelegte Planung der Deutschen Bahn AG sieht den Abriss der Seitenflügel und der Treppenanlage in der großen Schalterhalle vor. Einer dieser Seitenflügel ist bereits im Jahre 2010 abgerissen worden. Der Kläger sieht durch diesen, teilweise bereits vollzogenen Teilabriss des Bahnhofsgebäudes die Urheberpersönlichkeitsrechte von Paul Bonatz beeinträchtigt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Mit der Klage will er den Wiederaufbau des Nordwest-Flügels erreichen sowie den Abriss des Südost-Flügels und der Treppenanlage verhindern. Sowohl das Landgericht als auch das Oberlandesgericht Stuttgart haben die Klage abgewiesen. Die Revision war vom Oberlandeslandesgericht nicht zugelassen worden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der Bundesgerichtshof hat die Entscheidung des Oberlandesgerichts bestätigt und entschieden, dass Gründe für eine Zulassung der Revision nicht vorliegen. Nach § 543 Abs. 2 ZPO ist die Revision nur zuzulassen, wenn die Rechtssache grundsätzliche Bedeutung hat oder eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs zur Fortbildung des Rechts oder zur Sicherung einer einheitlichen Rechtsprechung erforderlich ist. Diese Voraussetzungen waren vorliegend nicht erfüllt. Die maßgeblichen Rechtsfragen, die sich in dem Verfahren gestellt haben, hat der Bundesgerichtshof bereits in früheren Entscheidungen geklärt. Das Urteil des Oberlandesgerichts ließ auch keine Rechtsfehler erkennen, die eine Zulassung der Revision erfordert hätten.&amp;nbsp;&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Beschluss vom 9. November 2011 - I ZR 216/10 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Oberlandesgericht Stuttgart - Urteil vom 6. Oktober 2010 - 4 U 106/10 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;GRUR-RR 2011, 56 LG Stuttgart - Urteil vom 20. Mai 2010 - 17 O 42/10 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;ZUM-RD 2010, 491&lt;br /&gt;Karlsruhe, den 24. November 2011&lt;br /&gt;Quelle: Pressestelle des BGH&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-9055971634658763904?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/9055971634658763904/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bgh-entscheidet-im-urheberrechtsstreit.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/9055971634658763904'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/9055971634658763904'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bgh-entscheidet-im-urheberrechtsstreit.html' title='BGH entscheidet im Urheberrechtsstreit um &quot;Stuttgart 21&quot;  gegen eine Wiedererrichtung des Bauwerks'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-127236752975976401</id><published>2011-11-24T03:49:00.001-08:00</published><updated>2011-11-24T06:25:40.593-08:00</updated><title type='text'>EuGH lehnt allgemeine Überwachungspflichten für Internet Access Provider ab</title><content type='html'>&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;EuGH -&amp;nbsp;PRESSEMITTEILUNG Nr. 126/11&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Luxemburg, den 24. November 2011 -&amp;nbsp;Urteil in der Rechtssache C-70/10&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Scarlet Extended SA / Société belge des auteurs, compositeurs et éditeurs SCRL (SABAM)&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Urteil ist das vorläufige Ende des Begehrens der Verwertungsgesellschaften von Internet Access Providern verlangen zu wollen, dass diese die Art und Weise der Nutzung der Telekommunikation durch ihre Nutzer zu filtern haben, um Rechtsverletzungen &amp;nbsp;- etwa durch Nutzung von peer-to-peer-Technologie - zu verhindern. Peer - to - Peer - Technologie ist aber nicht per se rechtswidrig. Eine solche allgemeine Überwachungspflicht ist mit europäischem Sekundär - und Primärrecht nicht vereinbar.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der vorliegende Fall richtet sich im Ausgangspunkt nach belgischem Recht. Nachdem eine den Anträgenden stattgebende einstweilige Verfügung ergangen war, legte das Berufungsgericht die hiermit verbundenen europarechtlichen Fragen dem EuGH vor, der eine umfassende Interessenabwägung vorgenommen hat. Ganz unabhängig von der Frage der Kosten (und eines etwaigen Kostenerstattungsanspruchs der Provider gegenüber den Verwertungsgesellschaften) hinsichtlich der Implementation einer derartigen - nicht fehlerfrei handhabbaren - Software scheitert ein solcher Anspruch bereits daran, dass die Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr eine solche allgemeine Überwachungspflicht bewusst verneint und damit entgegenstehende nationale Regelungen mit europäischem Sekundärrecht nicht vereinbar sind.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Der EuGH belässt es aber nicht dabei, sondern lehnt einen solchen Anspruch auch unter primärrechtlichen Aspekten als unzulässigen Eingriff in die unternehmerische Freiheit der IAP ab, was etwaigen Änderungswünschen de lege ferenda Grenzen auferlegt, die zudem mit den seitens des EuGH geäußerten datenschutzrechtlichen Aspekten unter primärrechtlichen Vorzeichen noch verstärkt werden. Wie der EuGH sehr treffend ausführt, würden die IAP in solchen Fällen als Datensammelstellen für personenbezogene Daten zugunsten der Rechteinhaber fungieren. Besonders interessant - gerade auch für die deutsche Diskussion des Themas - ist in diesem Zusammenhang, dass der EuGH IP - Adressen zutreffend als personenbezogene Daten qualifiziert und diese Vorgehensweise auch dazu führen kann, dass Personen betroffen werden, die zwar solche Technologien nutzen, aber keine Rechtsverletzungen begangen haben. Die Entscheidung schafft deutliche Klarheit und ist sehr zu begrüßen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Unionsrecht steht einer von einem nationalen Gericht erlassenen Anordnung entgegen, einem Anbieter von Internetzugangsdiensten die Einrichtung eines Systems der Filterung aufzugeben, um einem unzulässigen Herunterladen von Dateien vorzubeugen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine solche Anordnung beachtet weder das Verbot, solchen Anbietern eine allgemeine Überwachungspflicht aufzuerlegen, noch das Erfordernis, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen einerseits dem Recht am geistigen Eigentum und andererseits der unternehmerischen Freiheit, dem Recht auf den Schutz personenbezogener Daten und dem Recht auf freien Empfang oder freie Sendung der Informationen zu gewährleisten.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diese Rechtssache beruht auf einem Rechtsstreit zwischen der Scarlet Extended SA, einem Anbieter von Internetzugangsdiensten, und SABAM, einer belgischen Verwertungsgesellschaft, deren Aufgabe es ist, die Verwendung von Werken der Musik von Autoren, Komponisten und Herausgebern zu genehmigen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;SABAM stellte im Jahr 2004 fest, dass Internetnutzer, die die Dienste von Scarlet in Anspruch nähmen, über das Internet – ohne Genehmigung und ohne Gebühren zu entrichten – zu ihrem Repertoire gehörende Werke über „Peer-to-Peer“-Netze (ein offenes, unabhängiges, dezentralisiertes und mit hochentwickelten Such- und Downloadfunktionen ausgestattetes Hilfsmittel zum Austausch von Inhalten) herunterlüden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf Antrag von SABAM gab der Präsident des Tribunal de première instance de Bruxelles (Belgien) Scarlet als Anbieter von Internetzugangsdiensten unter Androhung eines Zwangsgelds auf, diese Urheberrechtsverletzungen abzustellen, indem sie es ihren Kunden unmöglich mache, Dateien, die ein Werk der Musik aus dem Repertoire von SABAM enthielten, in irgendeiner Form mit Hilfe eines „Peer-to-Peer“-Programms zu senden oder zu empfangen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Scarlet legte bei der Cour d’appel de Bruxelles Berufung ein und machte geltend, dass die Anordnung nicht unionsrechtskonform sei, weil sie ihr de facto eine allgemeine Pflicht zur Überwachung der Kommunikationen in ihrem Netz auferlege, was mit der Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr und den Grundrechten unvereinbar sei. Vor diesem Hintergrund fragt die Cour d’appel den Gerichtshof, ob die Mitgliedstaaten aufgrund des Unionsrechts dem nationalen Richter erlauben können, einem Anbieter von Internetzugangsdiensten aufzugeben, generell und präventiv allein auf seine eigenen Kosten und zeitlich unbegrenzt ein System der Filterung der elektronischen Kommunikationen einzurichten, um ein unzulässiges Herunterladen von Dateien zu identifizieren.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In seinem Urteil vom heutigen Tag weist der Gerichtshof zunächst darauf hin, dass Inhaber von Rechten des geistigen Eigentums gerichtliche Anordnungen gegen Vermittler wie die Anbieter von Internetzugangsdiensten beantragen können, deren Dienste von einem Dritten zur Verletzung ihrer Rechte genutzt werden. Die Modalitäten der Anordnungen sind Gegenstand des nationalen Rechts. Diese nationalen Regelungen müssen jedoch die sich aus dem Unionsrecht ergebenden&amp;nbsp;Richtlinie 2000/31/EG des Europäischen Parlaments und des Rates vom 8. Juni 2000 über bestimmte rechtliche Aspekte der Dienste der Informationsgesellschaft, insbesondere des elektronischen Geschäftsverkehrs, im Binnenmarkt (ABl. L 178, S. 1)&amp;nbsp;Beschränkungen wie u. a. die Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr beachten, wonach nationale Stellen keine Maßnahmen erlassen dürfen, die einen Anbieter von Internetzugangsdiensten verpflichten würden, die von ihm in seinem Netz übermittelten Informationen allgemein zu überwachen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Insoweit stellt der Gerichtshof fest, dass die fragliche Anordnung Scarlet verpflichten würde, eine aktive Überwachung sämtlicher Daten aller ihrer Kunden vorzunehmen, um jeder künftigen Verletzung von Rechten des geistigen Eigentums vorzubeugen. Daraus folgt, dass die Anordnung zu einer allgemeinen Überwachung verpflichten würde, die mit der Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr unvereinbar ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Außerdem würde eine solche Anordnung nicht die anwendbaren Grundrechte beachten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zwar ist der Schutz des Rechts am geistigen Eigentum in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankert. Gleichwohl ergibt sich weder aus der Charta selbst noch aus der Rechtsprechung des Gerichtshofs, dass dieses Recht schrankenlos und sein Schutz daher bedingungslos zu gewährleisten wäre.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im vorliegenden Fall bedeutet die Einrichtung eines Filtersystems, dass im Interesse der Inhaber von Urheberrechten sämtliche elektronischen Kommunikationen im Netz des fraglichen Anbieters von Internetzugangsdiensten überwacht werden, wobei diese Überwachung zudem zeitlich unbegrenzt ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Deshalb würde eine solche Anordnung zu einer qualifizierten Beeinträchtigung der unternehmerischen Freiheit von Scarlet führen, da sie sie verpflichten würde, ein kompliziertes, kostspieliges, auf Dauer angelegtes und allein auf ihre Kosten betriebenes Informatiksystem einzurichten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Darüber hinaus würden sich die Wirkungen dieser Anordnung nicht auf Scarlet beschränken, weil das Filtersystem auch die Grundrechte ihrer Kunden beeinträchtigen kann, nämlich ihre durch die Charta der Grundrechte der Europäischen Union geschützten Rechte auf den Schutz personenbezogener Daten und auf freien Empfang oder freie Sendung von Informationen. Zum einen steht nämlich fest, dass diese Anordnung eine systematische Prüfung aller Inhalte sowie die Sammlung und Identifizierung der IP-Adressen der Nutzer bedeuten würde, die die Sendung unzulässiger Inhalte in diesem Netz veranlasst haben, wobei es sich bei diesen Adressen um personenbezogene Daten handelt. Zum anderen könnte diese Anordnung die Informationsfreiheit beeinträchtigen, weil dieses System möglicherweise nicht hinreichend zwischen einem unzulässigen Inhalt und einem zulässigen Inhalt unterscheiden kann, so dass sein Einsatz zur Sperrung von Kommunikationen mit zulässigem Inhalt führen könnte.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Daher stellt der Gerichtshof fest, dass das nationale Gericht, erließe es die Anordnung, mit der Scarlet zur Einrichtung eines solchen Filtersystems verpflichtet würde, nicht das Erfordernis beachten würde, ein angemessenes Gleichgewicht zwischen einerseits dem Recht am geistigen Eigentum und andererseits der unternehmerischen Freiheit, dem Recht auf den Schutz personenbezogener Daten und dem Recht auf freien Empfang oder freie Sendung der Informationen zu gewährleisten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Gerichtshof antwortet folglich, dass das Unionsrecht einer Anordnung an einen Anbieter von Internetzugangsdiensten entgegensteht, ein System der Filterung aller seine Dienste durchlaufenden elektronischen Kommunikationen, das unterschiedslos auf alle seine Kunden anwendbar ist, präventiv, auf ausschließlich seine eigenen Kosten und zeitlich unbegrenzt einzurichten.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Volltext des Urteils wird am Tag der Verkündung auf der Curia-Website veröffentlicht&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;www.curia.eu&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Excellent article about this decision in English via Technollama:&lt;br /&gt;&lt;a href="http://www.technollama.co.uk/european-court-of-justice-rules-against-indiscriminate-intermediary-filtering"&gt;http://www.technollama.co.uk/european-court-of-justice-rules-against-indiscriminate-intermediary-filtering&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-127236752975976401?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/127236752975976401/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/eugh-allgemeine-uberwachungspflichten.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/127236752975976401'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/127236752975976401'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/eugh-allgemeine-uberwachungspflichten.html' title='EuGH lehnt allgemeine Überwachungspflichten für Internet Access Provider ab'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-6694522645640406566</id><published>2011-11-24T02:20:00.001-08:00</published><updated>2011-11-24T02:33:49.376-08:00</updated><title type='text'>BGH legt dem EuGH die Frage vor, wann eine Marke rechtserhaltend benutzt wird</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;BGH - Mitteilung der PressestelleNr. 185/2011 vom 24.11.2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die im Spannungsfeld zwischen dieser Anfrage des BGH und der neueren Judikatur des EuGH sich stellenden Fragen nach Art und Reichweite der rechtserhaltenden Benutzung von Marken spielen auch und gerade in Widerspruchsverfahren immer wieder eine Rolle. es ist zu begrüßen, dass der BGH insoweit eine europaweite Klärung herbeiführt. Es geht dabei unter dem Aspekt des § 26 Abs.3 MarkenG nicht zuletzt um die Frage, in welchem Rahmen Bildmarken während der Schutzdauer einer Modernisierung zugänglich sind und wie sich der Schutz bei sog. "Zusammengesetzten Marken" auswirkt. Es wird im Vorlagebeschluss deutlich, dass der BGH insoweit jeweils zu einem weitreichenden Schutz tendiert.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshof legt dem Europäischen Gerichtshof Fragen zur rechtserhaltenden Benutzung von Marken vor&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der unter anderem für das Markenrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat dem Gerichtshof der Europäischen Union in zwei Verfahren Fragen zur rechtserhaltenden Benutzung von Marken zur Vorabentscheidung vorgelegt. Der Kläger des ersten Verfahrens ist Inhaber der Marke "PROTI". Er sieht in der Verwendung der Bezeichnung "Protifit" durch den Beklagten eine Verletzung seiner Rechte an der Marke "PROTI". Der Beklagte hat die Einrede mangelnder Benutzung erhoben, weil der Kläger die Marke "PROTI" nur in einer abgewandelten, ebenfalls als Marke eingetragenen Form benutzt hat.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein weiteres Verfahren betrifft einen Rechtsstreit von Levi Strauss &amp;amp; Co. gegen ein Einzelhandelsunternehmen. Levi Strauss ist Inhaberin verschiedener nationaler und internationaler Marken unter anderem einer für Hosen eingetragenen Gemeinschaftsbildmarke. Nach der Beschreibung im Markenregister handelt es sich um eine Positionsmarke, die aus einem roten rechteckigen Label aus textilem Material besteht, das oben links in die Gesäßtasche von Hosen, Shorts  oder Röcken eingenäht ist und aus der Naht hervorsteht. Die Beklagte brachte seit September 2001 Jeanshosen auf den Markt, die an der rechten Seitennaht der Gesäßtasche mit einem roten Stofffähnchen versehen sind. Die Klägerin betrachtet dies als Verletzung ihrer Markenrechte. Die Beklagte hat sich darauf berufen, die Klägerin habe die Klagemarke ausschließlich in abgewandelter Form und zwar mit der Aufschrift "LEVI'S" benutzt. Die tatsächlich verwendete Form sei ebenfalls als Marke registriert; deshalb sei nur diese Marke und nicht auch die Positionsmarke rechtserhaltend benutzt worden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Gerichtshof der Europäischen Union hat in einem Urteil aus dem Jahr 2007 entschieden, dass eine eingetragene Marke nicht durch die Verwendung eines abgewandelten Zeichens rechtserhaltend benutzt werden kann, wenn dieses abgewandelte Zeichen ebenfalls als Marke eingetragen ist (EuGH, Urteil vom 13. September 2007 – C-234/06, GRUR 2008, 343 Rn. 86  BAINBRIDGE).&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Bundesgerichtshof hat die bei ihm anhängigen zwei Revisionsverfahren ausgesetzt und dem Gerichtshof der Europäischen Union mehrere Fragen zur Reichweite dieser Aussage vorgelegt. Diese betreffen in dem Verfahren "PROTI" die Vereinbarkeit des § 26 Abs. 3 Satz 2 des deutschen Markengesetzes mit der Markenrechtsrichtlinie.&amp;nbsp;Die Bestimmung des § 26 Abs. 3 Satz 2 MarkenG gestattet die rechtserhaltende Benutzung einer Marke in einer abgewandelten, ebenfalls als Marke eingetragenen Form, wenn die Abweichungen den kennzeichnenden Charakter der Marke nicht verändern. Nach Ansicht des Bundesgerichtshofs verstößt die deutsche Bestimmung nicht gegen die Markenrechtsrichtlinie. Zur Begründung seiner Ansicht hat der Bundesgerichtshof im Wesentlichen auf das erhebliche wirtschaftliche Interesse der Markeninhaber abgestellt, ihre häufig wertvollen älteren Marken zu modernisieren, ohne den Markenschutz und damit die Priorität der älteren nicht mehr benutzten Marke zu verlieren.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das zweite Verfahren um die Rechte aus dem roten Label an den Jeanshosen von Levi Strauss unterscheidet sich von dem ersten Verfahren dadurch, dass die benutzte, als Marke eingetragene Form (rotes Stofffähnchen mit der Aufschrift LEVI'S) eine Kombination von zwei weiteren Marken des Markeninhabers ist (Marke "rotes Stofffähnchen" und Wortmarke "LEVI'S") und die zusammengesetzte Marke keine geringfügige Abwandlung der aus den einzelnen Bestandteilen bestehenden Marken darstellt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Bundesgerichtshof möchte im Interesse einer effektiven Durchsetzung der Markenrechte auch in einem solchen Fall von einer rechtserhaltenden Benutzung eines als Marke eingetragenen Zeichenbestandteils durch Verwendung der zusammengesetzten Marke ausgehen. Der Markeninhaber hat ein schützenswertes Interesse, auch einen einzelnen Bestandteil einer zusammengesetzten Marke eintragen zu lassen, der vom Verkehr als eigenständiges Kennzeichenmittel aufgefasst wird. Dies ist nach Ansicht des Bundesgerichtshofs bei dem roten Label von Levi Strauss der Fall.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Beschluss vom 17. August 2011 - I ZR 84/09 – PROTI&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Köln - Urteil vom 16. September 2008 - 33 O 484/06&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;OLG Köln - Urteil vom 20.  Mai 2009 - 6 U 195/08&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;und&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Beschluss vom 24. November 2011 - I ZR 206/10  - Stofffähnchen II&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;LG Hamburg - Urteil vom 22. Juni 2004 - 312 O 482/03&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;OLG Hamburg - Urteil vom 18. November 2010 - 3 U 130/04&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Karlsruhe, den 24. November 2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;§ 26 MarkenG  Benutzung der Marke  (1)… (2)… (3)&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Als Benutzung einer eingetragenen Marke gilt auch die Benutzung der Marke in einer Form, die von der Eintragung abweicht, soweit die Abweichungen den kennzeichnenden Charakter der Marke nicht verändert. Satz 1 ist auch dann anzuwenden, wenn die Marke in der Form, in der sie benutzt worden ist, ebenfalls eingetragen ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Quelle: Pressestelle des Bundesgerichtshofs (www.bundesgerichtshof.de)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-6694522645640406566?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/6694522645640406566/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bgh-legt-dem-eugh-die-frage-vor-wann.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6694522645640406566'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/6694522645640406566'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bgh-legt-dem-eugh-die-frage-vor-wann.html' title='BGH legt dem EuGH die Frage vor, wann eine Marke rechtserhaltend benutzt wird'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-1677711271478116781</id><published>2011-11-15T13:27:00.001-08:00</published><updated>2011-11-15T14:04:50.860-08:00</updated><title type='text'>EuGH: Steuerregelungen, die Offshore-Unternehmen der Besteuerung entziehen, stellen mit EU - Recht unvereinbare staatliche Beihilfe dar</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die beiden Entscheidungen des EuGH sind für das internationale Gesellschaftsrecht und das internationale Steuerrecht unter dem Aspekt der steuerminimierenden Standortwahl von erheblichem Interesse. Sie betreffen das Niedrigsteuergebiet Gibraltar, einem für bestimmte Unternehmensgründungen interessanten Standort. Dort aber nur die 2004 geplante Besteuerung der Offshore-Gesellschaften, denen der EuGH unterstellt, dass sie keine Arbeitnehmer beschäftigen und keine Büroräume nutzen, sondern letztlich nur "virtuelle Offices" betreiben. Der EuGH betrachtet hier Vergünstigungen für Offshoregesellschaften unter derartigen Voraussetzungen als europarechtlich verbotene Subventionen. Die beiden Urteile könnten durchaus ein Paradigma darstellen, auch weitere Begünstigungen von Offshore - Gesellschaften in der EU zu "neutralisieren", wobei die weiteren Entwicklungen abgewartet werden müssen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;---Gerichtshof der Europäischen Union&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;PRESSEMITTEILUNG Nr. 120/11Luxemburg, den 15. November 2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Presse und InformationUrteil in den verbundenen Rechtssachen C-106/09 P und 107/09 P&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Kommission und Spanien / Government of Gibraltar und Vereinigtes Königreich&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine Steuerregelung, die so konzipiert ist, dass Offshore-Unternehmen der Besteuerung entgehen, stellt eine mit dem Binnenmarkt unvereinbare staatliche Beihilfe dar. Daher hebt der Gerichtshof das Urteil des Gerichts auf und bestätigt die Entscheidung der Kommission, die es dem Vereinigten Königreich untersagt, das Vorhaben von 2002 zur Reform der Körperschaftsteuer in Gibraltar durchzuführen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im August 2002 meldete das Vereinigte Königreich bei der Kommission die beabsichtigte Körperschaftsteuerreform der Regierung von Gibraltar an.1 Diese Reform umfasste insbesondere die Aufhebung des alten Steuersystems und die Einführung von drei Steuern, die für alle Unternehmen in Gibraltar gelten sollten: eine Eintragungsgebühr für Unternehmen, eine Lohnsummensteuer und eine Gewerbegrundbenutzungssteuer (business property occupation tax, BPOT), wobei für die beiden letztgenannten Steuern eine Obergrenze von 15 % der Gewinne gelten sollte.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Kommission entschied im Jahr 2004, dass die angemeldeten Vorschläge zur Reform des Körperschaftsteuersystems in Gibraltar eine staatliche Beihilferegelung darstellten, die mit dem Gemeinsamen Markt unvereinbar sei, und dass diese Vorschläge daher nicht umgesetzt werden dürften. Die Kommission stellte fest, dass drei Bestandteile der Steuerreform materiell selektiv seien: 1. die Voraussetzung der Gewinnerzielung durch die Unternehmen als Grundlage für die Lohnsummensteuer und die BPOT, da diese Voraussetzung Unternehmen begünstige, die keine Gewinne erzielten, 2. die für die Lohnsummensteuer und die BPOT geltende Obergrenze von 15 % der Gewinne, da diese Obergrenze die Unternehmen begünstige, die in dem betreffenden Steuerjahr im Verhältnis zur Zahl ihrer Mitarbeiter und zur Nutzung von Geschäftsräumen niedrige Gewinne erzielten, 3. die Lohnsummensteuer und die BPOT, da diese beiden Steuern ihrem Wesen nach „Offshore-Unternehmen“ begünstigten, die in Gibraltar nicht tatsächlich physisch präsent und daher nicht körperschaftsteuerpflichtig seien. Außerdem sei die geplante Reform regional selektiv, da sie ein System vorsehe, nach dem Unternehmen in Gibraltar allgemein niedriger besteuert würden als Unternehmen im Vereinigten Königreich.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auf die Klagen der Regierung von Gibraltar und des Vereinigten Königreichs erklärte das Gericht erster Instanz am 18. Dezember 2008 die Entscheidung der Kommission für nichtig.3 Das Gericht stellte in seinem Urteil fest, dass die Kommission in Bezug auf die materielle Selektivität des Reformvorhabens keine korrekte Prüfungsmethode angewandt habe. Die Kommission hätte, um den selektiven Charakter der fraglichen Steuerregelung zu beweisen, nachweisen müssen, dass bestimmte Bestandteile dieser Regelung Ausnahmen von der allgemeinen oder „normalen“ Steuerregelung von Gibraltar seien. Dabei habe die Kommission nicht, wie sie dies in ihrer Entscheidung getan habe, allgemeine Steuermaßnahmen im Hinblick auf ihre Wirkungen als selektiv ansehen dürfen. Außerdem war das Gericht der Ansicht, der Bezugsrahmen für die1&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Reform, um die es in den vorliegenden Rechtssachen geht, ist jedoch nicht in Kraft getreten.2 Entscheidung 2005/262/EG der Kommission vom 30. März 2004 über die Beihilferegelung, die das Vereinigte Königreich im Rahmen der Körperschaftsteuerreform der Regierung von Gibraltar beabsichtigt (ABl. 2005, L 85, S. 1).3 Urteil in den Rechtssachen T-211/04 und T-215/04, Government of Gibraltar und Vereinigtes Königreich Großbritannien und Nordirland/Kommission (vgl. Pressemitteilung Nr. 99/08).www.curia.europa.euBeurteilung der regionalen Selektivität der Reform entspreche ausschließlich den Grenzen des Gebiets von Gibraltar und nicht denjenigen des Vereinigten Königreichs.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Kommission und Spanien legten daraufhin beim Gerichtshof die vorliegenden Rechtsmittel ein, mit denen sie die Aufhebung des Urteils des Gerichts begehren.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In seinem Urteil vom heutigen Tag befindet der Gerichtshof, das Gericht habe rechtsfehlerhaft die Ansicht vertreten, dass das Steuerreformvorhaben den Offshore-Unternehmen keine selektiven Begünstigungen gewähre.Der Gerichtshof führt aus, dass eine unterschiedliche steuerliche Belastung, die sich aus der Anwendung einer „allgemeinen“ Steuerregelung ergibt, als solche nicht ausreichen kann, um die Selektivität einer Besteuerung festzustellen. Allerdings liegt diese Selektivität vor, wenn, wie hier, die in einem Steuersystem als Besteuerungsgrundlage festgelegten Kriterien geeignet sind, die begünstigten Unternehmen anhand ihrer spezifischen Eigenarten als privilegierte Gruppe zu kennzeichnen.In diesem Zusammenhang stellt der Gerichtshof fest, dass die Steuerregelung von Gibraltar u. a durch eine Kombination von Lohnsummensteuer und BPOT als einzigen Besteuerungsgrundlagen gekennzeichnet ist, woraus sich eine Besteuerung ergibt, die von der Zahl der Arbeitnehmer und der Größe der genutzten Geschäftsräume abhängt. Gleichwohl schließt die Kombination dieser beiden Besteuerungsgrundlagen (die auf an sich allgemeinen Kriterien beruhen), da andere Besteuerungsgrundlagen fehlen, von vornherein jede Besteuerung der Offshore-Unternehmen aus, da diese keine Arbeitnehmer beschäftigen und auch keine Geschäftsräume nutzen. Diese Kriterien führen daher zu einer unterschiedlichen Behandlung der Unternehmen, die sich im Hinblick auf das mit dem Steuerreformvorhaben verfolgte Ziel, ein allgemeines Besteuerungssystem für alle in Gibraltar ansässigen Unternehmen einzuführen, in einer vergleichbaren Lage befinden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Gerichtshof gelangt folglich zu dem Schluss, dass der Umstand, dass die Offshore-Unternehmen auf Gibraltar nicht besteuert werden, keine zufällige Folge der fraglichen Regelung ist, sondern unvermeidliche Konsequenz der Tatsache, dass die beiden Körperschaftsteuern (insbesondere ihre Besteuerungsgrundlagen) genau so konzipiert sind, dass die Offshore-Unternehmen, die als solche keine Arbeitnehmer beschäftigen und keine Geschäftsräume nutzen, der Besteuerung entgehen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Umstand, dass die Offshore-Unternehmen gerade aufgrund der typischen und spezifischen Merkmale dieser Gruppe von Unternehmen der Besteuerung entgehen, erlaubt daher die Feststellung, dass diesen Unternehmen selektive Begünstigungen zugutekommen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Gerichtshof weist insbesondere darauf hin, dass entgegen der Auffassung des Gerichts die Einstufung eines Steuersystems als „selektiv“ nicht davon abhängig ist, dass dieses so konzipiert ist, dass sämtliche Unternehmen denselben steuerlichen Belastungen unterliegen, einige von ihnen aber von Ausnahmevorschriften profitieren, die ihnen einen selektiven Vorteil gewähren. Ein solches Verständnis des Kriteriums der Selektivität würde voraussetzen, dass eine Steuerregelung – um als selektiv eingestuft werden zu können – nach einer bestimmten Regelungstechnik konzipiert ist. Dies hätte zur Folge, dass nationale Steuervorschriften der Kontrolle auf dem Gebiet der staatlichen Beihilfen von vornherein aus dem bloßen Grund entzogen sind, dass sie auf einer anderen Regelungstechnik beruhen, obwohl sie dieselben Wirkungen entfalten.Da das Steuerreformvorhaben materiell selektiv ist, soweit es den Offshore-Unternehmen selektive Vorteile gewährt, hält der Gerichtshof die Prüfung, ob das Reformvorhaben in territorialer Hinsicht selektiv ist, für nicht erforderlich.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unter diesen Umständen hebt der Gerichtshof das Urteil des Gerichts auf und bestätigt die Entscheidung der Kommission, wonach das Steuerreformvorhaben eine staatliche Beihilferegelung darstellt, die das Vereinigte Königreich nicht umsetzen darf. www.curia.europa.euHINWEIS: Beim Gerichtshof kann ein auf Rechtsfragen beschränktes Rechtsmittel gegen ein Urteil oder einen Beschluss des Gerichts eingelegt werden. Das Rechtsmittel hat grundsätzlich keine aufschiebende Wirkung. Ist das Rechtsmittel zulässig und begründet, hebt der Gerichtshof die Entscheidung des Gerichts auf. Ist die Rechtssache zur Entscheidung reif, kann der Gerichtshof den Rechtsstreit selbst entscheiden. Andernfalls verweist er die Rechtssache an das Gericht zurück, das an die Rechtsmittelentscheidung des Gerichtshofs gebunden ist.Zur Verwendung durch die Medien bestimmtes nichtamtliches Dokument, das den Gerichtshof nicht bindet.Der Volltext des Urteils wird am Tag der Verkündung auf der Curia-Website veröffentlicht&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Urteile sind im Volltext sehr lesenswert!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Europäischer Gerichtshof Urteil vom 15.11.2011 - C-106/09 P&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:62009CJ0106:DE:HTML"&gt;http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=CELEX:62009CJ0106:DE:HTML&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-1677711271478116781?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/1677711271478116781/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/eugh-steuerregelungen-die-offshore.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/1677711271478116781'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/1677711271478116781'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/eugh-steuerregelungen-die-offshore.html' title='EuGH: Steuerregelungen, die Offshore-Unternehmen der Besteuerung entziehen, stellen mit EU - Recht unvereinbare staatliche Beihilfe dar'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4791918418839641105</id><published>2011-11-10T02:41:00.000-08:00</published><updated>2011-11-10T02:41:14.718-08:00</updated><title type='text'>Bundesgerichtshof zur Haftung des Admin-C</title><content type='html'>BGH - Mitteilung der PressestelleNr. 180/2011 vom 10.11.2011 - Haftung des ADMIN-C&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;---&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die lange erwartete Entscheidung - bei der es nur noch um die sog. "Abmahnkosten" ging - zur Haftung des ADMIN - C hat keine endgültige Klärung der Haftungssituation für alle Fallkonstellationen erbracht, sondern betrifft im Kern die Situation eines ADMIN - C mit deutscher Anschrift, der sich Unternehmen aus dem Ausland zur Verfügung stellt, die freiwerdende Domains ohne Rechteprüfung automatisch registrieren, unter anderem auch bei der DEIC e.G. Angesichts der Vertragsrechtslage hat der BGH für diese Konstellation angenommen, dass den ADMIN - C im Rahmen der Mitstörerhaftung eine besondere Prüfpflicht auferlegt. Damit ist nicht gesagt, dass ein ADMIN - C in allen denkbaren Fällen als Mitstörer "automatisch" haftet. Die sachgerechte Entscheidung lässt Spielraum für eine an der Einzelfallgerechtigkeit ausgerichtete rechtliche Wertung im Rahmen der Mitstörerhaftung.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der BGH stellte im konkreten Fall darauf ab, dass&amp;nbsp;auch bei der DENIC eine solche Prüfung nicht stattfindet und somit in Kenntnis des ADMIN - C &amp;nbsp;eine erhöhte Gefahr besteht, dass unter Nutzung seiner Funktion für den Domaininhaber rechtsverletzende Domainnamen registriert werden, wenn&amp;nbsp;die automatisiert registrierten Domainnamen Rechte Dritter verletzen. Da diese besonderen Umstände im Instanzenzug bislang nicht geprüft wurden, hat der BGH die Sache an das Oberlandesgericht zurückverwiesen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der unter anderem für das Kennzeichenrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat gestern entschieden, ob der administrative Ansprechpartner, der bei Registrierung eines Domainnamens immer dann benannt werden muss, wenn der Anmelder nicht im Inland wohnt, in Fällen in Anspruch genommen werden kann, in denen der registrierte Domainname Rechte Dritter verletzt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerin betreibt unter der Bezeichnung "Basler Haar-Kosmetik" unter anderem im Internet einen Versandhandel für Haarkosmetikprodukte und Friseurbedarf. Sie fühlt sich durch eine unter dem Domainnamen &lt;a class="moz-txt-link-abbreviated" href="http://www.baslerhaarkosmetik.de/"&gt;www.baslerhaarkosmetik.de&lt;/a&gt; registrierte Internetseite in ihrem Namensrecht verletzt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Domainname ist von einer in Großbritannien ansässigen Gesellschaft bei der DENIC, der Genossenschaft, die die Domainnamen mit dem Top-Level-Domain ".de" vergibt, angemeldet worden. Als administrativer Ansprechpartner (sogenannter Admin-C) für den Domainnamen war der Beklagte registriert. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerin wandte sich mit einem Schreiben ihres Rechtsanwalts an den Beklagten und forderte diesen zur Löschung des Domainnamens auf. Der Domainname wurde daraufhin gelöscht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im vorliegenden Rechtsstreit verlangt die Klägerin von dem Beklagten Erstattung der ihr durch die Abmahnung entstandenen Rechtsanwaltskosten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Landgericht Stuttgart hat den Beklagten antragsgemäß zur Zahlung verurteilt, das Oberlandesgericht Stuttgart hat das landgerichtliche Urteil auf die Berufung des Beklagten abgeändert und die Klage abgewiesen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Anspruch auf Erstattung der Abmahnkosten hängt davon ab, ob der Klägerin im Zeitpunkt der Abmahnung ein Anspruch auf Löschung des Domainnamens nicht nur gegen den Domaininhaber, sondern auch gegen den Beklagten als Admin-C zustand.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Oberlandesgericht hatte diese Frage verneint. Diese Entscheidung hat der Bundesgerichtshof aufgehoben und die Sache zur neuen Verhandlung und Entscheidung an das Berufungsgericht zurückverwiesen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Anspruch gegenüber dem Admin-C kann sich aus dem Gesichtspunkt der Störerhaftung ergeben. Die dafür erforderliche Verletzung zumutbarer Prüfungspflichten ergibt sich allerdings noch nicht aus der Stellung des Beklagten als Admin-C an sich. Denn dessen Funktions- und Aufgabenbereich bestimmt sich allein nach dem zwischen der DENIC und dem Domaininhaber abgeschlossenen Domainvertrag, wonach sich der Aufgabenbereich des Admin-C auf die Erleichterung der administrativen Durchführung des Domainvertrages beschränkt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unter bestimmten Umständen kann den Admin-C aber - so der Bundesgerichtshof - eine besondere Prüfungspflicht hinsichtlich des Domainnamens treffen, dessen Registrierung er durch seine Bereitschaft, als Admin-C zu wirken, ermöglicht.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Streitfall hatte sich der Beklagte gegenüber der in Großbritannien ansässigen Inhaberin des Domainnamens generell bereit erklärt, für alle von ihr registrierten Domainnamen als Admin-C zur Verfügung zu stehen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ferner hatte die Klägerin vorgetragen, dass die britische Gesellschaft in einem automatisierten Verfahren freiwerdende Domainnamen ermittelt und automatisch registrieren lässt, so dass auf der Ebene des Anmelders und Inhabers des Domainnamens keinerlei Prüfung stattfindet, ob die angemeldeten Domainnamen Rechte Dritter verletzen könnten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bei dieser Verfahrensweise besteht im Hinblick darauf, dass auch bei der DENIC eine solche Prüfung nicht stattfindet, eine erhöhte Gefahr, dass für den Domaininhaber rechtsverletzende Domainnamen registriert werden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unter diesen Voraussetzungen hat der Bundesgerichtshof eine Pflicht des Admin-C bejaht, von sich aus zu überprüfen, ob die automatisiert registrierten Domainnamen Rechte Dritter verletzen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Der Bundesgerichtshof hat die Sache an das Oberlandesgericht zurückverwiesen, das nun noch klären muss, ob die von der Klägerin vorgetragenen besonderen Umstände vorliegen und der Beklagte davon Kenntnis hatte oder haben musste.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil vom 9. November 2011 - I ZR 150/09 - Basler Haarkosmetik LG Stuttgart - Urteil vom 27. Januar 2009 - 41 O 127/08  OLG Stuttgart - Urteil vom 24. September 2009 - 2 U 16/09 GRUR-RR 2010, 12 = K &amp;amp; R 2010, 197&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 10. November 2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-4791918418839641105?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/4791918418839641105/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bundesgerichtshof-zur-haftung-des-admin.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4791918418839641105'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4791918418839641105'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bundesgerichtshof-zur-haftung-des-admin.html' title='Bundesgerichtshof zur Haftung des Admin-C'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-5808876042859386273</id><published>2011-11-09T09:55:00.000-08:00</published><updated>2011-11-09T09:56:00.084-08:00</updated><title type='text'>Auskunftsanspruch des Scheinvaters gegen die Mutter zur Vorbereitung eines Unterhaltsregresses</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;BGH - Mitteilung der PressestelleNr. 178/2011 vom 09.11.2011&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Familienrecht ist im Regefall nicht unser Thema, aber der Fall ist von allgemeinem Interesse, weil der BGH erstmal für den Fall des sog. Scheinvaterregresses nach erfolgreicher gerichtlicher Anfechtung der Vaterschaft aus § 242 BGB einen Auskunftsanspruch gegen die Kindesmutter zugelassen hat, ohne die dieser Rückgriffsanspruch gegen den leiblichen Vater leerläuft. Die Schwierigkeiten einen derartigen Auskunftsanspruch auch im Falle der Weigerung zu vollstrecken, seien am Rande erwähnt, § 888 ZPO.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der u.a. für das Familienrecht zuständige XII. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute entschieden, dass dem Scheinvater nach erfolgreicher Vaterschaftsanfechtung  und zur Vorbereitung eines Unterhaltsregresses ein Anspruch gegen die Mutter auf Auskunft über die Person zusteht, die ihr in der gesetzlichen Empfängniszeit beigewohnt hat. Die Parteien hatten bis zum Frühjahr 2006 für etwa zwei Jahre in nichtehelicher Lebensgemeinschaft zusammengelebt. Im Frühsommer 2006 trennten sie sich endgültig. Am 18. Januar 2007 gebar die Beklagte einen Sohn. Nachdem sie den Kläger zuvor aufgefordert hatte, die Vaterschaft für "ihr gemeinsames Kind" anzuerkennen, erkannte dieser bereits vor der Geburt mit Zustimmung der Beklagten die Vaterschaft an. Er zahlte an die Beklagte insgesamt 4.575 € Kindes- und Betreuungsunterhalt. In der Folgezeit kam es zwischen den Parteien zu verschiedenen Rechtsstreitigkeiten. In einem Verfahren zur Regelung des Umgangsrechts wurde ein psychologisches Gutachten eingeholt, dessen Kosten der Kläger jedenfalls teilweise zahlen musste.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In einem Rechtsstreit über Betreuungs- und Kindesunterhalt verständigten sich die Parteien auf Einholung eines Vaterschaftsgutachtens. Auf der Grundlage dieses Gutachtens stellte das Familiengericht im Anfechtungsverfahren fest, dass der Kläger nicht der Vater des 2007 geborenen Sohnes der Beklagten ist. Dementsprechend sind die Unterhaltsansprüche gegen den leiblichen Vater nach § 1607 Abs. 3 Satz 2 BGB in Höhe des geleisteten Unterhalts auf den Kläger übergegangen. Inzwischen erhält die Beklagte von dem mutmaßlichen leiblichen Vater des Kindes monatlichen Kindesunterhalt in Höhe von 202 €.  Dem Kläger ist der leibliche Vater des Kindes nicht bekannt. Er möchte in Höhe der geleisteten Zahlungen Regress bei diesem nehmen. Zu diesem Zweck hat er von der Beklagten Auskunft zur Person des leiblichen Vaters verlangt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Amtsgericht hat die Beklagte antragsgemäß zur Auskunft verurteilt, wer ihr in der gesetzlichen Empfängniszeit beigewohnt habe. Die Berufung der Beklagten hatte keinen Erfolg.  Der Bundesgerichtshof hat auch die Revision der Beklagten zurückgewiesen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Beklagte schuldet dem Kläger nach Treu und Glauben (§ 242 BGB) Auskunft über die Person, die ihr während der Empfängniszeit beigewohnt hat. Ein solcher Anspruch setzt nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs voraus, dass auf der Grundlage einer besonderen Rechtsbeziehung zwischen den Parteien der eine Teil in entschuldbarer Weise über das Bestehen oder den Umfang seines Rechts im Ungewissen ist, während der andere Teil unschwer in der Lage ist, die zur Beseitigung dieser Ungewissheit erforderlichen Auskünfte zu erteilen.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Diese Voraussetzungen hat der Bundesgerichtshof als erfüllt angesehen. Dem Kläger ist nicht bekannt, gegen wen er seinen Anspruch auf Unterhaltsregress richten kann; die Beklagte kann ihm unschwer die Person benennen, die ihr während der Empfängniszeit beigewohnt hat und gegenwärtig sogar Kindesunterhalt leistet. Die erforderliche besondere Rechtsbeziehung zwischen den Auskunftsparteien ergibt sich aus dem auf Aufforderung und mit Zustimmung der Mutter abgegebenen Vaterschaftsanerkenntnis. Zwar berührt die Verpflichtung zur Auskunft über die Person des Vaters ihres Kindes das Persönlichkeitsrecht der Mutter nach Art. 2 Abs. 1 i.V.m Art. 1 Abs. 1 GG, das auch das Recht auf Achtung der Privat- und Intimsphäre umfasst und zu dem die persönlichen, auch geschlechtlichen Beziehungen zu einem Partner gehören. Dieser Schutz ist nach Art. 2 Abs. 1 GG aber seinerseits beschränkt durch die Rechte anderer. Ein unzulässiger Eingriff in den unantastbaren Bereich des allgemeinen Persönlichkeitsrechts liegt nicht vor, weil die Auskunftspflichtige bereits durch ihr früheres Verhalten Tatsachen ihres geschlechtlichen Verkehrs während der Empfängniszeit offenbart hatte, die sich als falsch herausgestellt haben. Damit hatte sie zugleich erklärt, dass nur der Kläger als Vater ihres Kindes in Betracht kam und diesen somit zum Vaterschaftsanerkenntnis veranlasst. In einem solchen Fall wiegt ihr allgemeines Persönlichkeitsrecht regelmäßig nicht stärker als der ebenfalls geschützte Anspruch des Mannes auf effektiven Rechtsschutz aus Art. 20 Abs. 3 i.V.m. Art. 2 Abs. 1 GG zur Durchsetzung seines Unterhaltsregresses nach erfolgreicher Vaterschaftsanfechtung. Urteil vom 9. November 2011 - XII ZR 136/09 AG Rendsburg – 23 F 235/08 – Urteil vom 10. Dezember 2008  OLG Schleswig – 8 UF 16/09 – Urteil vom 23. Juni 2009 – FamRZ 2009, 1924 &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;pre style="text-align: justify;" wrap=""&gt;&lt;br /&gt;&lt;/pre&gt;&lt;pre wrap=""&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Karlsruhe, den 9. November 2011 &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/pre&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-5808876042859386273?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/5808876042859386273/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/auskunftsanspruch-des-scheinvaters.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/5808876042859386273'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/5808876042859386273'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/auskunftsanspruch-des-scheinvaters.html' title='Auskunftsanspruch des Scheinvaters gegen die Mutter zur Vorbereitung eines Unterhaltsregresses'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-117447423277358313</id><published>2011-11-09T09:33:00.000-08:00</published><updated>2011-11-09T09:33:57.280-08:00</updated><title type='text'>BGH: Versicherungsrechtliche Folgen des Zusammenbruchs eines Geld - und Werttransportunternehmens</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;BGH - Mitteilung der PressestelleNr. 179/2011 vom 09.11.2011&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die interessante Entscheidung betrifft erneut das Thema der versicherungsrechtlichen Absicherung von Insolvenzrisiken, einem Modell, dass in der Praxis mehr und mehr Bedeutung erlangt.&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Hier geht es die Folgen des Zusammenbruches der Heros - Gruppe, deren unternehmerische Aktivitäten sich im Kern Geld- und Werttransportdienstleistungen befassten. Die Geschäftsführer mehrerer Unternehmen der Unternehmensgruppe hatten ihnen überlassenes Bargeld über Jahre hinweg zweckwirdrig verwendet, so dass die betrroffenen Banken dieses Geld nach dem Zusammenbruch nicht mehr realisieren konnten, ohne auf die Transportversicherungen zurückzugreifen. Diese wiederum haben die Transportversicherungsverträge wegen argistiger Täuschung angefochten, was gegen die Zahlungsansprüche eingewendet wurde, wobei allerdings die Wirksamkeit der Anfechtung in Streit steht. Der BGH hat diese Rechtsstreitigkeiten zwar wegen mangelnder Tatsachenaufklärung des Land- und Oberlandesgerichtes Düsseldorf zurückverwiesen, aber interessante Ausführungen zur Rechtslage gemacht, die erkennen lassen, dass der BGH ein weites Verständnis des Schutzumfanges dieser Transportversicherungen zugrundelegt, so dass die vertragswidrige Nichtablieferung von Bargeld vom Versicherungsschutzt umfasst ist.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der für das Versicherungsvertragsrecht zuständige IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute im Anschluss an die Entscheidungen vom 25. Mai 2011 im Zusammenhang mit der HEROS-Gruppe weitere Entscheidungen zu den versicherungsrechtlichen Folgen des Zusammenbruchs eines Geld- und Werttransportunternehmens getroffen. Die Kläger - Banken und Einzelhandelsunternehmen - haben Versicherungsleistungen aus einer Transportversicherung gefordert. Deren Versicherungsschutz erstreckt sich auf "alle Gefahren und Schäden, gleichviel aus welcher Ursache", denen versicherte Sachen (u.a. Geld, Geldscheine, Hartgeld, Münzen) ausgesetzt sind. Er beginnt mit deren "Übergabe oder Übernahme … an bzw. durch den Versicherungsnehmer" und "endet, wenn dieselben in die Obhut des berechtigten Empfängers übergeben worden sind".&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Die Geschäftsführer des Geld- und Werttransportunternehmens verwendeten diesem überlassenes Bargeld über Jahre hinweg zweckwidrig, indem sie damit unter anderem Verbindlichkeiten gegenüber anderen Auftraggebern beglichen. Aufgrund dessen wurde zahlreichen Auftraggebern - darunter nach ihren Behauptungen auch den Klägern - insbesondere im August 2006 dem Transporteur zur Entsorgung überlassenes Bargeld nicht mehr (vollständig) auf ihren Konten gutgeschrieben oder zur Versorgung von Filialen oder Geldautomaten bestimmtes Geld nicht mehr übergeben. Nach Aufdeckung dieser Geschäftspraktiken im Sommer 2006 fochten die Beklagten die Versicherungsverträge wegen arglistiger Täuschung bei Vertragsschluss an.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&amp;nbsp;Die Parteien haben vor allem darüber gestritten, ob die beklagten Versicherer schon infolge der Anfechtung leistungsfrei sind, sowie, ob das Geld- und Werttransportunternehmen im Umgang mit dem ihm anvertrauten Bargeld gegen vertragliche Verpflichtungen verstoßen und dadurch einen Versicherungsfall ausgelöst hat. Die Berufungsgerichte hatten die Klageansprüche überwiegend zugesprochen. Dagegen wendeten sich die Versicherer mit ihren Revisionen. Die Kläger erstrebten zum Teil eine weitergehende Verurteilung der Beklagten, soweit die Klagen in den Vorinstanzen abgewiesen worden waren. Der Bundesgerichtshof hat den noch von den Berufungsgerichten angenommenen Ausschluss der Beklagten mit der Geltendmachung des Einwandes der Anfechtung abgelehnt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Verfahren sind zur neuen Verhandlung und Entscheidung, insbesondere zur Klärung der bisher offen gelassenen Frage, ob die Beklagten ihre Vertragserklärungen wirksam wegen arglistiger Täuschung bei Vertragsschluss angefochten haben, an diese zurückverwiesen worden. Darüber hinaus hat der IV. Zivilsenat weitere Grundsatzentscheidungen zur Reichweite des Versicherungsschutzes für Geld- und Werttransporte getroffen. Anders als in dem Sachverhalt, der dem Urteil vom 25. Mai 2011 (HEROS I  IV ZR 117/09, VersR 2011, 918; Pressemitteilung Nr. 87/2011) zugrunde lag, schließen die Bedingungen der zwischen den Klägern und dem Geld- und Werttransportunternehmen geschlossenen Transportverträge es in den heute entschiedenen Rechtssachen aus, dass zur Entsorgung überlassenes Bargeld bei Ablieferung bei der Deutschen Bundesbank zunächst einem Eigen-Konto des Transporteurs gutgebracht wird. Erfolgt dennoch eine Einzahlung auf einem solchen Konto und wird die Übergabe daher nicht wie geschuldet ausgeführt, liegt darin ein dem Versicherungsschutz unterfallender Zugriff auf das Transportgut. Denn der von den Beklagten versprochene und bis zur Übergabe "in die Obhut des berechtigten Empfängers" währende Deckungsschutz umfasst auch die Einhaltung der vertraglichen Einzahlungsanweisung. Ein so begründeter Versicherungsfall entfällt nicht allein dadurch, dass die Auftraggeber eine solche, für sie erkennbar dem Transportvertrag widersprechende Handhabung stillschweigend hingenommen haben.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Erstmals hat der Bundesgerichtshof sich auch mit der Reichweite des Versicherungsschutzes für den Bereich der Versorgung mit Bargeld - etwa für Geldautomaten und Kassen von Filialen - befasst. Hat der Transporteur für den Auftraggeber von der Deutschen Bundesbank Bargeld entgegen genommen, das er den vertraglichen Vorgaben zuwider nicht an den vorgesehenen Bestimmungsorten abliefert, liegt auch darin ein vom Versicherungsschutz umfasster stofflicher Zugriff auf das Transportgut. Damit wird  nach außen erkennbar  in den vereinbarten Ablauf der Geldversorgung eingegriffen und zugleich dem Auftraggeber die Möglichkeit entzogen zu bestimmen, wie mit dem Bargeld verfahren wird.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteile vom 9. November 2011 IV ZR 251/08 Landgericht Düsseldorf - Urteil vom 26. Oktober 2007 - 39 O 114/06 Oberlandesgericht Düsseldorf - Urteil vom 5. November 2008 - I-18 U 188/07 und IV ZR 15/10 Landgericht Essen - Urteil vom 12. November 2008 - 1 O 183/07 Oberlandesgericht Hamm - Urteil vom 18. Dezember 2009 - I-20 U 30/09 und IV ZR 16/10 Landgericht Essen - Urteil vom 4. Juni 2008 - 1 O 66/07 Oberlandesgericht Hamm - Urteil vom 18. Dezember 2009 - I-20 U 137/08 und IV ZR 171/10 Landgericht Essen - Urteil vom 29. August 2008 - 19 O 35/08 Oberlandesgericht Hamm - Urteil vom 16. Juli 2010 - I-20 U 166/08 und IV ZR 172/10 Landgericht Essen - Urteil vom 1. Dezember 2008 - 1 O 308/06 Oberlandesgericht Hamm - Urteil vom 16. Juli 2010 - I-20 U 28/09 und IV ZR 173/10 Landgericht Essen - Urteil vom 26. Mai 2008 - 1 O 55/07 Oberlandesgericht Hamm - Urteil vom 16. Juli 2010 - I-20 U 128/08 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;pre wrap=""&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Karlsruhe, den 9. November 2011 &lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;br /&gt;&lt;/pre&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-117447423277358313?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/117447423277358313/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bgh-versicherungsrechtliche-folgen-des.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/117447423277358313'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/117447423277358313'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bgh-versicherungsrechtliche-folgen-des.html' title='BGH: Versicherungsrechtliche Folgen des Zusammenbruchs eines Geld - und Werttransportunternehmens'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4193321309783263824</id><published>2011-11-02T10:59:00.000-07:00</published><updated>2011-11-02T10:59:33.338-07:00</updated><title type='text'>BGH zum Umfang des Insolvenzschutzes bei Pauschalreisen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshof - Mitteilung der PressestelleNr. 173/2011 vom 02.11.2011Bundesgerichtshof zum Umfang des Insolvenzschutzes bei Pauschalreisen  ---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Insolvenzschutz bei Pauschalreisen hat seine Tücken und Lücken im Versicherungsschutz. Im vorliegenden Fall hatte sich ein Versicherer versucht, der Haftung für eine Insolvenz des Reiseveranstalters mit dem Argument zu entgehen, dass die betreffende Reise bereits vor der Insolvenz nicht zustande gekommen ist und der Zeitpunkt - der etwa einen Monat später liegenden - der Stellung des Insolvenzantrages und der nach vorläufiger Insolvenzverwaltung erfolgten Insolvenzeröffnung nicht auf diesen Zeitpunkt zurückwirkt. Damit wird versucht eine Lücke im Konzept des Sicherungsscheines nach § 651 k BGB zu schaffen. Diese fehlerhafte Rechtsauffassung stieß&amp;nbsp;im Instanzenzug auf keinerlei "Sympathien".&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der BGH legt § 651 k BGB mit Blick auf Art. 7 der Richtlinie 90/314/EWG in Übereinstimmung mit der Rechtsprechung des EuGH dahingehend aus, die eindeutig von einem umfassenden Schutzkonzept ausgeht, so dass auch Rückzahlungsansprüche vom Versicherungsschutz erfasst sind, die aufgrund einer Insolvenz des Reiseveranstalters nicht mehr von diesem erfüllt werden können. Nichts anders ist auch in § 651k BGB geregelt, der diese Norm in deutsches Recht umgesetzt hat.&amp;nbsp;Weder nach deutschem noch nach eureopäischem Recht kommt es auf eine Kausalität der Insolvenz für den Reiseausfall an, sondern es&amp;nbsp;reicht&amp;nbsp;aus, "dass infolge der Insolvenz dem Reisenden vom Veranstalter der vorausgezahlte Preis für die ausgefallene Reise nicht erstattet werden kann und der insolvente Reiseveranstalter naturgemäß auch zur Durchführung der Reise nicht mehr in der Lage ist." Jedes andere Verständnis verkennt das Sicherungskonzept das dieser Regelung zugrundeliegt, was nunmehr höchstrichterlich geklärt ist. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nr. 173/2011:  Die Kläger buchten Anfang 2009 über einen Reiseveranstalter eine Kreuzfahrt, die Anfang 2010 hätte stattfinden sollen. Sie überwiesen, nachdem sie einen "Sicherungsschein für Pauschalreisen gemäß § 651k des Bürgerlichen Gesetzbuches" des nunmehr verklagten Hamburger Versicherers erhalten hatten, jeweils über 7.400 EUR an den Reiseveranstalter. Anfang August 2009 teilte der Reiseveranstalter den Klägern mit, dass die Reise mangels Nachfrage nicht stattfinde. Bereits einen Monat später wurde durch das Insolvenzgericht die vorläufige Verwaltung des Vermögens des Reiseveranstalters angeordnet, Anfang Dezember 2009 das Insolvenzverfahren eröffnet. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zur Rückzahlung des Reisepreises durch den Reiseveranstalter kam es nicht mehr. Der beklagte Versicherer lehnte eine Erstattung&amp;nbsp;ab. Die Reise sei nicht aufgrund der Insolvenz des Reiseveranstalters ausgefallen, sondern weil sie von diesem mangels Nachfrage abgesagt worden sei. Das Risiko, dass der dadurch ausgelöste Rückzahlungsanspruch wegen Insolvenz des Reiseveranstalters nicht mehr realisiert werden könne, werde vom Wortlaut des Sicherungsscheins, der der gesetzlichen Formulierung in § 651k BGB folge, nicht erfasst. Ferner treffe die Kläger ein Mitverschulden, weil sie den Reisepreis bereits ein Jahr vor Beginn der Reise beglichen hätten, ohne dass sie hierzu verpflichtet gewesen seien. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Landgericht hat der Klage stattgegeben. Die Berufung der Versicherung hatte keinen Erfolg.  Der unter anderem für das Reiserecht zuständige X. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat diese Entscheidungen heute bestätigt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Reisender, zu dessen Gunsten ein Reisepreisversicherungsvertrag gemäß § 651k des Bürgerlichen Gesetzbuches abgeschlossen worden ist, ist damit – so der BGH - auch gegen das Risiko absichert, dass nach einer Absage der Reise durch den Reiseveranstalter sein Anspruch auf Rückzahlung des vorausbezahlten Reisepreises aufgrund der Insolvenz des Reiseveranstalters nicht mehr realisiert werden kann.  § 651k BGB ist auch auf diese Fallgestaltung anzuwenden, weil der deutsche Gesetzgeber die Vorgaben aus Art. 7 der Richtlinie 90/314/EWG des Rates vom 13. Juni 1990 über Pauschalreisen vollständig umsetzen wollte. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Art. 7 der Richtlinie erfasst eindeutig auch den vorliegenden Fall, weil die Richtlinie vorschreibt, dass der Reiseveranstalter für den Fall seiner Zahlungsunfähigkeit oder Insolvenz die Erstattung gezahlter Beträge und die Rückreise des Verbrauchers sicherzustellen hat. Eine Kausalität der Insolvenz für den Reiseausfall muss daher weder nach europäischen noch nach deutschem Recht bestehen, es reicht vielmehr aus, dass infolge der Insolvenz dem Reisenden vom Veranstalter der vorausgezahlte Preis für die ausgefallene Reise nicht erstattet werden kann und der insolvente Reiseveranstalter naturgemäß auch zur Durchführung der Reise nicht mehr in der Lage ist. In diesem Sinne sind auch die zu Gunsten der Kläger abgeschlossenen Reisepreisversicherungsverträge zwischen dem Reiseveranstalter und dem beklagten Versicherer auszulegen, weil sie in ihren allgemeinen Versicherungsbedingungen auf die gesetzliche Regelung Bezug nehmen.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine Vorlage an den Gerichtshof der Europäischen Union zur Auslegung der Pauschalreise-Richtlinie hat der Senat wegen des klaren Wortlauts des Art. 7 und der bereits ergangenen Rechtsprechung des Gerichtshofs nicht für notwendig erachtet. § 651 k BGB lautet (auszugsweise):  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"(1)Der Reiseveranstalter hat sicherzustellen, dass dem Reisenden erstattet werden  1.der gezahlte Reisepreis, soweit Reiseleistungen infolge Zahlungsunfähigkeit oder Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Reiseveranstalters ausfallen, und  2.notwendige Aufwendungen, die dem Reisenden infolge Zahlungsunfähigkeit oder Eröffnung des Insolvenzverfahrens über das Vermögen des Reiseveranstalters für die Rückreise entstehen.  Die Verpflichtungen nach Satz 1 kann der Reiseveranstalter nur erfüllen  1. durch eine Versicherung bei einem im Geltungsbereich dieses Gesetzes zum Geschäftsbetrieb befugten Versicherungsunternehmen oder  2. durch ein Zahlungsversprechen eines im Geltungsbereich dieses Gesetzes zum Geschäftsbetrieb befugten Kreditinstituts.  (2) …  (3) Zur Erfüllung seiner Verpflichtung nach Absatz 1 hat der Reiseveranstalter dem Reisenden einen unmittelbaren Anspruch gegen den Kundengeldabsicherer zu verschaffen und durch Übergabe einer von diesem oder auf dessen Veranlassung ausgestellten Bestätigung (Sicherungsschein) nachzuweisen. …  (4) Reiseveranstalter und Reisevermittler dürfen Zahlungen des Reisenden auf den Reisepreis vor Beendigung der Reise nur fordern oder annehmen, wenn dem Reisenden ein Sicherungsschein übergeben wurde. …"  Art. 7 der Richtlinie lautet:  "Der Veranstalter und/oder Vermittler, der Vertragspartei ist, weist nach, dass im Fall der Zahlungsunfähigkeit oder des Konkurses die Erstattung gezahlter Beträge und die Rückreise des Verbrauchers sichergestellt sind."  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil vom 2. November 2011 – X ZR 43/11  LG Hamburg – 334 O 249/09 – Urteil vom 19. August 2010  OLG Hamburg – 9 U 154/10 – Urteil vom 29. März 2011  und Urteil vom 2. November 2011 – X ZR 44/11  LG Hamburg – 334 O 250/09 – Urteil vom 19. August 2010  OLG Hamburg – 9 U 155/10 – Urteil vom 29. März 2011  Karlsruhe, den 2. November 2011 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Quelle: Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-4193321309783263824?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/4193321309783263824/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bgh-zum-umfang-des-insolvenzschutzes.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4193321309783263824'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4193321309783263824'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/bgh-zum-umfang-des-insolvenzschutzes.html' title='BGH zum Umfang des Insolvenzschutzes bei Pauschalreisen'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4552576243024141785</id><published>2011-11-01T16:04:00.000-07:00</published><updated>2011-11-01T16:04:43.010-07:00</updated><title type='text'>OLG Frankfurt/Main: Perlentaucher revisited</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Bundesgerichtshof hatte in Sachen &lt;a href="http://www.perlentaucher.de/"&gt;www.perlentaucher.de&lt;/a&gt; (nach wie vor eine sehr lesenswerte Webpage mit täglichem Newsletter zum Bereich Belletristik und Literatur) nicht abschließend entschieden, sondern die Sache an das Berufungsgericht zurückverwiesen (Übersicht: &lt;a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,732181,00.html"&gt;http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,732181,00.html&lt;/a&gt;). Die beiden Entscheidungen liegen des OLG Ffm. liegen jetzt vor.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Es geht dabei um die Frage, ob und inwieweit es zulässig ist, Buchrezensionen komprimiert als abstract wiederzugeben. Der BGH hat die Auffassung vertreten, dass diese Vorgehensweise entgegen der Auffassungen der Klägerinnen zwar nicht generell urheberrechtswidrig ist, aber im Einzelfall durchaus eine Rechtsverletzung darstellen kann, je nachdem inwieweit die Buchrezensuion Urheberrechtsschutz genießt und der abstract den damit verbundenen Urheberrechtsschutz verletzt (sehr verkürzt dargestellt).&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das OLG Frankfurt/Main hat die Einzelfälle nunmehr intensiv geprüft und vertritt die Auffassung, dass in einigen Fällen die textlichen Übernahmen so intensiv sind, dass eine Urheberrechtsverletzung wegen der Vornahme unfreier Bearbeitungen zu bejahen ist. Das OLG Frankfurt/Main betont aber in diesem Zusammenhang selbst, dass dies die Vorgehensweise selbst nicht generell in Frage stellt. Indessen ist mit einer Einzelfallprüfung anhand der BGH - Kriterien eine Rechtssicherheit nicht erreicht, da letztlich pro Zusammenfassung einer Rezension geprüft werden muss, ob dies eine "freie" oder "unfreie" Bearbeitung darstellt.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Ruf nach dem Gesetzgeber verhallt in vielen Fällen ungehört, wenn keine entsprechende "Lobby" existiert. Zu bedenken ist aber generell, dass derartige Internetprojekte Buchautoren und Verlagen mehr nutzen als schaden und sich die Buchwelt mit der Digitalisierung sehr verändert hat. Es bleibt alles in der Schwebe des Einzelfalles!&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;01.11.2011 - Pressemitteilung&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In zwei Urteilen vom 1.11.2011 hat das Oberlandesgericht Frankfurt am Main (OLG) erneut über die Frage entschieden, unter welchen Voraussetzungen die komprimierte Wiedergabe von Buchrezensionen Dritter zulässig ist.&lt;/div&gt;&lt;div&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerinnen verlegen namhafte Tageszeitungen, in denen auch Buchrezensionen veröffentlicht werden.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Beklagte stellt auf ihrer Webseite "perlentaucher.de" Neuerscheinungen auf dem Buchmarkt vor und spricht Empfehlungen aus. Dabei veröffentlicht sie auch Buchrezensionen aus den von den Klägerinnen verlegten Zeitungen in komprimierter Fassung. Diese sog. "Abstracts" werden von den Mitarbeitern der Beklagten formuliert, enthalten aber einzelne Zitate und Passagen aus den Originalkritiken.&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Klägerinnen halten dies für unzulässig und haben mit den vorliegenden Klagen in der Hauptsache ein generelles Verbot derartiger Abstracts verlangt, hilfsweise die Untersagung von Abstracts mit Originalzitaten sowie bestimmter konkreter Abstracts. Nach Ansicht der Klägerinnen verletzen die Abstracts wegen des Umfangs der Übernahme von Formulierungen aus den Originalrezensionen ihre Urheberrechte. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das in erster Instanz zuständige Landgericht hatte die Klagen abgewiesen. Auch die dagegen eingelegten Berufungen hatten keinen Erfolg. Das OLG wies die Berufungen im Dezember 2007 zunächst vollständig zurück (vgl. OLG-Presseinformation vom 11.12.2007). &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der Revision bestätigte der Bundesgerichtshof (BGH), dass die Klägerinnen kein generelles Verbot der Verwendung ihrer Buchrezensionen verlangen können. Es sei urheberrechtlich grundsätzlich zulässig, den Inhalt eines Schriftwerks in eigenen Worten zusammenzufassen und diese Zusammenfassungen zu verwerten.&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Anders als die Vorinstanzen vertrat der BGH aber die Auffassung, dass die Übernahme der Rezensionen im konkreten Einzelfall die Urheberrechte der Klägerinnen verletzten könnte. Der BGH hob deshalb die Berufungsurteile teilweise auf und wies das OLG an zu prüfen, ob die Verbreitung einzelner konkreter Abstracts der Beklagten das Urheberrecht der Klägerinnen verletzen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In den aktuellen Berufungsurteilen kommt das OLG nunmehr zu dem Ergebnis, dass tatsächlich bestimmte Perlentaucher-Kritiken, die im Dezember 2004 erschienen waren und von den Klägerinnen konkret benannt werden, ihr Urheberrecht verletzten. Diese Abstracts bestünden mehr oder weniger aus einer Übernahme von besonders prägenden und ausdrucksstarken Passagen der Originalrezensionen, von denen lediglich einige Sätze ausgelassen worden seien. Sie stellten deshalb eine unzulässige "unfreie" Bearbeitung im Sinne des Urhebergesetzes dar und hätten ohne die Einwilligung der Klägerinnen nicht übernommen werden dürfen. In diesem - eingeschränkten - Umfang gab das Oberlandesgericht den Berufungen deshalb statt und änderte die vorausgegangenen Urteile des Landgerichts ab.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Verurteilung der Beklagten lässt keine allgemeine Aussage darüber zu, in welchem Umfang die Übernahme von Buchrezensionen urheberrechtlich zulässig ist. Jede Übernahme oder Verarbeitung muss vielmehr im Einzelfall daraufhin überprüft werden, ob sie eine zulässige freie Bearbeitung des Originaltextes darstellt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Entscheidungen sind noch nicht rechtskräftig und können in Kürze im Volltext unter &lt;a href="http://www.lareda.hessenrecht.hessen.de/"&gt;www.lareda.hessenrecht.hessen.de&lt;/a&gt; abgerufen werden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;strong&gt;OLG Frankfurt am Main, Urteile vom 1.11.2011, Aktenzeichen 11 U 75/06 und 11 U 76/06&lt;br /&gt;(vorausgehend LG Frankfurt am Main, Urteile vom 23.11.2006, Aktenzeichen 2-3 O 171+172/06; OLG Frankfurt am Main, Urteile vom 11.12.2007, Aktenzeichen 11 U 75/06 und 11 U 76/06; BGH, Urteile vom 1.12.2010, Aktenzeichen I ZR 12+13/08)&lt;/strong&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="contentdividerlong" style="text-align: justify;"&gt;&lt;img alt="" border="0" height="1" src="http://www.olg-frankfurt.justiz.hessen.de/irj/servlet/prt/portal/prtroot/slimp.CMReader/HMdJ_15/OLG_Frankfurt_am_Main_Internet/systemstatic/internet/img/blind.gif" /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span class="contentbold"&gt;Pressestelle&lt;/span&gt;:   Oberlandesgericht Frankfurt am Main&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-4552576243024141785?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/4552576243024141785/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/olg-frankfurtmain-perlentaucher.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4552576243024141785'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4552576243024141785'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/11/olg-frankfurtmain-perlentaucher.html' title='OLG Frankfurt/Main: Perlentaucher revisited'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-8815418532906287834</id><published>2011-10-27T12:28:00.000-07:00</published><updated>2011-10-27T12:28:02.253-07:00</updated><title type='text'>BGH entscheidet über GEMA-Vergütung für Musikaufführungen bei Straßenfesten</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshof - Mitteilung der Pressestelle&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nr. 171/2011 vom 27.10.2011&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mit dieser Entscheidung hat der BGH zugunsten der GEMA entschieden, dass die Vergütung bei Freiluftveranstaltungen nach der Größe der gesamten Veranstaltungsfläche zu bemessen ist. Zum fraglichen Zeitpunkt existierte dazu noch kein Tarif (s.insweit: https://www.gema.de/nc/services.html), aber die GEMA wendete den Tarif für die Nutzung von Musikwerken bei Veranstaltungen in geschlossenen Räumen analog an. Dies hat der BGH für rechtmäßig erachtet, indem er den Einwand der Beklagten nicht geltend ließ, dass Flächen, die nicht dem Publikum unmittelbar zugänglich waren, von der Berechnung auszunehmen sind. Indirekt ist damit auch der Tarif für Aufführungen im Freien als unbedenklich "abgesegnet" worden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der u.a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute entschieden, dass die GEMA die Vergütungen für Musikaufführungen bei Freiluftveranstaltungen wie Straßenfesten oder Weihnachtsmärkten nach der Größe der gesamten Veranstaltungsfläche bemessen darf.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte (GEMA) nimmt die ihr von Komponisten, Textdichtern und Musikverlegern eingeräumten urheberrechtlichen Nutzungsrechte an Musikwerken wahr. Zu ihren Aufgaben gehört es, von Nutzern der Musikwerke die angemessene Vergütung einzufordern. Sie streitet sich in zwei Verfahren mit Nutzern über die Bemessung der Vergütung für Musikaufführungen bei Freiluftveranstaltungen, die in den Jahren 2004 bis 2008 durchgeführt wurden. In dem einen Rechtsstreit geht es um Veranstaltungen in Bochum, nämlich den "Weihnachtsmarkt", den "Gerther Sommer" und die "Bochumer Westerntage". Das andere Verfahren betrifft die Stadt- bzw. Straßenfeste "Barmen Live", "Bottrop Live", "Elberfelder Cocktail" und "Hammer Straße" (in Münster).  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die GEMA hatte zum Zeitpunkt der Veranstaltungen keinen eigenen Tarif für solche Musikaufführungen im Freien aufgestellt. Sie ermittelte die Vergütung deshalb nach einem Tarif, der für Musikaufführungen in Räumen gilt und bei dem sich die Höhe der Vergütung nach der Größe des Veranstaltungsraumes richtet. Sie berechnete die Vergütung dementsprechend nach der Größe der Veranstaltungsfläche, gerechnet vom ersten bis zum letzten Stand und von Häuserwand zu Häuserwand.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Veranstalter der Musikaufführungen halten diese Berechnungsweise für unangemessen. Sie sind der Ansicht, es dürfe nur auf den Teil der Veranstaltungsfläche abgestellt werden, der von der Bühne mit Musik beschallt werde. Davon seien die Flächen abzuziehen, die von Besuchern nicht betreten werden könnten (etwa weil sich dort Stände befinden) oder dürften (wie der für eine Nutzung als Veranstaltungsfläche nicht zugelassene öffentliche Verkehrsraum) oder auf denen die Musik von der Bühne durch andere Musik (beispielsweise Musik von den Ständen) überlagert werde.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Landgericht und Berufungsgericht haben entschieden, die GEMA sei berechtigt, die Vergütung nach der Größe der gesamten Veranstaltungsfläche zu bestimmen. Der BGH hat diese Entscheidungen bestätigt. Für Freiluftveranstaltungen wie die hier in Rede stehenden Straßenfeste oder Weihnachtsmärkte ist es - so der BGH - typisch, dass das Publikum vor der Bühne ständig wechselt und damit insgesamt wesentlich mehr Zuhörer die Musik wahrnehmen, als auf der beschallten Fläche Platz fänden. Es kommt hinzu, dass die Musik von der Bühne regelmäßig die gesamte Veranstaltung prägt. Der GEMA wäre es - so der BGH weiter - auch nicht zumutbar, bei jeder der zahlreichen und verschiedenartigen Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet jeweils die Fläche zu ermitteln, die von der Bühne mit Musik beschallt wird und die Flächen festzustellen, auf denen sich keine Besucher aufhalten können oder dürfen oder auf die andere Musik einwirkt. Die Berechnung nach der Gesamtveranstaltungsfläche ist daher auch aus Gründen der Praktikabilität geboten. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mittlerweile hat die GEMA einen eigenen Tarif für solche Musikaufführungen im Freien aufgestellt. Auch danach richtet sich die Höhe der Vergütung nach der Größe der gesamten Veranstaltungsfläche. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil vom 27. Oktober 2011 - I ZR 125/10 - Barmen Live &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Bochum - Urteil vom 22. Oktober 2009 - I-8 O 551/08 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;OLG Hamm - Urteil vom 10. Juni - I-4 U 210/09 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;und &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil vom 27. Oktober 2011 - I ZR 175/10 - Bochumer Weihnachtsmarkt &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Bochum - Urteil vom 17. Dezember 2009 - I-8 O 85/09 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;OLG Hamm - Urteil vom 7. September 2010 - I-4 U 37/10 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 27 Oktober 2011 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-8815418532906287834?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/8815418532906287834/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/bgh-entscheidet-uber-gema-vergutung-fur.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/8815418532906287834'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/8815418532906287834'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/bgh-entscheidet-uber-gema-vergutung-fur.html' title='BGH entscheidet über GEMA-Vergütung für Musikaufführungen bei Straßenfesten'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-2720687551724976835</id><published>2011-10-27T12:14:00.000-07:00</published><updated>2011-10-27T12:14:57.209-07:00</updated><title type='text'>BGH: DENIC muss Domainnamen in Fällen eindeutigen Missbrauchs löschen</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bundesgerichtshof - Mitteilung der Pressestelle&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nr. 172/2011 vom 27.10.2011&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Denic e.G. obliegen im Domain - Registrierungsverfahren keine Prüfpflichten, da insoweit allein Prioritätsgesichtspunkte maßgeblich sind. Nach diesem neuen BGH - Urteil obliegt allerdings die ex-post - Prüfung einem abgestuften Haftungskonzept, dass der BGH inzwischen für mehrere internetrechtliche Konfliktsituationen entwickelt hat. Grundsätzlich beginnt die Prüfungspflicht erst bei einem begründeten Hinweis auf einen offensichtlichen Rechtsverstoß, etwa bei einem Verstoß gegen gegen eine registrierte Marke oder einem sonstigen Kennzeichenrechtsverstoss, wobei an die Offensichtlichkeit strenge Anforderungen zu stellen sind. Diese Offensichtlichkeit hat der BGH hier bejaht bejaht, weil einem Unternehmen in Panama keine nach § 12 BGB geschützten Namensrechte an Regierungsbezirken im Freistaat Bayern zustehen können. Immerhin hat die DENIC mit ihrer Löschungsverweigerung nunmehr zu einer weiteren Klärung eines in der BGH - Judikatur noch offenen, domainrechtlichen Aspektes beigetragen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;--- &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Kläger ist der Freistaat Bayern, dessen Staatsgebiet in sieben Regierungsbezirke unterteilt ist. Die Beklagte ist die DENIC, eine Genossenschaft, die die Domainnamen mit dem Top-Level-Domain ".de" vergibt. Der Kläger hat festgestellt, dass unter dieser Top-Level-Domain zugunsten mehrerer Unternehmen mit Sitz in Panama sechs Domainnamen registriert wurden, die aus dem Wort "regierung" und dem Namen jeweils einer seiner Regierungsbezirke gebildet wurden (z.B. "regierung-oberfranken.de"). Der Kläger, der für seine Regierungsbezirke ähnliche Domainnamen hat registrieren lassen (z.B. "regierung.oberfranken.bayern.de"), verlangt von der Beklagten, die Registrierung dieser Domainnamen aufzuheben. Landgericht und Oberlandesgericht Frankfurt a.M. haben der Klage stattgegeben.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nachdem die umstrittenen Domainnamen inzwischen gelöscht worden und diese Domainnamen für den Kläger registriert sind, hat der Kläger den Rechtsstreit in der Hauptsache für erledigt erklärt. Da sich die Beklagte der Erledigungserklärung nicht angeschlossen hatte, musste heute darüber entschieden werden, ob die Klage ursprünglich begründet war. Diese Frage hat der BGH in seinem heute verkündeten Urteil bejaht und der Beklagten die Kosten des Rechtsstreits auferlegt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Zwar treffen die DENIC, die die Aufgaben der Registrierung der Domainnamen ohne Gewinnerzielungsabsicht erfüllt, nach der Entscheidung "ambiente.de" des Bundesgerichtshofs (Urteil vom 17. Mai 2001 - I ZR 251/99, BGHZ 148, 13) nur eingeschränkte Prüfungspflichten. Bei der Registrierung selbst, die in einem automatisierten Verfahren allein nach Prioritätsgesichtspunkten erfolgt, muss keinerlei Prüfung erfolgen. Aber auch dann, wenn die DENIC auf eine mögliche Rechtsverletzung hingewiesen worden ist, ist sie nur dann gehalten, die Registrierung des beanstandeten Domainnamens zu löschen, wenn die Rechtsverletzung offenkundig und für sie ohne weiteres feststellbar ist. Diese Voraussetzungen lagen im Streitfall vor. Bei den Namen, auf deren Verletzung der Kläger die DENIC hingewiesen hat, handelt es sich um offizielle Bezeichnungen der Regierungen bayerischer Regierungsbezirke. Aufgrund eines solchen Hinweises kann auch ein Sachbearbeiter der DENIC, der über keine namensrechtlichen Kenntnisse verfügt, ohne weiteres erkennen, dass diese als Domainnamen registrierten Bezeichnungen allein einer staatlichen Stelle und nicht einem in Panama ansässigen privaten Unternehmen zustehen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil vom 27. Oktober 2011 - I ZR 131/10 - regierung-oberfranken.de &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Frankfurt a.M. - Urteil vom 16. November 2009 - 21 O 139/09  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;OLG Frankfurt a.M. - Urteil vom 17. Juni 2010 - 16 U 239/09 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 27. Oktober 2011 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-2720687551724976835?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/2720687551724976835/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/bgh-denic-muss-domainnamen-in-fallen.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2720687551724976835'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2720687551724976835'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/bgh-denic-muss-domainnamen-in-fallen.html' title='BGH: DENIC muss Domainnamen in Fällen eindeutigen Missbrauchs löschen'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-2275743876350269919</id><published>2011-10-27T04:22:00.000-07:00</published><updated>2011-10-27T04:22:01.818-07:00</updated><title type='text'>Vorratsdatenspeicherung: Kommission fordert Deutschland und Rumänien zur vollständigen Umsetzung der EU-Vorschriften auf</title><content type='html'>&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;Eine endgültige rechtliche Klärung in dieser Sache wird nur ein Verfahren vor dem EuGH bringen, in dem zu prüfen ist, ob die Vorratsdatenspeicherung mit den Europäischen Grundfreiheiten und der EU - Grundrechtscharta in Übereinstimmung steht, unbeschadet der Möglichkeiten weiterer Verfahren vor dem EGMR. Die Prüfung könnte durch den EuGH auch im Rahmen eines Vertragsverletzungsverfahrens geschehen, sofern ein angegriffenes Mitglied der EU sich darauf berufen würde. &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;Brüssel, 27&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;.&amp;nbsp;Oktober 2011&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;  – Heute hat die Kommission Deutschland und Rumänien förmlich dazu  aufgefordert, innerhalb von zwei Monaten für die vollständige Umsetzung  der EU-Vorschriften zur Vorratsspeicherung von Daten zu sorgen. Seit den  Urteilen des deutschen und des rumänischen Verfassungsgerichts, mit  denen die Gesetze zur Umsetzung der Richtlinie zur Vorratsspeicherung  von Daten aufgehoben wurden, haben beide Länder keine Informationen dazu  übermittelt, wann und auf welchem Wege neue Vorschriften verabschiedet  werden. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;Die  Richtlinie zur Vorratsspeicherung von Daten schreibt  Telekommunikationsbetreibern und Internetanbietern zwingend vor,  Verbindungs- und Standortdaten für Strafverfolgungszwecke zu speichern.&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;  Die Verzögerung bei der Umsetzung der Richtlinie in innerstaatliches  Recht durch Deutschland und Rumänien könnte negative Auswirkungen auf  den Binnenmarkt für elektronische Kommunikation sowie auf die Fähigkeit  von Justiz- und Polizeibehörden haben, schwere Straftaten aufzudecken,  zu untersuchen und zu verfolgen. Die Kommission hat daher beschlossen,  beide Staaten mit einer mit Gründen versehenen Stellungnahme dazu  aufzufordern, diesen Verstoß gegen EU-Recht (Artikel&amp;nbsp;258 des Vertrags  über die Arbeitsweise der Europäische Union) zu beenden.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P6" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P6" style="text-align: justify;"&gt;Hintergrund&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;Deutschland  und Rumänien hatten der Kommission im Januar bzw. November&amp;nbsp;2008 ihre  innerstaatlichen Maßnahmen zur Umsetzung der Richtlinie zur  Vorratsspeicherung von Daten übermittelt.&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt; Am  2.&amp;nbsp;März 2010 hob das deutsche Bundesverfassungsgericht jedoch einige  Bestimmungen des Gesetzes zur Telekommunikationsüberwachung vom  31.&amp;nbsp;Dezember 2007 auf. Das rumänische Verfassungsgericht traf am  8.&amp;nbsp;Oktober 2009 eine ähnliche Entscheidung, indem es das Gesetz  Nr.&amp;nbsp;298/2008 für verfassungswidrig erklärte. Die beiden  Verfassungsgerichte haben nicht die Richtlinie zur Vorratsspeicherung  von Daten selbst als verfassungswidrig beurteilt. Obwohl die Urteile  beider Verfassungsgerichte die volle Umsetzung der Richtlinie in  Deutschland und Rumänien in verfassungskonformer Weise keineswegs  ausschließen, wurden bisher keine neuen Rechtsvorschriften erlassen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;Am 17.&amp;nbsp;Juni 2011 übermittelte die Kommission ein Aufforderungsschreiben an Deutschland und Rumänien.&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;  Deutschland teilte der Kommission am 16.&amp;nbsp;August 2011 mit, dass das  deutsche Justizministerium einen Vorschlag zur Umsetzung der Richtlinie  erstellt habe, der sich gerade im Stadium interministerieller  Konsultationen befinde. Die von den rumänischen Behörden übermittelten  Informationen lassen ebenso darauf schließen, dass die Verhandlungen  über ein neues Gesetz auf interministerieller Ebene noch nicht  abgeschlossen sind.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P5" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P5" style="text-align: justify;"&gt;Wegen  fehlender Gesetzesentwürfe zur vollständigen Umsetzung der Richtlinie  zur Vorratsspeicherung von Daten und fehlender Zeitpläne für ihre  endgültige Verabschiedung hat die Kommission beschlossen, Deutschland  und Rumänien eine mit Gründen versehene Stellungnahme nach Artikel&amp;nbsp;258  zu übermitteln.&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;Die Richtlinie zur Vorratsspeicherung von Daten (&lt;/span&gt;&lt;a href="http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:L:2006:105:0054:0063:DE:PDF"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;2006/24/EG&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;)  wurde 2006 angenommen und hätte bis zum 15.&amp;nbsp;September 2007 in  innerstaatliches Recht umgesetzt sein müssen, wobei die Möglichkeit  bestand, die Speicherung von Verbindungsdaten beim Zugang zum Internet  sowie bei der Nutzung von Internet-Telefonie und elektronischer Post  erst ab dem 15.&amp;nbsp;März 2009 zwingend vorzuschreiben.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;Vorratsspeicherung  von Daten heißt, dass die Verbindungs- und Standortdaten (nicht der  Inhalt) elektronischer Mitteilungen gespeichert werden.&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;  Die Richtlinie sieht vor, dass die von den Internetanbietern und  Telefongesellschaften gespeicherten Verbindungs- und Standortdaten nur  in besonderen Fällen nach Maßgabe des innerstaatlichen Rechts, der  einschlägigen Bestimmungen des Rechts der Europäischen Union und des  Völkerrechts an die nationalen Strafverfolgungsbehörden weitergegeben  werden dürfen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;Im  April&amp;nbsp;2011 hat die Kommission einen Bewertungsbericht angenommen, in  dem die Umsetzung der Richtlinie durch die Mitgliedstaaten analysiert  wird und die Verwendung der erhaltenen Daten sowie die Auswirkungen auf  Betreiber und Konsumenten bewertet werden (&lt;/span&gt;&lt;a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/484&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=1&amp;amp;language=DE&amp;amp;guiLanguage=fr"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;IP/11/484&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T2"&gt; und &lt;/span&gt;&lt;a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/11/251&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=0&amp;amp;language=EN&amp;amp;guiLanguage=fr"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;MEMO/11/251&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;). &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P6" style="text-align: justify;"&gt;Weitere Informationen:&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=MEMO/11/739&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=0&amp;amp;language=EN&amp;amp;guiLanguage=en"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;MEMO/11/739&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T9"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P5" style="text-align: justify;"&gt;Website von EU-Innenkommissarin Cecilia Malmström&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/malmstrom/welcome/default_de.htm"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/malmstrom/welcome/default_de.htm&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T2"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P5" style="text-align: justify;"&gt;Website GD Inneres:&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://ec.europa.eu/dgs/home-affairs/index_en.htm"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;http://ec.europa.eu/dgs/home-affairs/index_en.htm&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T2"&gt; (in englischer Sprache)&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P5" style="text-align: justify;"&gt;Vertragsverletzungsverfahren für den Politikbereich Inneres:&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://ec.europa.eu/home-affairs/news/infringements/infringements_en.htm"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;http://ec.europa.eu/home-affairs/news/infringements/infringements_en.htm&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;English Version: &lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/1248&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=0&amp;amp;language=EN&amp;amp;guiLanguage=en"&gt;http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/11/1248&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=0&amp;amp;language=EN&amp;amp;guiLanguage=en&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-2275743876350269919?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/2275743876350269919/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/vorratsdatenspeicherung-kommission.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2275743876350269919'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2275743876350269919'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/vorratsdatenspeicherung-kommission.html' title='Vorratsdatenspeicherung: Kommission fordert Deutschland und Rumänien zur vollständigen Umsetzung der EU-Vorschriften auf'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-442392408932194158</id><published>2011-10-26T08:32:00.000-07:00</published><updated>2011-10-26T08:32:48.959-07:00</updated><title type='text'>Örtliche Gerichtszuständigkeit bei grenzüberschreitenden Persönlichkeitsrechtsverletzungen in der EU</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Court of Justice of the European Union &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;PRESS RELEASE No 115/11 - Luxembourg, 25 October 2011&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Judgment in Joined Cases C-509/09 and C-161/10&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;eDate Advertising GmbH v X and Y&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Olivier Martinez and Robert Martinez v MGN Limited &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Entscheidung - denen zwei Vorabentscheidungsersuchen aus Deutschland und Frankreich zugrundelagen - betrifft eine grundsätzliche Frage für die gerichtliche Zuständigkeit bei grenzüberschreitenden Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Europäischen Deliktsrecht. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Entscheidung - denen zwei Vorabentscheidungsersuchen aus Deutschland und Frankreich zugrundelagen - betrifft eine grundsätzliche Frage für die gerichtliche Zuständigkeit bei grenzüberschreitenden Persönlichkeitsrechtsverletzungen im Europäischen Deliktsrecht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Entscheidung ist aber nicht dahigehend zu verstehen, dass ein Kläger in jedem Falle immer an dem Ort klagen muss, wo er seinen Lebensmittelpunkt (Domicile) hat, sondern der EuGH räumt dem Kläger ein dreifaches Wahlrecht hinsichtlich der örtlichen Zuständigkeit nach Art. 5 Nrn. 3/4 der Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates vom 22. Dezember 2000 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen ein. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ein Betroffener kann jetzt entweder an dem Ort für den gesamten Sachverhalt klagen, wo er seinen Lebensmittelpunkt hat. Darüber hinaus kann bei Persönlichkeitsrechtsverletzungen aufgrund grenzüberschreitender Medienveröffentlichungen in jedem Staat geklagt werden, in dem die Rechtsverletzung durch Medien verbreitet worden ist, was insbesondere für Unterlassungsklagen und einstweilige Verfügungen von Belang ist. Darüber hinaus kann bei Internetveröffentlichungen auch dortb geklagt werden, wo der Verbreiter niedergelassen ist, was einen breiten Interpretationsspielraum&amp;nbsp;zwischen Angaben im Impressum, tatsächlichen Sitz und Serverstandort eröffnen kann. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1. Leitsätze des EuGH&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;a) Die Opfer mittels des Internets begangener Persönlichkeitsverletzungen können wegen des gesamten entstandenen Schadens die Gerichte ihres Wohnsitzmitgliedstaats anrufen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;b)&amp;nbsp;Der Betreiber einer Website, für die die Richtlinie über den elektronischen Rechtsverkehr gilt, darf jedoch in diesem Staat keinen strengeren als den im Recht seines Sitzmitgliedstaats vorgesehenen Anforderungen unterworfen werden&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;2. Rechtliche Ausgangslage: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Nach der Verordnung über die gerichtliche Zuständigkeit sind Personen, die ihren Wohnsitz im Hoheitsgebiet eines Mitgliedstaats haben, grundsätzlich vor den Gerichten dieses Mitgliedstaats zu verklagen. Bilden jedoch eine unerlaubte Handlung, eine Handlung, die einer unerlaubten Handlung gleichgestellt ist, oder Ansprüche aus einer solchen Handlung den Gegenstand des Verfahrens, so kann eine Person auch in einem anderen Mitgliedstaat vor dem Gericht des Ortes, an dem das schädigende Ereignis eingetreten ist oder einzutreten droht, verklagt werden. So hat ein Betroffener bei Ehrverletzungen durch einen in mehreren Mitgliedstaaten verbreiteten Artikel in Printmedien für die Erhebung einer Schadensersatzklage gegen den Herausgeber zwei Möglichkeiten. Zum einen kann er die Gerichte des Staates anrufen, in dem der Herausgeber ansässig ist, wobei diese Gerichte für die Entscheidung über den Ersatz sämtlicher durch die Ehrverletzung entstandener Schäden zuständig sind. Zum anderen kann er sich an die Gerichte jedes Mitgliedstaats wenden, in dem die Veröffentlichung verbreitet worden ist und in dem das Ansehen des Betroffenen nach dessen Vorbringen beeinträchtigt worden ist (Ort der Verwirklichung des Schadenserfolgs). In diesem Fall sind die nationalen Gerichte jedoch nur für die Entscheidung über den Ersatz der Schäden zuständig, die in dem Staat verursacht worden sind, in dem sie ihren Sitz haben.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;3. Sachverhalte: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Bundesgerichtshof (Deutschland) und das Tribunal de grande instance de Paris (Frankreich) haben den Gerichtshof um Klärung ersucht, inwieweit diese Grundsätze auf Verletzungen von Persönlichkeitsrechten durch Inhalte auf einer Website übertragbar sind.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;a) Der Sachverhalt in der Rechtssache C-509/09&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der in Deutschland wohnhafte X wurde im Jahr 1993 zusammen mit seinem Bruder von einem deutschen Gericht wegen Mordes an einem bekannten Schauspieler zu einer lebenslangen Freiheitsstrafe verurteilt. Im Januar 2008 wurde er auf Bewährung entlassen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die in Österreich niedergelassene Gesellschaft eDate Advertising betreibt unter der Adresse „www.rainbow.at“ ein Internetportal, auf dem sie über Rechtsbehelfe von X und dessen Bruder gegen ihre Verurteilung berichtete. Obwohl eDate Advertising die streitige Meldung aus ihrem Internetauftritt entfernte, beantragte X bei den deutschen Gerichten, der österreichischen Gesellschaft aufzugeben, es zu unterlassen, über ihn im Zusammenhang mit der Tat unter voller Namensnennung zu berichten. eDate Advertising rügt ihrerseits die internationale Zuständigkeit der deutschen Gerichte für die Entscheidung über diesen Rechtsstreit, da sie der Auffassung ist, dass sie nur vor den österreichischen Gerichten verklagt werden könne.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;b) Der Sachverhalt in der Rechtssache C-161/10&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am 3. Februar 2008 erschien auf der Website der britischen Zeitung Sunday Mirror ein in Englisch verfasster, mit „Kylie Minogue ist wieder mit Olivier Martinez zusammen“ überschriebener Text mit Details zu einem Treffen zwischen der australischen Sängerin und dem französischen Schauspieler. Dieser und dessen Vater Robert Martinez rügen eine Verletzung ihres Privatlebens sowie des Rechts am eigenen Bild von Olivier Martinez. Sie gingen in Frankreich gegen die britische Gesellschaft MGN, die Herausgeberin des Sunday Mirror, vor. Diese bestreitet wie eDate Advertising die internationale Zuständigkeit des angerufenen Gerichts, denn sie ist der Ansicht, dass es an einem hinreichend engen Bezug zwischen der Veröffentlichung im Vereinigten Königreich und dem geltend gemachten Schaden im französischen Hoheitsgebiet fehle. Allein ein solcher Bezug könne aber die Zuständigkeit der französischen Gerichte für die Entscheidung über die schädigenden Ereignisse im Zusammenhang mit der streitigen Veröffentlichung im Internet begründen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;4. Das Urteil des Gerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;In seinem heutigen Urteil stellt der Gerichtshof fest, dass sich die Veröffentlichung von Inhalten auf einer Website von der gebietsabhängigen Verbreitung eines Druckerzeugnisses dadurch unterscheidet, dass die Inhalte von einer unbestimmten Zahl von Internetnutzern überall auf der Welt unmittelbar abgerufen werden können. Somit kann die weltumspannende Verbreitung zum einen die Schwere der Verletzungen von Persönlichkeitsrechten erhöhen, und zum anderen ist es dadurch sehr schwierig, die Orte zu bestimmen, an denen sich der Erfolg des aus diesen Verletzungen entstandenen Schadens verwirklicht hat. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unter diesen Umständen – und da die Auswirkungen eines im Internet veröffentlichten Inhalts auf die Persönlichkeitsrechte einer Person am besten von dem Gericht des Ortes beurteilt werden können, an dem das Opfer den Mittelpunkt seiner Interessen hat – erklärt der Gerichtshof dieses Gericht für zuständig, über den gesamten im Gebiet der Europäischen Union verursachten Schaden zu entscheiden. In diesem Zusammenhang stellt der Gerichtshof klar, dass der Ort, an dem eine Person den Mittelpunkt ihrer Interessen hat, im Allgemeinen ihrem gewöhnlichen Aufenthalt entspricht.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der Gerichtshof hebt jedoch hervor, dass das Opfer anstelle einer Haftungsklage auf Ersatz des gesamten Schadens auch die Gerichte jedes Mitgliedstaats anrufen kann, in dessen Hoheitsgebiet ein im Internet veröffentlichter Inhalt zugänglich ist oder war. In diesem Fall sind die Gerichte wie bei Schäden durch ein Druckerzeugnis nur für die Entscheidung über den Schaden zuständig, der im Hoheitsgebiet des Staates entstanden ist, in dem sie ihren Sitz haben. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Ebenso kann die verletzte Person wegen des gesamten entstandenen Schadens auch die Gerichte des Mitgliedstaats anrufen, in dem der Urheber der im Internet veröffentlichten Inhalte niedergelassen ist.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Schließlich legt der Gerichtshof die Richtlinie über den elektronischen Geschäftsverkehr dahin aus, dass es der Grundsatz des freien Dienstleistungsverkehrs grundsätzlich nicht zulässt, dass der Anbieter eines Dienstes des elektronischen Geschäftsverkehrs im Aufnahmemitgliedstaat strengeren Anforderungen unterliegt, als sie das Recht des Mitgliedstaats vorsieht, in dem der Anbieter niedergelassen ist.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressemitteilung des EuGH v. 25.10.2011&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressemitteilung in anderen Sprachen: &lt;a href="http://curia.europa.eu/jcms/jcms/P_81775/"&gt;http://curia.europa.eu/jcms/jcms/P_81775/&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Verordnung (EG) Nr. 44/2001 des Rates vom 22. Dezember 2000 über die gerichtliche Zuständigkeit und die Anerkennung und Vollstreckung von Entscheidungen in Zivil- und Handelssachen (ABl. 2001, L 12, S. 1) -&amp;nbsp;&lt;a href="http://www.curia.europa.eu/"&gt;www.curia.europa.eu&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Directive 2000/31/EC of the European Parliament and of the Council of 8 June 2000 on certain legal aspects of information society services, in particular electronic commerce, in the Internal Market (OJ 2000 L 178, p. 1)&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-442392408932194158?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/442392408932194158/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/ortliche-gerichtszustandigkeit-bei.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/442392408932194158'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/442392408932194158'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/ortliche-gerichtszustandigkeit-bei.html' title='Örtliche Gerichtszuständigkeit bei grenzüberschreitenden Persönlichkeitsrechtsverletzungen in der EU'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-952243567110212323</id><published>2011-10-26T05:57:00.000-07:00</published><updated>2011-10-26T05:57:00.953-07:00</updated><title type='text'>BGH: Zum Erbrecht nichtehelicher Kinder für Erbfälle vor dem 29.05.2011</title><content type='html'>Bundesgerichtshof - Mitteilung der Pressestelle&lt;br /&gt;Nr. 170/2011 vom 26.10.2011 - AZ: IV ZR 150/10 &lt;br /&gt;---&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der BGH hat heute entschieden, dass vor dem 1. Juli 1949 geborene, nichteheliche Kinder weiter vom Nachlass des verstorbenen Vaters&amp;nbsp;für Erbfälle vor dem 29.Mai 2009 ausgeschlossen bleiben, da die begrenzte Rückwirkung ungeachtet der rechtlichen Bedenken des EuGMR, die Anlass der Gesetzesänderung waren, der Rechtsssicherheit dient. Der entscheidende Stichtag wird vielmehr beim Tag der Verkündung des einschlägigen Urteils des EGMR gesehen (28.05.2009). Es ist nicht auszuschließen, dass der Kläger Verfassungsbeschwerde zum BVerfG einlegen wird, worüber derzeit noch nichts bekannt ist. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressemitteilung des BGH: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der für das Erbrecht zuständige IV. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat heute entschieden, dass der in Art. 12 § 10 Abs. 2 Satz 1 des Gesetzes über die rechtliche Stellung der nichtehelichen Kinder vom 19. August 1969 (NEhelG a.F.) festgeschriebene Ausschluss vor dem 1. Juli 1949 geborener nichtehelicher Kinder vom Nachlass des Vaters für vor dem 29. Mai 2009 eingetretene Erbfälle weiterhin Bestand hat. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der im Jahr 1940 nichtehelich geborene Kläger hat im Wege der Stufenklage Pflichtteils- und Pflichtteilsergänzungsansprüche aus dem Erbfall nach seinem im Jahr 2006 verstorbenen Vater geltend gemacht. Die Beklagte, eine eheliche Tochter des Erblassers, ist dessen durch Testament bestimmte Alleinerbin. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bis zum 30. Juni 1970 galten ein nichteheliches Kind und sein Vater nicht als verwandt. Daher fand insofern eine gesetzliche Erbfolge nicht statt. Art. 12 § 10 Abs. 2 Satz 1 NEhelG a.F. hielt diesen Ausschluss zum Nachteil vor dem 1. Juli 1949 geborener nichtehelicher Kinder aufrecht. In einer Entscheidung vom 28. Mai 2009 (Beschwerde Nr. 3545/04, NJW-RR 2009, 1603 = FamRZ 2009, 1293) hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte jedoch festgestellt, dies könne das auch nichtehelichen Kindern zustehende Recht auf Achtung ihres Familienlebens aus Art. 8 Abs. 1 der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten (EMRK) beeinträchtigen und diskriminierend sein (Art. 14 EMRK). Mit Blick hierauf hat der deutsche Gesetzgeber im April 2011 die Stichtagsregelung in Art. 12 § 10 Abs. 2 NEhelG a.F. - rückwirkend - für ab dem 29. Mai 2009 eingetretene Erbfälle aufgehoben. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Vorinstanzen hatten die Klage abgewiesen. Dagegen richtete sich die Revision des Klägers. Diese hat der Bundesgerichtshof mit dem heutigen Urteil zurückgewiesen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Aufrechterhaltung der Regelung des Art. 12 § 10 Abs. 2 Satz 1 NEhelG a.F. für vor dem 29. Mai 2009 eingetretene Erbfälle verstößt weder gegen Art. 6 Abs. 5 GG i.V.m. Art. 3 Abs. 1 GG noch gegen Art. 14 Abs. 1 GG. Die begrenzte Rückwirkung der gesetzlichen Neuregelung und die damit weiterhin bestehende Benachteiligung vor dem 1. Juli 1949 geborener nichtehelicher Kinder ist durch sachliche Gründe gerechtfertigt und daher nicht zu beanstanden. Der deutsche Gesetzgeber durfte insbesondere dem grundgesetzlich geschützten Vertrauen von Erblassern und deren bisherigen Erben in die Beibehaltung von Art. 12 § 10 Abs. 2 Satz 1 NEhelG a.F. entscheidende Bedeutung beimessen. Erst mit der Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte, dass diese Regelung gegen Art. 8 Abs. 1, 14 EMRK verstoße, war ein solches Vertrauen in einen Ausschluss nichtehelicher Kinder eines männlichen Erblassers von dessen Erbe nicht mehr berechtigt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Auch eine Berücksichtigung der genannten Garantien der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte und Grundfreiheiten selbst führt zu keiner anderen Beurteilung der Entscheidung des Gesetzgebers. Der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte lässt sich vielmehr entnehmen, dass der Gesetzgeber nicht verpflichtet war, die Rechtslage auch für die Zeit vor Verkündung der Entscheidung vom 28. Mai 2009 zu ändern. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Art. 12 § 10 Abs. 2 Satz 1 NEhelG a.F. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Für die erbrechtlichen Verhältnisse eines vor dem 1. Juli 1949 geborenen nichtehelichen Kindes und seiner Abkömmlinge zu dem Vater und dessen Verwandten bleiben die bisher geltenden Vorschriften auch dann maßgebend, wenn der Erblasser nach dem Inkrafttreten dieses Gesetzes stirbt. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Art. 6 Abs. 5 GG &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Den unehelichen Kindern sind durch die Gesetzgebung die gleichen Bedingungen für ihre leibliche und seelische Entwicklung und ihre Stellung in der Gesellschaft zu schaffen wie den ehelichen Kindern. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Art. 8 Abs. 1 EMRK &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Jede Person hat das Recht auf Achtung ihres Privat- und Familienlebens, ihrer Wohnung und ihrer Korrespondenz. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Art. 14 EMRK &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Genuß der in dieser Konvention anerkannten Rechte und Freiheiten ist ohne Diskriminierung insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder eines sonstigen Status zu gewährleisten. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;AZ: IV ZR 150/10 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Landgericht Hamburg - Urteil vom 21. Januar 2010 - 309 O 278/09 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg - Urteil vom 15. Juni 2010 - 2 U 8/10 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 26. Oktober 2011 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-952243567110212323?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/952243567110212323/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/bgh-zum-erbrecht-nichtehelicher-kinder.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/952243567110212323'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/952243567110212323'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/bgh-zum-erbrecht-nichtehelicher-kinder.html' title='BGH: Zum Erbrecht nichtehelicher Kinder für Erbfälle vor dem 29.05.2011'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-2483298654456666276</id><published>2011-10-25T11:13:00.000-07:00</published><updated>2011-10-25T11:13:48.645-07:00</updated><title type='text'>BGH über die urheberrechtliche Zulässigkeit der Bildersuche bei Google</title><content type='html'>Bundesgerichtshof - Mitteilung der Pressestelle - Vorschaubilder II&lt;br /&gt;Nr. 165/2011 vom 19.10.2011&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;---&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Der klagende Fotograf hatte sich die Sache sicher einfacher vorgestellt, zumal Profi - Fotografen es hinsichtlich der Realisierung ihrer Lizenzansprüche es oftmals sehr schwer haben. Vermutlich waren die wirklichen Rechtsverletzter (das geht aus der Pressemitteilung nicht hervor; ohnehin ist der Volltext wegen der Details abzuwarten) nicht ermittelbar und es ließen sich über die Suchfunktion via Bildersuche bei google aber Rechtsverletzungen mangels Lizenzerteilung ermitteln. Nichts liegt da auf den ersten Blick näher als sich an den wirtschaftlich gut situierten Suchmaschinenbetreiber zu wenden, der aber bereits in der Entscheidung des BGH zu "Vorschaulbilder I" nicht in eine Haftungssituation geraten ist, weil das Einstellen eines urheberrechtlich geschützten Bildwerkes in das Internet dann eine schlüssie Einwilligung des Urhebers in eine Widergabe von Vorschaubildern entfällt, wenn keine technischen Vorkehrungen getroffen werden, dies technisch zu verhindern.&amp;nbsp;Damit verlagerte der BGH die Verantwortung aufgrund der bestehenden technischen Möglichkeiten auf den Urheber oder Rechteverwerter, zumal der Suchmaschinenbetreiber keine Möglichkeit hat, die Rechtmäßigkeit proaktiv und letztlich auch nicht&amp;nbsp;postaktiv zu prüfen. Nunmehr wird diese Haftungsfreistellung auch auf das Einstellen von urheberrechtlich geschützten Werken durch Dritte erstreckt, weil der&amp;nbsp;Suchmaschinenbetreiber die Rechtslage nicht zumutbar prüfen kann. Letztlich wird&amp;nbsp;hier aber die schlüssige Einwilligung des&amp;nbsp;nicht berechtigten Dritten auf den Urheber erstreckt, der diese Einwilligung nicht erteilt hat. Dennoch ist der Suchmaschinenbetreiber auch in solchen Situationen als Mitstörer schützenswert, weil eine solche Prüflast wegen Unzumutbarkeit&amp;nbsp;die Grenzen der Verhältnismäßigkeit weit überschreitet. Die Entscheidung ist&amp;nbsp;wenig überraschend. Sie&amp;nbsp;ist sachgerecht, auch wenn damit dem Urheber das Risiko des Vorgehens gegen einen unter Umständen nicht&amp;nbsp;namensmäßig ermittelbaren Störer auferlegt wird. Im Ergebnis führt dies dazu, dass die Ermittlungsbemühen gegen&amp;nbsp;Störer verstärkt werden und Suchmaschinenbetreiber von einer Haftung richtigerweise freigestellt werden. &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Die Pressemitteilung des BGH im Wortlaut: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der u.a. für das Urheberrecht zuständige I. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs hat erneut entschieden, dass Google nicht wegen Urheberrechtsverletzung in Anspruch genommen werden kann, wenn urheberrechtlich geschützte Werke in Vorschaubildern ihrer Suchmaschine wiedergegeben werden. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;Die von Google betriebene Internetsuchmaschine verfügt über eine textgesteuerte Bildsuchfunktion, mit der man durch Eingabe von Suchbegriffen nach Abbildungen suchen kann, die Dritte im Zusammenhang mit dem Suchwort ins Internet eingestellt haben. Die von der Suchmaschine aufgefundenen Bilder werden in einer Ergebnisliste in verkleinerter Form als Vorschaubilder ("thumbnails") gezeigt. Die Vorschaubilder enthalten einen elektronischen Verweis (Link), über den man zu der Internetseite mit der wiedergegebenen Abbildung gelangen kann. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Kläger ist Fotograf. Im Dezember 2006 und März 2007 wurden auf Suchanfragen die Abbildungen eines vom Kläger angefertigten Lichtbildes der Fernsehmoderatorin Collien Fernandes als Vorschaubilder angezeigt. Als Fundort der Abbildungen wurden zwei näher bezeichnete Internetseiten angegeben.  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Kläger hat vorgetragen, er habe den Betreibern dieser Internetseiten keine Nutzungsrechte an der Fotografie eingeräumt. Er hat die Beklagte wegen Urheberrechtsverletzung unter anderem auf Unterlassung in Anspruch genommen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Landgericht hat der Klage stattgegeben. Das Berufungsgericht hat die Klage abgewiesen. Der Bundesgerichtshof hat die Revision des Klägers zurückgewiesen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Der Bundesgerichtshof hat im vergangenen Jahr entschieden, dass ein Urheber, der eine Abbildung eines urheberechtlich geschützten Werkes ins Internet einstellt, ohne technisch mögliche Vorkehrungen gegen ein Auffinden und Anzeigen dieser Abbildung durch Suchmaschinen zu treffen, durch schlüssiges Verhalten seine Einwilligung in eine Wiedergabe von Vorschaubildern der Abbildung erklärt und der darin liegende Eingriff in das Recht auf öffentliche Zugänglichmachung des Werkes (§ 19a UrhG) daher nicht rechtswidrig ist (BGH, Urteil vom 29. April 2010 - I ZR 69/08, BGHZ 185, 291 - Vorschaubilder I).  &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In der heute verkündeten Entscheidung stellt der Bundesgerichtshof klar, dass eine solche, die Rechtswidrigkeit des Eingriffs ins Urheberrecht ausschließende Einwilligung auch dann vorliegt, wenn eine Abbildung eines Werkes von einem Dritten mit Zustimmung des Urhebers ohne Schutzvorkehrungen ins Internet eingestellt worden ist. Der Kläger hatte im Streitfall zwar geltend gemacht, er habe den Betreibern der Internetseiten, auf denen die Vorschaubilder der Fotografie eingestellt waren, keine Nutzungsrechte eingeräumt. Darauf kommt es nach Ansicht des Bundesgerichtshofs jedoch nicht an. Der Kläger hatte nämlich Dritten das Recht eingeräumt, das Lichtbild im Internet öffentlich zugänglich zu machen. Die von einem Dritten mit Zustimmung des Urhebers durch Einstellen von Abbildungen des Werkes ins Internet wirksam erklärte Einwilligung in die Anzeige in Vorschaubildern ist - so der Bundesgerichtshof - nicht auf die Anzeige von Abbildungen des Werkes beschränkt, die mit Zustimmung des Urhebers ins Internet eingestellt worden sind. Es ist allgemein bekannt, dass Suchmaschinen, die das Internet in einem automatisierten Verfahren nach Bildern durchsuchen, nicht danach unterscheiden können, ob ein aufgefundenes Bild von einem Berechtigten oder einem Nichtberechtigten ins Internet eingestellt worden ist. Deshalb kann und darf der Betreiber einer Suchmaschine eine solche Einwilligung dahin verstehen, dass sie sich auch auf die Anzeige von solchen Abbildungen in Vorschaubildern erstreckt, die ohne Zustimmung des Urhebers ins Internet eingestellt worden sind. Dem Urheber ist es allerdings unbenommen, diejenigen wegen Urheberrechtsverletzung in Anspruch zu nehmen, die diese Abbildungen unberechtigt ins Internet gestellt haben. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Urteil vom 19. Oktober 2011 - I ZR 140/10 - Vorschaubilder II &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;LG Hamburg - Urteil vom 26. September 2008 - 308 O 248/07 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;OLG Hamburg - Urteil vom 23. Juni 2010 - 5 U 220/08 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Karlsruhe, den 19. Oktober 2011 &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-2483298654456666276?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/2483298654456666276/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/bgh-uber-die-urheberrechtliche.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2483298654456666276'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/2483298654456666276'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/bgh-uber-die-urheberrechtliche.html' title='BGH über die urheberrechtliche Zulässigkeit der Bildersuche bei Google'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4344877804142668419</id><published>2011-10-25T08:55:00.000-07:00</published><updated>2011-10-25T08:55:12.376-07:00</updated><title type='text'>Verantwortlichkeit eines Hostproviders für einen das Persönlichkeitsrecht verletzenden Blog-Eintrag</title><content type='html'>&lt;span&gt;Bundesgerichtshof - &lt;/span&gt;&lt;span&gt;Mitteilung der Pressestelle&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Nr. 169/2011 vom 25.10.2011&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;---&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das äußerst interessante Urteil des BGH hat die Haftung von google nach deutschem Recht für (hier: etwaige) Rechtsverletzungen seiner Blogger auf "Blogger" zum Gegenstand. Im Endeffekt geht es hier um die Frage, ob es sich um eine falsche Tatsachenbehauptungen oder eine erweislich wahre Tatsachenbehauptung handelt, die aber unter Umständen im Kontext dennoch ehrenrührig sein kann. Der BGH hat sich für ein recht ausgewogenes, abgestuftes Haftungskonzept entschieden, dass den Interessen aller Beteiligten zwar Rechnung trägt, aber im Falle des Falles google für Rechtsverletzungen anonymer Blogger haften lässt, was sicherlich bei google zu Überlegungen einer Haftungsminimierung im Innenverhältnis führen wird, je nachdem wie die damit verbundenen Risiken rechtlich und wirtschaftlich bewertet werden. Es könnte durchaus sein, dass google in Zukunft&amp;nbsp;jedenfalls von deutschen Bloggern wenigstens intern "Klarnamen" und Identifikation verlangt. Wer sich hinter den "Schutzschild" von "Blogger" begibt, hat nicht ohne weiteres Anspruch darauf bei Rechtsverletzungen von allen Haftungsrisiken freigestellt zu werden, wobei es jeweils auf die Umstände des Einzelfalles ankommt. &amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Hier die Pressemitteilung des Bundesgerichtshofs:&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Der  Kläger nimmt die Beklagte wegen der Verbreitung einer ehrenrührigen  Tatsachenbehauptung im Internet auf Unterlassung in Anspruch. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Die  Beklagte mit Sitz in Kalifornien stellt die technische Infrastruktur  und den Speicherplatz für eine Website und für die unter einer  Webadresse eingerichteten Weblogs (Blogs) zur Verfügung. Hinsichtlich  der Blogs, journal- oder tagebuchartig angelegten Webseiten, fungiert  die Beklagte als Hostprovider. Ein von einem Dritten eingerichteter Blog  enthält unter anderem eine Tatsachenbehauptung, die der Kläger als  unwahr und ehrenrührig beanstandet hat. &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Das  Landgericht hat der Unterlassungsklage hinsichtlich der Verbreitung  einer Behauptung im Bereich der Bundesrepublik Deutschland stattgegeben.  Die Berufung der Beklagten hatte insoweit keinen Erfolg. Mit der vom  Berufungsgericht zugelassenen Revision verfolgt die Beklagte die  angestrebte Klageabweisung weiter. &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Der  u.a. für das Persönlichkeitsrecht zuständige VI.. Zivilsenat hat die  Auffassung der Vorinstanzen, dass die deutschen Gerichte international  zuständig seien und dass deutsches Recht Anwendung finde, gebilligt. &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Zur  Frage der Haftung der Beklagten nach deutschem Recht ist die Sache an  das Berufungsgericht zurückverwiesen worden. Der Bundesgerichtshof hat  die Voraussetzungen konkretisiert, unter denen ein Hostprovider als  Störer für von ihm nicht verfasste oder gebilligte Äußerungen eines  Dritten in einem Blog auf Unterlassung in Anspruch genommen werden kann.  &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Dies setzt voraus, dass der Hostprovider die im Folgenden dargelegten Pflichten verletzt hat: &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Ein  Tätigwerden des Hostproviders ist nur veranlasst, wenn der Hinweis so  konkret gefasst ist, dass der Rechtsverstoß auf der Grundlage der  Behauptungen des Betroffenen unschwer - das heißt ohne eingehende  rechtliche und tatsächliche Überprüfung - bejaht werden kann. &amp;nbsp;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Regelmäßig  ist zunächst die Beanstandung des Betroffenen an den für den Blog  Verantwortlichen zur Stellungnahme weiterzuleiten. Bleibt eine  Stellungnahme innerhalb einer nach den Umständen angemessenen Frist aus,  ist von der Berechtigung der Beanstandung auszugehen und der  beanstandete Eintrag zu löschen. Stellt der für den Blog Verantwortliche  die Berechtigung der Beanstandung substantiiert in Abrede und ergeben  sich deshalb berechtigte Zweifel, ist der Provider grundsätzlich  gehalten, dem Betroffenen dies mitzuteilen und gegebenenfalls Nachweise  zu verlangen, aus denen sich die behauptete Rechtsverletzung ergibt.  Bleibt eine Stellungnahme des Betroffenen aus oder legt er  gegebenenfalls erforderliche Nachweise nicht vor, ist eine weitere  Prüfung nicht veranlasst. Ergibt sich aus der Stellungnahme des  Betroffenen oder den vorgelegten Belegen auch unter Berücksichtigung  einer etwaigen Äußerung des für den Blog Verantwortlichen eine  rechtswidrige Verletzung des Persönlichkeitsrechts, ist der beanstandete  Eintrag zu löschen. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Durch die  Zurückverweisung an das Berufungsgericht wird den Parteien Gelegenheit  gegeben, dazu vorzutragen, ob die Beklagte die ihr obliegenden Pflichten  erfüllt hat. &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Urteil vom 25. Oktober 2011 - VI ZR 93/10 &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Landgericht Hamburg – Urteil vom 22. Mai 2009 - 325 O 145/08 &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Hanseatisches Oberlandesgericht Hamburg – Urteil vom 2. März 2010 - 7 U 70/09 &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Karlsruhe, den 25. Oktober 2011 &lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;br /&gt;&lt;span&gt;Pressestelle des Bundesgerichtshofs&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-4344877804142668419?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/4344877804142668419/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/verantwortlichkeit-eines-hostproviders.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4344877804142668419'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4344877804142668419'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/verantwortlichkeit-eines-hostproviders.html' title='Verantwortlichkeit eines Hostproviders für einen das Persönlichkeitsrecht verletzenden Blog-Eintrag'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-486209338924775543</id><published>2011-10-11T08:36:00.000-07:00</published><updated>2011-10-11T08:36:40.610-07:00</updated><title type='text'>European Commission proposes an optional Common European Sales Law to boost trade and expand consumer choice</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;The news sounds good, but by a second view I don't think that it's a very good idea. Maybe there are some good reasons for a European Sales Law for cross-the-border-transactions (such plans are nothing new at all) if you don't think that there is too much unification and not enough regional difference anymore. However, the plans are based on the idea to bring up a second regulation of Sales Law beneath the existing national regulations and their Rules about the Conflict of Laws (which are by now&amp;nbsp;still very influenced by European Sales Law and other european regulations), but only by choice of the consumers. At the moment it is still very complex for consumers to get enough information about the legal aspects of&amp;nbsp;Sales Law and their implications on International Private Laws. So the new system may&amp;nbsp;bring&amp;nbsp;up a confusion between both regulations. I think it would be the better choice to make a European Standard for the complete Sales Law in the European Union - or to let it be&amp;nbsp;for the next years. &amp;nbsp;&amp;nbsp;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;European Commission proposes an optional Common European Sales Law to boost trade and expand consumer choice&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Brussels, 11 October 2011 – Despite the success of the EU's Single Market, barriers to cross-border trade remain. Many of these result from divergent sales laws between the 27 Member States. They make selling abroad complicated and costly, especially for small firms. Traders who are dissuaded from cross-border transactions due to contract law obstacles forgo at least €26 billion in intra-EU trade every year. Meanwhile, 500 million consumers in Europe lose out on greater choice and lower prices because fewer firms make cross-border offers, particularly in smaller national markets. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Today, the European Commission proposed an optional Common European Sales Law to help break down these barriers and give consumers more choice and a high level of protection. It will facilitate trade by offering a single set of rules for cross-border contracts in all 27 EU countries. If traders offer their products on the basis of the Common European Sales law, consumers would have the option of choosing a user-friendly European contract with a high level of protection with just one click of a mouse. The Commission's proposal now needs approval from EU Member States and the European Parliament, which already signalled its overwhelming support in a vote earlier this year (IP/11/683).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;"The optional Common European Sales Law will help kick-start the Single Market, Europe's engine for economic growth. It will provide firms with an easy and cheap way to expand their business to new markets in Europe while giving consumers better deals and a high level of protection," said Vice-President Reding, the EU's Justice Commissioner. "Instead of setting aside national laws, today the European Commission is taking an innovative approach based on free choice, subsidiarity and competition."&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;The Common European Sales Law breaks down barriers and maximises benefits for consumers and businesses.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1. Advantages for Companies: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Providing one common (yet optional) regime of contract law that is identical for all 27 Member States so that traders no longer need to wrestle with the uncertainties that arise from having to deal with multiple national contract systems: According to a Eurobarometer released today, 71% of European companies stated that if able to choose, they would use one single European contract law for all cross-border sales to consumers from other EU countries.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Cutting transaction costs for companies that wish to trade cross-border: Currently, businesses wishing to carry out cross-border transactions must adapt to up to 26 different national contract laws, translate them and hire lawyers, costing an average €10,000 for each additional export market.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Helping small and medium-sized companies (SMEs) to expand into new markets: currently only 9.3% of all EU companies sell across EU borders and thereby forego at least €26 billion per year.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;2. Advantages for Consumers:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Providing the same high level of consumer protection in all Member States: Consumers will be able to rely on the Common European Sales Law as a mark of quality. For example, it offers consumers a free choice of remedies in case they buy a defective product – even several months after a purchase. This means that consumers could terminate the contract, ask for a replacement or repair or a price reduction. Today, such a free choice of remedy only exists in five EU countries (France, Greece, Lithuania, Luxembourg, Portugal).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Providing a wider choice of products at lower prices: Currently, consumers who proactively search for better deals across the EU, in particular online, are often refused sale or delivery by the trader. At least 3 million consumers experienced this over a one year period.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Providing certainty about their rights in cross-border transactions: 44% of consumers say that uncertainty about their rights discourages them from buying from other EU countries.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Increasing transparency and consumers' confidence: consumers will always be clearly informed, and will have to agree to use a contract based on the Common European Sales Law. In addition, an information notice will clearly lay out the consumers' rights in their language.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;The Common European Sales Law will be applicable:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;only if both parties voluntarily and expressly agree to it;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;to cross-border contracts where most of the problems of additional transaction costs and legal complexity arise; Member States will have the choice to make the Common European Sales Law applicable to domestic contracts as well&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;to contracts for the sale of goods – the bulk of intra-EU trade – as well as digital content contracts, such as music, movies, software or smart-phone applications&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;for both business-to-consumer and business-to-business transactions &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;if one party is established in a Member State of the EU. Traders could use the same set of contract terms when dealing with other traders from within and from outside the EU, giving the Common European Sales Law an international dimension.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Background&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Contracts are essential for running businesses and making sales to consumers. They formalise an agreement between parties and can cover a broad range of matters, including the sale of goods and associated services such as repairs and maintenance. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Companies use a wide variety of contracts that are governed by different national contract laws when operating in Europe’s Single Market. The 27 different sets of national rules can lead to additional transaction costs, a lack of legal certainty for businesses and a lack of consumer confidence. These can act as a deterrent for both consumers and businesses to shopping and trading across EU borders. Small and medium-sized companies are particularly affected by higher transaction costs. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;This contrasts with the United States’ internal market, where a trader in Maryland can easily sell his products to a consumer in Alaska. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Under the Europe 2020 strategy (IP/10/225), the Commission is tackling bottlenecks in the Single Market to drive economic recovery. This includes making progress towards a European contract law. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In July 2010, the Commission put forward several options in a Green Paper for a more coherent approach to contract law. The Commission then held a public consultation that ran until 31 January 2011 and resulted in 320 responses (MEMO/11/55).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;On 3 May 2011, an expert group established by the Commission delivered a feasibility study on a future initiative on European contract law (IP/11/523). The Commission consulted stakeholders and citizens during the feasibility study and received 120 responses.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;On 8 June 2011, the European Parliament backed an optional European contract law in a plenary vote on an own-initiative report by MEP Diana Wallis (MEMO/11/236). &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;For more information&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;MEMO/11/680&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Press pack&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;http://ec.europa.eu/justice/newsroom/news/20111011_en.htm&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;European Commission – Common European Sales Law website:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;http://ec.europa.eu/justice/policies/consumer/policies_consumer_intro_en.htm&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Homepage of Vice-President Viviane Reding, EU Justice Commissioner:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_en.htm"&gt;http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_en.htm&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mehr Handel und ein größeres Angebot für den Verbraucher: Europäische Kommission schlägt Gemeinsames Europäisches Kaufrecht vor&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Brüssel, 11. Oktober 2011 – Trotz aller Erfolge des Binnenmarkts bestehen im grenzübergreifenden Handel nach wie vor Hindernisse. Viele dieser Hindernisse sind auf unterschiedliche kaufrechtliche Bestimmungen in den 27 Mitgliedstaaten zurückzuführen. Sie machen den Verkauf im Ausland insbesondere für kleinere Unternehmen zu einer komplizierten und kostspieligen Angelegenheit. Unternehmern, die wegen kaufrechtlicher Hindernissen auf grenzübergreifende Geschäfte verzichten, entgehen jährlich mindestens 26 Mrd. EUR im EU-Binnenhandel. Gleichzeitig werden 500 Mio. Verbrauchern in Europa eine größere Auswahl und niedrigere Preise vorenthalten, weil nur wenige Unternehmen grenzübergreifend tätig sind; insbesondere kleinere nationale Märkte sind hiervon betroffen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Heute hat die Kommission ein fakultatives Gemeinsames Europäisches Kaufrecht vorgeschlagen, das diese Hindernisse beseitigen und Verbrauchern mehr Auswahl und ein höheres Schutzniveau bringen soll. Es wird den Handel durch ein einheitliches Regelwerk für grenzübergreifende Verträge in allen 27 EU-Mitgliedstaaten erleichtern. Bieten Unternehmen ihre Produkte auf der Grundlage des Gemeinsamen Kaufrechts an, so können sich Verbraucher mit nur einem Mausklick für einen benutzerfreundlichen europäischen Vertrag entscheiden, der ihre Rechte umfassend schützt. Dem Vorschlag der Kommission müssen nun noch die EU-Mitgliedstaaten und das Europäische Parlament zustimmen, das dieses Jahr bereits mit überwältigender Mehrheit seine Unterstützung signalisiert hat (IP/11/683).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;„Das fakultative Gemeinsame Kaufrecht wird den Binnenmarkt, den Motor für Wirtschaftswachstum in Europa, auf Touren bringen. Es wird Unternehmen die unkomplizierte und kostengünstige Ausweitung ihrer Geschäftstätigkeit auf neue Märkte in Europa ermöglichen und Verbrauchern Kaufvorteile und mehr Verbraucherschutz bescheren“, erklärte Vizepräsidentin Reding, die in der Kommission für das Justizressort zuständig ist. „Die Europäische Kommission setzt heute auf ein innovatives Konzept, das auf Entscheidungsfreiheit, Subsidiarität und Wettbewerb statt Aufhebung einzelstaatlicher Vorschriften beruht.“&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Gemeinsame Europäische Kaufrecht beseitigt Hindernisse und bringt Verbrauchern und Unternehmen gleichermaßen mehr Vorteile.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1. Vorteile für Unternehmen: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Eine gemeinsame (jedoch fakultative) Kaufrechtsregelung, die für alle 27 Mitgliedstaaten identisch ist, so dass Unternehmen nicht mehr den Unwägbarkeiten ausgesetzt sind, die sich aus den verschiedenen Vertragssystemen der Mitgliedstaaten ergeben: Dem aktuellen Eurobarometer zufolge würden sich 71 % der europäischen Unternehmen beim grenzübergreifenden Verkauf an Verbraucher aus anderen EU-Ländern gegebenenfalls für das einheitliche europäische Vertragsrecht entscheiden.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Geringere Transaktionskosten für Unternehmen, die sich im Ausland betätigen wollen: Gegenwärtig müssen sich Unternehmen, die an Geschäften in andren EU-Staaten interessiert sind, bis zu 26 verschiedenen Vertragsrechtssystemen anpassen, diese übersetzen lassen und rechtliche Beratung in Anspruch nehmen, was mit durchschnittlichen Kosten in Höhe von 10 000 EUR für jeden weiteren Exportmarkt verbunden ist.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) bei der Erschließung neuer Märkte: Derzeit sind lediglich 9,3 % aller EU-Unternehmen in anderen Mitgliedstaaten tätig; damit entgehen ihnen jährlich mindestens 26 Mrd. EUR.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;2. Vorteile für Verbraucher:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Einheitlich hohes Verbraucherschutzniveau in allen Mitgliedstaaten: Für die Verbraucher wird das Gemeinsame Europäische Kaufrecht ein verlässliches Gütezeichen darstellen. So bietet es Verbrauchern beispielsweise die freie Wahl zwischen verschiedenen Abhilfemöglichkeiten, wenn sie ein fehlerhaftes Produkt gekauft haben – und dies noch Monate nach dem Kauf. Verbraucher hätten demnach die Möglichkeit, den Vertrag zu kündigen, auf Ersatz oder Reparatur zu pochen oder einen Preisnachlass zu verlangen. Zurzeit besteht diese freie Wahl zwischen Abhilfemöglichkeiten lediglich in fünf Ländern der EU (Frankreich, Griechenland, Litauen, Luxemburg und Portugal).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mehr Auswahl an Produkten zu niedrigeren Preisen: Insbesondere Online- Schnäppchenjäger in der EU stoßen immer wieder auf Kauf- oder Lieferbeschränkungen. Mindestens 3 Mio. Verbraucher müssen jährlich diese unangenehme Erfahrung machen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Rechtssicherheit bei grenzübergreifenden Geschäften: 44 % der Verbraucher beklagen, dass sie unsicher über die ihnen zustehenden Rechte sind und deswegen keine Produkte aus anderen EU-Ländern kaufen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Mehr Transparenz und Vertrauen der Verbraucher: Verbraucher erhalten in jedem Fall klare Informationen und müssen der Verwendung eines auf dem Gemeinsamen Europäischen Kaufrecht basierenden Vertrags zustimmen. Darüber hinaus bekommen sie ein Informationsblatt in ihrer Sprache, das sie unmissverständlich über ihre Rechte aufklärt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Das Gemeinsame Europäische Kaufrecht gilt nur, wenn sich beide Vertragsparteien freiwillig und ausdrücklich darauf verständigen; ist auf grenzübergreifende Verträge anwendbar, in deren Kontext die meisten Probleme in Bezug auf Transaktionskosten und rechtliche Komplexität auftreten; die Mitgliedstaaten haben die Wahl, das Gemeinsame Europäische Kaufrecht auch auf inländische Verträge anzuwenden; ist auf Kaufverträge – diese machen den Löwenanteil des EU-Binnenhandels aus – und auf Verträge über die Bereitstellung digitaler Inhalte wie Musik, Filme, Software oder Smartphone-Anwendungen anwendbar; gilt sowohl für Geschäfte zwischen Unternehmen und Verbrauchern als auch für Geschäfte zwischen Unternehmen; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;ist anwendbar, wenn eine der Vertragsparteien ihren Sitz in einem Mitgliedstaat der EU hat. Unternehmen können auf dieselben Vertragsbedingungen zurückgreifen, wenn sie Geschäfte mit anderen Unternehmen aus der EU oder außerhalb der EU machen; damit erhält das Gemeinsame Kaufrecht eine internationale Dimension.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Hintergrund&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ohne Verträge können Unternehmen keine Waren verkaufen und Verbraucher keine Waren kaufen. Durch einen Vertrag wird eine Vereinbarung zwischen Vertragsparteien förmlich fixiert. Ein Vertrag kann über ein breites Spektrum von Leistungen geschlossen werden, z. B. über den Kauf von Waren und zugehörige Dienstleistungen wie Reparatur und Instandhaltung. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im europäischen Binnenmarkt tätige Unternehmen verwenden ein breites Spektrum von Verträgen, die den verschiedenen vertragsrechtlichen Bestimmungen der betreffenden Mitgliedstaaten unterliegen. Die 27 verschiedenen Vertragsrechtssysteme können zusätzliche Transaktionskosten verursachen und die Rechtsunsicherheit für Unternehmen und Verbraucher gleichermaßen verstärken. Sie können sowohl Verbraucher als auch Unternehmen davon abschrecken, grenzübergreifend einzukaufen bzw. Handel zu treiben. Kleine und mittlere Unternehmen sind in besonderem Maße von höheren Transaktionskosten betroffen. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Dass es auch anders geht, zeigt der US-Binnenmarkt, wo der Handel mit Produkten über die Grenzen der Bundesstaaten hinaus reibungslos funktioniert. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Rahmen der Strategie Europa 2020 (IP/10/225) arbeitet die Kommission an der Beseitigung von Engpässen im Binnenmarkt, um die wirtschaftliche Erholung voranzutreiben. Hierzu gehören auch Schritte in Richtung eines europäischen Vertragsrechts. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Im Juli 2010 legte die Kommission in einem Grünbuch mehrere Optionen für eine kohärentere Gestaltung des Vertragsrechts vor. Die Kommission führte anschließend eine bis zum 31. Januar 2011 laufende öffentliche Anhörung durch, in deren Verlauf sie 320 Stellungnahmen (MEMO/11/55) erhielt.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am 3. Mai 2011 legte eine von der Kommission eingesetzte Sachverständigengruppe eine Durchführbarkeitsstudie für ein künftiges europäisches Vertragsrecht vor (IP/11/523). Im Rahmen der Durchführbarkeitsstudie konsultierte die Kommission Beteiligte und Bürger und erhielt 120 Stellungnahmen.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Am 8. Juni 2011 befürwortete das Europäische Parlament bei seiner Abstimmung im Plenum über einen Initiativbericht von Diana Wallis (MdEP) die Einführung eines fakultativen europäischen Vertragsrecht (MEMO/11/236). &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Weitere Informationen&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;MEMO/11/680&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Pressemappe&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;http://ec.europa.eu/justice/newsroom/news/20111011_en.htm&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Website der Europäischen Kommission zum Gemeinsamen Europäischen Kaufrecht:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;http://ec.europa.eu/justice/contract/index_de.htm&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Homepage von Vizepräsidentin Viviane Reding, dem für Justiz zuständigen Kommissionsmitglied:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;a href="http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_de.htm"&gt;http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_de.htm&lt;/a&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;La Comisión Europea propone una normativa común de compraventa europea de carácter facultativo para impulsar el comercio y ampliar las posibilidades de elección de los consumidores&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Bruselas, 11 de octubre de 2011 – A pesar de los éxitos del mercado único de la UE, aún persisten barreras al comercio transfronterizo. Muchas de esas barreras se deben a las divergencias en las legislaciones en materia de compraventa entre los 27 Estados miembros. Hacen complicado y costoso vender en el extranjero, en particular en el caso de las pequeñas empresas. Los comerciantes que se ven desanimados a la hora de realizar una transacción transfronteriza debido a los obstáculos en el Derecho contractual sufren una pérdida de al menos 26 000 millones de euros en términos de comercio intracomunitario cada año. Entretanto, 500 millones de consumidores en Europa pierden la posibilidad de una elección mayor y unos precios más bajos porque menos empresas hacen ofertas transfronterizas, especialmente en los mercados nacionales más pequeños. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;La Comisión Europea ha propuesto hoy una normativa común de compraventa europea que ayudará a superar estos obstáculos y ofrecerá a los consumidores más posibilidades de elección y un nivel más alto de protección y facilitará el comercio ofreciendo un conjunto único de normas para los contratos transfronterizos en los 27 países de la UE. Si los comerciantes ofrecen sus productos sobre la base de la normativa común de compraventa europea, los consumidores tendrían la opción de elegir un contrato europeo sencillo con un alto nivel de protección con un solo clic en el ratón de su ordenador. La propuesta de la Comisión necesita ahora la aprobación de los Estados miembros de la UE y del Parlamento Europeo, que ya ha manifestado su apoyo masivo en una votación a principios de este año (IP/11/683).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;«La normativa común de compraventa europea, que tiene un carácter facultativo, ayudará a impulsar el mercado único, motor del crecimiento económico en Europa. Proporcionará a las empresas una manera fácil y barata de expandir su actividad empresarial a nuevos mercados en Europa al tiempo que ofrecerá a los consumidores mejores condiciones y un alto nivel de protección», ha declarado la Vicepresidenta Viviane Reding, Comisaria de Justicia de la UE. «En lugar de dejar de lado las legislaciones nacionales, la Comisión Europea aplica hoy un enfoque innovador basado en la libre elección, la subsidiariedad y la competencia».&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;La normativa europea común en materia de compraventa elimina los obstáculos y aumenta las ventajas para los consumidores y las empresas.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;1. Ventajas para las empresas: &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ofrece un único régimen común (aunque, al mismo tiempo, optativo) de Derecho contractual idéntico para la totalidad de los 27 Estados miembros, de forma que los comerciantes ya no tengan que sufrir las incertidumbres que se derivan de tener que hacer frente a diversos regímenes contractuales nacionales: según una encuesta Eurobarómetro publicada hoy, el 71 % de las empresas europeas declararon que si pudieran elegir, utilizarían un derecho contractual europeo común para todas las ventas transfronterizas a los consumidores de otros países de la UE.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Reduce los costes de transacción para las empresas que desean realizar transacciones transfronterizas: actualmente, las empresas que desean realizar transacciones transfronterizas deben adaptar hasta 26 distintas normativas contractuales nacionales, traducirlas y contratar abogados cuyos honorarios ascienden a una media de 10 000 euros por cada nuevo mercado de exportación. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ayuda a las pequeñas y medianas empresas (PYME) a abrirse a nuevos mercados: actualmente, sólo el 9,3 % de todas las empresas de la UE venden en los diferentes países de la UE, lo que ocasiona una pérdida anual de al menos 26 000 millones de euros. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;2. Ventajas para los consumidores:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ofrece el mismo nivel elevado de protección de los consumidores en todos los Estados miembros: los consumidores podrán contar con la garantía de calidad de una normativa común europea en materia de compraventa. Por ejemplo, la normativa ofrece al consumidor la posibilidad de elegir libremente el remedio en caso de producto defectuoso, incluso varios meses después de la compra. Esto significa que los consumidores podrían rescindir el contrato, solicitar la sustitución o reparación del producto o la reducción en el precio. Hoy, esta libre elección del remedio sólo existe en cinco países de la UE (Francia, Grecia, Lituania, Luxemburgo, Portugal).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ofrece una oferta más amplia de productos a precios más bajos: actualmente, los consumidores que proactivamente buscan mejores ofertas en toda la UE, en particular en Internet, se enfrentan a menudo con que el comerciante les deniega la venta o el suministro. Al menos 3 millones de consumidores se han encontrado en un caso similar durante un período de un año.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Ofrece seguridad sobre sus derechos en las operaciones transfronterizas: el 44 % de los consumidores opinan que la incertidumbre acerca de sus derechos les desanima a la hora de comprar en otros países de la UE.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Aumenta la transparencia y la confianza de los consumidores: los consumidores estarán siempre claramente informados y tendrán que ponerse de acuerdo para utilizar un contrato basado en la normativa común de compraventa europea. Además, una ficha informativa recogerá claramente los derechos de los consumidores en su lengua.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;La normativa común de compraventa europea se aplicará:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;sólo si ambas partes la aceptan expresa y voluntariamente; &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;a los contratos transfronterizos en los que se plantean la mayor parte de los problemas de costes de transacción adicionales y complejidad jurídica; los Estados miembros tendrán la opción de hacer aplicable la normativa europea común de compraventa a los contratos nacionales así como&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;a los contratos para la venta de bienes –la mayor parte del comercio intracomunitario– además de a los contratos referidos a contenidos digitales, tales como aplicaciones de música, películas, programas informáticos y smart-phone&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;tanto a las transacciones entre empresas y consumidores como entre empresas&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;si una de las partes está establecida en un Estado miembro de la UE. Los comerciantes pueden utilizar el mismo conjunto de cláusulas contractuales cuando traten con otros comerciantes de dentro y de fuera de la UE, lo que da a la normativa común de compraventa europea una dimensión internacional.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Contexto&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Los contratos son esenciales para gestionar la actividad comercial de las empresas y efectuar ventas a los consumidores. Dan forma oficial a un acuerdo entre las partes y pueden abarcar una amplia gama de asuntos, incluida la venta de bienes y servicios asociados, como la reparación y el mantenimiento. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Las empresas, al operar en el mercado único europeo, utilizan una gran variedad de contratos que se rigen por diferentes Derechos contractuales nacionales. Los veintisiete conjuntos diferentes de normas nacionales pueden dar lugar a costes de transacción adicionales, una falta de seguridad jurídica para las empresas y una falta de confianza para los consumidores. Ello puede tener un efecto disuasorio tanto para los consumidores como para las empresas a la hora de efectuar compras y transacciones comerciales entre los Estados miembros. Las pequeñas y medianas empresas se ven particularmente afectadas por los costes de transacción más elevados. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Esto contrasta con el mercado interior de los Estados Unidos, en el que un comerciante de Maryland puede vender fácilmente sus productos a un consumidor de Alaska. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Con arreglo a la Estrategia Europa 2020 (IP/10/225), la Comisión está abordando los obstáculos que impiden el avance del mercado único para impulsar la recuperación económica. Ello incluye avanzar hacia un Derecho contractual europeo. &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;En julio de 2010, la Comisión presentó varias opciones en un Libro Verde para un enfoque más coherente del Derecho contractual. A continuación, la Comisión celebró una consulta pública que se clausuró el 31 de enero de 2011 y que obtuvo 320 respuestas (MEMO/11/55).&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;El 3 de mayo de 2011, un grupo de expertos creado por la Comisión presentó un estudio de viabilidad sobre una iniciativa futura relativa al Derecho contractual europeo (IP/11/523). La Comisión ha consultado a las partes interesadas y a los &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;ciudadanos durante el estudio de viabilidad y ha recibido 120 respuestas.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;El 8 de junio de 2011, el Parlamento Europeo aprobó una normativa europea optativa en materia de contratos en una votación de la sesión plenaria a la luz de un informe a iniciativa propia de Diana Wallis, diputada del Parlamento Europeo (MEMO/11/236). &lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Información adicional&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;MEMO/11/680&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Documentación para la prensa&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;http://ec.europa.eu/justice/newsroom/news/20111011_en.htm&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Comisión Europea – Sitio web de la normativa común de compraventa europea:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;http://ec.europa.eu/justice/contract/index_es.htm&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;Página web de la Vicepresidenta Viviane Reding, Comisaria de Justicia de la UE:&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;http://ec.europa.eu/commission_2010-2014/reding/index_en.htm&lt;/div&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-486209338924775543?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/486209338924775543/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/european-commission-proposes-optional.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/486209338924775543'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/486209338924775543'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/10/european-commission-proposes-optional.html' title='European Commission proposes an optional Common European Sales Law to boost trade and expand consumer choice'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4846024433082509274</id><published>2011-07-31T05:32:00.000-07:00</published><updated>2011-07-31T05:32:37.940-07:00</updated><title type='text'>Consumer Rights 2012: 10 ways the new EU Consumer Rights Directive will give people stronger rights when they shop online</title><content type='html'>&lt;div class="A_Standard__33__20_Titre" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Good news for &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;consumers:  new EU legislation will strengthen their rights in all 27 Member  States. The European Parliament today adopted – by an overwhelming  majority (615 for, 16 against, 21 abstentions) – the Consumer Rights  Directive, which the European Commission proposed in October 2008 &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;(&lt;/span&gt;&lt;a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/1474"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;IP/08/1474&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;). The vote follows &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;a  deal reached between the three EU institutions (European Commission,  European Parliament and the Council of Ministers), and clears the final  hurdle before the new rules can become reality for consumers.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;EU Justice Commissioner&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;,  Viviane Reding, who already championed consumer-friendly EU rules in  2007 and 2009 to drastically reduce mobile phone roaming charges, said:  "This is a good day for Europe’s 500 million consumers. Today's adoption  of the new EU Consumer Rights Directive will strengthen consumer rights  by outlawing Internet fraudsters who trick people into paying for  horoscopes or recipes that appear to be offered for free. Shoppers will  no longer be trapped into buying unwanted travel insurance or car  rentals when purchasing a ticket online. And everyone will have 14 days  if they wish to return goods bought at a distance, whether by internet,  post or phone. I would like to thank the European Parliament's  rapporteur, Andreas Schwab, as well as the Hungarian EU Presidency, for  their committed support and work that made this political breakthrough  possible. The European Commission will help ensure that the new rules  are implemented swiftly in all Member States so that consumers across  Europe can have more confidence when shopping, whether online or  offline.”&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;In  today’s vote, the European Parliament backed a political agreement  between negotiators of the European Parliament, the Council and the  Commission. In March 2010, EU Justice Commissioner Reding made it clear  that any agreement on the Directive would require a sound balance  between consumers’ interest in stronger rights and businesses’ interest  in taking full advantage of the EU's Single Market (see &lt;/span&gt;&lt;a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/10/91&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=0&amp;amp;language=EN&amp;amp;guiLanguage=en"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;SPEECH/10/91&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;Last steps in the legislative procedure: &lt;/div&gt;&lt;ul class="A__WW8Num4_1"&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;Formal approval of the agreed text of the EU Consumer Rights Directive by the EU Council of Ministers (September);&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;Publication of the new Directive in the EU's Official Journal (this autumn);&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;Transposition of the new rules into the national laws before the end of 2013.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;The following are the 10 most important changes for consumers in the new Directive:&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;1) The proposal will eliminate &lt;span class="A__T5"&gt;hidden charges and costs&lt;/span&gt; on the Internet &lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;Consumers will be protected against &lt;span class="A__T7"&gt;"cost traps"&lt;/span&gt;  on the Internet. This happens when fraudsters try to trick people into  paying for ‘free’ services, such as horoscopes or recipes. From now on,  consumers must explicitly confirm that they understand that they have to  pay a price.&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;2) Increased price transparency&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;Traders have to disclose the &lt;span class="A__T6"&gt;total cost&lt;/span&gt;  of the product or service, as well as any extra fees. Online shoppers  will not have to pay charges or other costs if they were not properly  informed before they place an order. &lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;3) Banning pre-ticked boxes on websites &lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T8"&gt;When  shopping online – for instance buying a plane ticket – you may be  offered additional options during the purchase process, such as travel  insurance or car rental. These additional services may be offered  through &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T8"&gt;so-called ‘pre-ticked’ boxes.  Consumers are currently often forced to untick those boxes if they do  not want these extra services. With the new Directive, pre-ticked boxes  will be banned across the European Union.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T8"&gt;4) 14 Days to change your mind on a purchase&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;The &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;period&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;under which consumers can withdraw from a sales contract&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;  is extended to 14 calendar days (compared to the seven days legally  prescribed by EU law today). This means that consumers can return the  goods for whatever reason if they change their minds. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul class="A__WW8Num4_1"&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Extra protection for lack of information: When a seller hasn’t &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;clearly informed&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; the customer about the withdrawal right, the return period will be extended to a year.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Consumers will also be protected and enjoy a right of withdrawal for &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;solicited visits&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;,  such as when a trader called beforehand and pressed the consumer to  agree to a visit. In addition, a distinction no longer needs to be made  between solicited and unsolicited visits; circumvention of the rules  will thus be prevented.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;The right of withdrawal is extended to &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;online auctions&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;, such as eBay – though goods bought in auctions can only be returned when bought from a professional seller.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;The &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;withdrawal period&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;  will start from the moment the consumer receives the goods, rather than  at the time of conclusion of the contract, which is currently the case.  The rules will apply to internet, phone and mail order sales, as well  as to sales outside shops, for example on the consumer's doorstep, in  the street, at a Tupperware party or during an excursion organised by  the trader.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;5)&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; Better refund rights &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Traders must &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;refund&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; consumers for the product &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;within 14 days of the withdrawal&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;. This includes &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;the costs of delivery. &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;In general, the &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;trader&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; will bear the &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;risk for any damage&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; to goods during transportation, until the consumer takes possession of the goods &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;6) &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Introduction of an EU-wide model withdrawal form&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Consumers  will be provided with a model withdrawal form which they can (but are  not obliged to) use if they change their mind and wish to withdraw from a  contract concluded at a distance or at the doorstep. This will make it  easier and faster to withdraw, wherever you have concluded a contract in  the EU.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P4" style="text-align: justify;"&gt;7) Eliminating surcharges for the use of credit cards and hotlines &lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Traders will not be able to charge consumers more for paying by &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;credit card&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; (or other means of payment) than what it actually costs the trader to offer such means of payment. Traders who operate &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;telephone hotlines&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;  allowing the consumer to contact them in relation to the contract will  not be able charge more than the basic telephone rate for the telephone  calls.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;8) Clearer information on who pays for returning goods &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;If traders want the consumer to bear the cost of returning goods after they change their mind, they have to &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;clearly inform&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; consumers about that &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;beforehand&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;,  otherwise they have to pay for the return themselves. Traders must  clearly give at least an estimate of the maximum costs of returning  bulky goods bought by internet or mail order, such as a sofa, before the  purchase, so consumers can make an informed choice before deciding from  whom to buy.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;9)&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; Better consumer protection in relation to digital products  &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Information on &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;digital content&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;  will also have to be clearer, including about its compatibility with  hardware and software and the application of any technical protection  measures, for example limiting the right for the consumers to make  copies of the content.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Consumers  will have a right to withdraw from purchases of digital content, such  as music or video downloads, but only up until the moment the actual  downloading process begins. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;10) Common rules for businesses will make it easier for them to trade all over Europe. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P3" style="text-align: justify;"&gt;These include:&lt;/div&gt;&lt;ul class="A__WW8Num4_1"&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;A  single set of core rules for distance contracts (sales by phone, post  or internet) and off-premises contracts (sales away from a company’s  premises, such as in the street or the doorstep) in the European Union,  creating a &lt;span class="A__T7"&gt;level playing field&lt;/span&gt; and &lt;span class="A__T7"&gt;reducing transaction costs&lt;/span&gt; for cross-border traders, especially for sales by internet.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Standard forms &lt;/span&gt;will make life easier for businesses: a form to comply with the information requirements on the right of withdrawal; &lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T6"&gt;Specific rules will apply to small businesses and craftsmen&lt;/span&gt;,  such as a plumber. There will be no right of withdrawal for urgent  repairs and maintenance work. Member States may also decide to exempt  traders who are requested by consumers to carry out repair and  maintenance work in their home of a value below €200 from some of the  information requirements.&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;---&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A__33__20_Titre_P2" style="text-align: justify;"&gt;EU-Verbraucherschutzrichtlinie: 10 grundlegende Neuerungen zur Stärkung der Verbraucherrechte beim Online-Shopping&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard__34__20_Chapeau" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard__34__20_Chapeau" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Gute  Nachrichten für Verbraucher: Ihre Rechte werden durch die neuen  EU-Rechtsvorschriften in allen 27&amp;nbsp;Mitgliedstaaten gestärkt. Das  Europäische Parlament hat heute mit überwältigender Mehrheit (615 für,  16 gegen, 21 Enthaltungen) die Verbraucherschutzrichtlinie  verabschiedet, die die Europäische Kommission im Oktober 2008 vorgelegt  hat (&lt;/span&gt;&lt;a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/1474&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=1&amp;amp;language=DE&amp;amp;guiLanguage=en"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;IP/08/1474&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;).  Mit der Abstimmung im Parlament, der ein Kompromiss zwischen dem  Europäischen Parlament, dem EU-Ministerrat und der Kommission  vorausgegangen war, ist die letzte Hürde für das Inkrafttreten der neuen  Verbraucherrechte genommen. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T6"&gt;EU-Justizkommissarin  Viviane Reding, die schon 2007 und 2009 verbraucherfreundliche  Regelungen in Form einer drastischen Senkung der Roaming-Gebühren für  Mobilfunkgespräche erstritten hat, erklärte: &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T6"&gt;„Dies  ist ein guter Tag für die 500 Millionen Verbraucher in Europa. Die  heutige Annahme der neuen EU-Verbraucherschutzrichtlinie stärkt die  Rechte der Konsumenten, indem sie die Geschäfte von Internet-Betrügern  unterbindet, die z.B. Horoskope oder Rezepte angeblich kostenlos im  Internet anbieten, um die Nutzer anschließend  zur Kasse zu bitten.  Künftig brauchen Kunden nicht mehr zu befürchten, bei einer  Online-Reisebuchung versehentlich eine Reiseversicherung mitzuerwerben  oder einen Leihwagen anzumieten. Bei Fernkäufen - ob per Internet, Post  oder Telefon - besteht künftig ein vierzehntägiges Widerrufsrecht. Ich  möchte dem Berichterstatter des Europäischen Parlaments Andreas Schwab  sowie dem ungarischen EU-Ratsvorsitz für deren Engagement und  tatkräftige Unterstützung danken, ohne die dieser politische Durchbruch  nicht möglich gewesen wäre. Die Europäische Kommission wird ihren Teil  dazu beitragen, dass die neuen Bestimmungen von allen Mitgliedstaaten  rasch umgesetzt werden, damit die europäischen Verbraucher im Internet  und anderswo sorgenfrei einkaufen können.“&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Mit  der heutigen Abstimmung untermauerte das Europäische Parlament die  zwischen den Verhandlungsführern des Europäischen Parlaments, des Rates  und der Kommission ausgehandelte politische Einigung. Im März 2010 hatte  EU-Justizkommissarin Viviane Reding klargestellt, dass eine Einigung  über die Richtlinie einen tragfähigen Kompromiss zwischen dem Interesse  der Verbraucher an einer Stärkung ihrer Rechte und dem Interesse der  Wirtschaft an einer uneingeschränkten Nutzung der Vorteile des  EU-Binnenmarkts voraussetze (siehe &lt;/span&gt;&lt;a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/10/91&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=0&amp;amp;language=EN&amp;amp;guiLanguage=en"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;REDE/10/91&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P6" style="text-align: justify;"&gt;Noch ausstehende Schritte im Gesetzgebungsverfahren: &lt;/div&gt;&lt;ul class="A__WW8Num4_1"&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Tiret_20_1_P7" style="text-align: justify;"&gt;Formale Genehmigung des vereinbarten Wortlauts der EU-Verbraucherschutzrichtlinie durch den EU-Ministerrat (September)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Tiret_20_1_P7" style="text-align: justify;"&gt;Veröffentlichung der neuen Richtlinie im EU-Amtsblatt (im Herbst dieses Jahres)&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Tiret_20_1_P7" style="text-align: justify;"&gt;Umsetzung der neuen Vorschriften in innerstaatliches Recht bis Ende 2013.&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;Die zehn wichtigsten Neuerungen der Richtlinie:&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;1) Keine versteckten Abgaben und Gebühren mehr &lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Die Verbraucher werden gegen „&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Kostenfallen&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;“  im Internet geschützt. Kostenfallen entstehen beispielsweise, wenn  Kunden unfreiwillig für angeblich kostenlose Dienstleistungen wie  Horoskope oder Rezepte zur Kasse gebeten werden. Künftig müssen die  Verbraucher ausdrücklich bestätigen, dass sie wissen, dass die  Leistungen kostenpflichtig sind.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;2) Mehr Preistransparenz&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Gewerbetreibende müssen die &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Gesamtkosten&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;  der Ware oder Dienstleistung sowie etwaige Zusatzgebühren offenlegen.  Internet-Kunden müssen keine Gebühren oder sonstige Abgaben entrichten,  wenn sie vor ihrer Bestellung nicht ordentlich darauf hingewiesen  wurden. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;3) Verbot von vorab angekreuzten Kästchen auf Internet-Seiten &lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P4" style="text-align: justify;"&gt;Beim  Internet-Shopping – z.B. beim Kauf eines Flugscheins – können Ihnen  während des Kaufs zusätzliche Kaufoptionen wie der Abschluss einer  Reiseversicherung oder die Anmietung eines Leihwagens angeboten werden.  Diese Zusatzleistungen können bei Ihnen in Form von vorab angekreuzten  Kästchen erscheinen. Wenn ein Verbraucher diese Zusatzleistungen nicht  in Anspruch nehmen wollte, war er bisher oft gezwungen, das  entsprechende Häkchen wegzuklicken. Mit der neuen Richtlinie sind vorab  angekreuzte Felder überall in der Europäischen Union verboten.&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;4) Vierzehntätiges Widerrufsrecht &lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Die &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Frist, bis zu der Verbraucher einen Kaufvertrag widerrufen können&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;,  wird von bisher sieben auf 14&amp;nbsp;Kalendertage verlängert. Das bedeutet,  dass der Verbraucher die Ware in dieser Zeit im Falle eines  Sinneswandels ohne Angabe von Gründen zurückgeben kann. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul class="A__WW8Num4_1"&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Zusätzlicher Schutz bei fehlender Aufklärung: Hat ein Verkäufer den Kunden nicht &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;eindeutig&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt; auf das Widerrufsrecht &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;hingewiesen&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;, beträgt die Widerrufsfrist statt der 14&amp;nbsp;Tage ein Jahr.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Die Verbraucher haben auch dann ein Widerrufsrecht, wenn ein &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Vertreterbesuch&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt; &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;vereinbart &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;wird,  z.B. wenn der Gewerbetreibende vorher anruft und den Verbraucher zu dem  Besuch überredet. Außerdem wird künftig kein Unterschied mehr gemacht  zwischen erbetenen und ungebetenen Besuchen, damit die Vorschriften  nicht unterlaufen werden können.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Das Widerrufsrecht gilt auch für &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Online-Auktionshäuser&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt; wie eBay; allerdings kann die Ware nur zurückgegeben werden, wenn sie von einem gewerbsmäßigen Händler bezogen wurde. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Tiret_20_1_P8" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Die &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Widerrufsfrist &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;beginnt  mit dem Tag, an dem der Kunde die Ware in Empfang nimmt, und nicht, wie  dies bisher meistens der Fall war, mit Vertragsabschluss. Die  Bestimmungen gelten für Bestellungen, die über das Internet oder per  Telefon oder im Versandhandel getätigt wurden, sowie für Verkäufe  außerhalb von Gewerberäumen, etwa an der Haustür, auf der Straße, bei  Tupperware-Partys oder organisierten Kaffeefahrten.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;5) Verbesserungen beim Recht auf Erstattung &lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Gewerbetreibende müssen Kunden &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;innerhalb von 14&amp;nbsp;Tagen&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt; nach dem Widerruf den Verkaufspreis &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;einschließlich der Versandkosten&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt; zurückerstatten. Die &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Gefahr der Beschädigung&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt; der Ware während des Transports trägt im Regelfall der Händler, und zwar solange, bis der Verbraucher die Ware übernimmt. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;6) Einführung eines EU-weit einheitlichen Widerrufsformulars &lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P4" style="text-align: justify;"&gt;Die  Verbraucher können, wenn sie es sich anders überlegen und einen  Fernabsatzvertrag oder ein Haustürgeschäft widerrufen möchten, hierzu  ein Standardformular verwenden. Die Verwendung des Formulars ist  freiwillig. Es erleichtert und beschleunigt den Widerruf, gleich, wo in  der EU Sie den Vertrag geschlossen haben.&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;7) Keine Aufschläge für die Benutzung von Kreditkarten und Hotlines &lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Gewerbetreibende dürfen den Konsumenten, die mit &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Kreditkarte &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;u.&amp;nbsp;ä.  zahlen, für diese Dienstleistung höchstens die ihnen durch die  Bereitstellung dieser Zahlungsmöglichkeit entstehenden Unkosten in  Rechnung stellen. Gewerbetreibende, die &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Telefon-Hotlines&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;  zur Verfügung stellen, über die der Konsument sie erreichen und mit  ihnen einen Vertrag abschließen kann, dürfen hierfür höchstens die  normale Telefongebühr verlangen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;8) Informationspflicht über die Kostenübernahme bei Rückgabe der Ware &lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Wenn  der Gewerbetreibende dem Verbraucher, der von seinem Rückgaberecht  Gebrauch macht, die Kosten hierfür auferlegen will, muss er ihm dies &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;im Voraus deutlich zu verstehen geben&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;;  andernfalls muss er selbst für die Kosten aufkommen. Bei im Internet  oder per Versand bestellten besonders sperrigen Waren wie z.B. Sitzmöbel  muss er dem Konsumenten vor dem Kauf zumindest eine konkrete  Vorstellung von den Kosten für die Rücksendung vermitteln, damit dieser  seine Kaufentscheidung unter Berücksichtigung aller Faktoren treffen  kann.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;9) Verbesserung des Verbraucherschutzes bei digitalen Erzeugnissen  &lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Die Informationen über &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;digitale Inhalte&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;  müssen ebenfalls ausführlicher werden und beispielsweise Informationen  über dazu passende Hard- und Software, etwaige technische  Schutzvorrichtungen oder ein etwaiges Kopierverbot einschließen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P4" style="text-align: justify;"&gt;Der  Verbraucher wird künftig auch beim Erwerb digitaler Inhalte, z. B.  durch Musik- oder Videodownloads, ein Widerrufsrecht haben, solange er  mit dem Herunterladen noch nicht begonnen hat. &lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P6" style="text-align: justify;"&gt;10) Größere EU-weite Handelschancen für Unternehmen durch einheitliche Rechtsvorschriften  &lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P4" style="text-align: justify;"&gt;Konkret heißt dies:&lt;/div&gt;&lt;ul class="A__WW8Num4_1"&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;Eine  Reihe von Kernvorschriften für Fernabsatzverträge (Verkäufe per  Telefon, Postsendung oder Internet) und außerhalb von Geschäftsräumen  getätigte Vertragsabschlüsse (z.B. Straßen- oder Haustürverkäufe) in der  Europäischen Union schaffen &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;gleiche Bedingungen&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt; und senken die &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Transaktionskosten &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;für grenzübergreifend tätige Gewerbetreibende, vor allem im Internethandel.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Standardformulare,&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt; die den Informationspflichten in Bezug auf das Widerrufsrecht Genüge tun, erleichtern den Unternehmen das Geschäft.  &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T7"&gt;Besondere Vorschriften gelten für kleine Unternehmen und Handwerker&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;,  etwa Klempner. Bei dringenden Reparaturen und Instandhaltungsarbeiten  besteht kein Widerrufsrecht. Die Mitgliedstaaten können auch  beschließen, Gewerbetreibende, die im Haus des Verbrauchers Reparatur-  und Instandhaltungsarbeiten im Wert von bis zu 200 EUR ausführen sollen,  von bestimmten Informationspflichten auszunehmen.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;---&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard__33__20_Titre" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;D&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;erechos  de los consumidores: las 10 medidas de la nueva Directiva de la UE  sobre los derechos de los consumidores que reforzarán los derechos de  los ciudadanos para sus compras en línea&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard__34__20_Chapeau" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard__34__20_Chapeau" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;B&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;uenas  noticias para los consumidores: la nueva legislación de la UE  consolidará sus derechos en los 27 Estados miembros. El Parlamento  Europeo ha aprobado hoy por una abrumadora mayoría (615 votos a favor,  16 en contra y 21 abstenciones) la Directiva sobre los derechos de los  consumidores, que la Comisión Europea propuso en octubre de 2008 &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;(&lt;/span&gt;&lt;a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=IP/08/1474&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=1&amp;amp;language=ES&amp;amp;guiLanguage=en"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;IP/08/1474&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;). &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;La  votación se ha producido tras el acuerdo alcanzado entre las tres  instituciones de la UE (Comisión Europea, Parlamento Europeo y Consejo  de Ministros), y elimina el último obstáculo para que las nuevas normas  se conviertan en realidad para los consumidores. &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Viviane  Reding, Comisaria de Justicia de la UE, que ya en 2007 y 2009 defendió  con ahínco unas normas europeas más favorables para los consumidores,  reduciendo drásticamente las tarifas de itinerancia en la telefonía  móvil, ha declarado:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A__35__20_Normal_P3" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;«&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T3"&gt;Hoy  es un gran día para los 500 millones de consumidores europeos. La  adopción de la nueva Directiva de la UE sobre los derechos de los  consumidores reforzará sus derechos al sancionar a los estafadores que  operan en Internet y engañan a las personas, haciéndoles pagar por  horóscopos o recetas que parecen ofrecer de modo gratuito. Los  compradores dejarán de verse en la trampa de tener que contraer un  seguro de viaje o alquilar un coche al comprar un billete en línea, si  no desean hacerlo. Y todo el mundo dispondrá de catorce días para  devolver, si así lo desea, un producto comprado a distancia, ya sea por  Internet, por correo o por teléfono. Quisiera dar las gracias al ponente  del Parlamento Europeo, Andreas Schwab, así como a la Presidencia  húngara de la UE por su decidido apoyo y su trabajo, que han hecho  posible este importante avance político. La Comisión Europea contribuirá  a garantizar que la nueva normativa se aplica rápidamente en todos los  Estados miembros, a fin de que los consumidores de toda Europa pueden  tener más confianza en sus compras, tanto en línea como fuera de línea.»&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;Con&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;  la votación, el Parlamento Europeo ha respaldado el acuerdo  político entre los negociadores del Parlamento Europeo, el Consejo y la  Comisión. En marzo de 2010, la Comisaria de Justicia de la UE, Viviane  Reding, dejó claro que cualquier acuerdo sobre la Directiva requeriría  un equilibrio adecuado entre el interés de los consumidores por mejorar  sus derechos y el de las empresas por aprovechar plenamente el mercado  único de la UE (véase &lt;/span&gt;&lt;a href="http://europa.eu/rapid/pressReleasesAction.do?reference=SPEECH/10/91&amp;amp;format=HTML&amp;amp;aged=0&amp;amp;language=EN&amp;amp;guiLanguage=en"&gt;&lt;span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;SPEECH/10/91&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/a&gt;&lt;span class="A__T2"&gt;). &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P4" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P4" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Ú&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;ltimas etapas del procedimiento legislativo: &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul class="A__WW8Num3_1"&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;A&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;probación  formal por el Consejo de Ministros de la UE (en septiembre) del texto  acordado de la Directiva de la UE sobre los derechos de los  consumidores.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;P&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;ublicación de la nueva Directiva en el Diario Oficial de la UE (este otoño).&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;T&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;ransposición de las nuevas normas a las legislaciones nacionales antes de finales de 2013.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;L&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;os 10 cambios más importantes para los consumidores que introduce la nueva Directiva son los siguientes:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;1) La propuesta eliminará gastos y costes ocultos en Internet &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Los  consumidores estarán protegidos contra las «trampas de costes» en  Internet. Es lo que sucede cuando los estafadores intentan engañar a las  personas para que paguen por servicios «gratuitos», como horóscopos o  recetas. A partir de ahora, los consumidores deberán confirmar  explícitamente que comprenden que tienen que pagar un precio.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;2) Mayor transparencia en los precios&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Los &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;operadores comerciales habrán de informar del &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;coste total&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;  del producto o servicio, así como de cualquier gasto complementario.  Los compradores en línea no tendrán que pagar los gastos y demás costes  si no han sido informados adecuadamente antes de realizar un pedido. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;3) Prohibición de casillas ya marcadas en los sitios web &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Al efectuar una &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;compra  en línea –por ejemplo, al comprar un billete de avión–, puede que se le  propongan opciones adicionales durante el proceso de compra, como  seguros de viaje o coches de alquiler. Puede que esos servicios  suplementarios se le ofrezcan a través de las denominadas «casillas ya  marcadas&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T6"&gt;»&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;.  Actualmente, los consumidores se ven a menudo obligados a deseleccionar  las casillas, si no desean estos servicios suplementarios. Con la nueva  Directiva, las casillas ya marcadas quedarán prohibidas en toda la Unión  Europea.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P4" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;4) 14 días para cambiar de opinión &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;respecto a una compra &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;E&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;l &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;período en que los consumidores pueden desistir de un contrato de venta&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;  se amplía a catorce días naturales (frente a los 7 días legalmente  establecidos por la actual legislación de la UE). Esto significa que, si  cambian de opinión, los consumidores pueden devolver la mercancía por  la razón que sea. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul class="A__WW8Num3_1"&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Protección adicional frente a la falta de información: Cuando un vendedor no haya &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;informado claramente&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; al cliente sobre el derecho de desistimiento, el período de devolución se ampliará a un año. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;L&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;os consumidores quedarán también protegidos y disfrutarán del derecho de retractación respecto a las &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;visitas solicitadas&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;,  por ejemplo, cuando un comerciante haya llamado previamente y haya  presionado al consumidor para que acepte una visita. Además, ya no se  hará distinción entre las visitas solicitadas y no solicitadas, con lo  que se evitará la elusión de las normas.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;E&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;l derecho de retractación se amplía a las &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;subastas en línea&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;,  como eBay, aunque las mercancías compradas en las subastas sólo podrán  devolverse cuando se hayan comprado a comerciantes profesionales. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;E&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;l &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;plazo de desistimiento&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;  comenzará a partir del momento en que el consumidor reciba las  mercancías, en vez de en el momento de celebración del contrato, como es  actualmente el caso. Las normas se aplicarán a las ventas por Internet,  por teléfono y por correo, así como a las que se efectúen fuera de los  comercios, por ejemplo, en el domicilio del consumidor, en la calle, en  una reunión «tupperware» o durante una excursión organizada por el  comerciante.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="A_Standard_Sous-titre_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;5) Mejora del derecho a reembolso &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Los comerciantes&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; deberán &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;devolver&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; a los consumidores el dinero del producto en un plazo de &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;14 días a partir del desistimiento,&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; incluidos los &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;gastos de entrega&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;. En general, es el operador quien asumirá los &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;riesgos de cualquier daño&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; que sufra la mercancía durante el transporte, hasta que ésta se encuentre en manos del consumidor. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;6) I&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;ntroducción de un modelo de formulario de desistimiento para toda la UE &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Los  consumidores contarán con un modelo de formulario de desistimiento que  podrán utilizar (aunque no estarán obligados a ello) si cambian de  opinión y desean desistir de un contrato celebrado a distancia o en su  domicilio. Ello hará el desistimiento más fácil y rápido,  independientemente del lugar de la UE donde se haya celebrado el  contrato.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P5" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;7) Supresión de los recargos por utilizar tarjetas de crédito y líneas directas &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Los &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;comerciantes  no podrán cobrar a los consumidores por pagar mediante tarjeta de  crédito (u otros medios de pago) más de lo que realmente les cuesta  ofrecer esos medios de pago. Los comerciantes que operan &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;por teléfono a través de líneas directas,&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;  que permiten al consumidor contactar con ellos en relación con el  contrato, no podrán cobrar más de la tarifa básica de las llamadas  telefónicas. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P4" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;8) I&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;nformación más clara sobre quién paga los productos devueltos &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;S&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;i el comerciante desea que el consumidor corra con los gastos de devolución del producto si cambia de opinión, tendrá que &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;informarle claramente&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; al respecto &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;por anticipado&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;;  en caso contrario, tendrá que pagar él mismo los gastos de devolución.  El comerciante deberá ofrecer, antes de la compra, al menos una  estimación clara de los gastos máximos de devolución de mercancías  voluminosas –por ejemplo, un sofá– compradas por Internet o por correo,  de modo que los consumidores puedan decidir con conocimiento de causa  dónde efectúan su compra.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P6" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;9) Mayor protección de los consumidores con respecto a los productos digitales&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;La &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;información sobre los &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;contenidos digitales&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;  tendrá también que ser más clara, en particular por lo que se refiere a  su compatibilidad con hardware y software y a la aplicación de  cualquier medida de protección técnica que limite, por ejemplo, el  derecho de los consumidores a realizar copias del contenido. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Los &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;consumidores  tendrán derecho a desistir de compras de contenido digital, tales como  las descargas de música o vídeo, pero solamente hasta el momento en que  comience el proceso de descarga real. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Sous-titre_20_1_P7" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;10) Las normas comunes permitirán a las empresas vender más fácilmente sus productos en toda Europa. &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;div class="A___35__20_Normal" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;Entre dichas normas cabe citar:&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;ul class="A__WW8Num3_1"&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;un  conjunto único de normas básicas para los contratos a distancia (ventas  por teléfono, correo o internet) y los contratos celebrados fuera del  establecimiento (ventas fuera de los locales de una empresa, por  ejemplo, en la calle o a domicilio) en la Unión Europea, que establece &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;unas condiciones de competencia equitativas&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; y &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;reduce los costes de transacción&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt; para los comerciantes transfronterizos, especialmente en el caso de las ventas por Internet; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;los &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;formularios normalizados&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T2"&gt; facilitarán la vida a las empresas, pues dichos &lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;formularios les permitirán cumplir los requisitos en materia de información sobre el derecho de desistimiento; &lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;li&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;s&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;e aplicarán normas específicas a las pequeñas empresas y a los trabajadores manuales&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;, como un fontanero, por ejemplo&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T4"&gt;.&lt;/span&gt;&lt;span class="A__T1"&gt;  No habrá derecho de desistimiento para las reparaciones urgentes y los  trabajos de mantenimiento. Los Estados miembros podrán también eximir de  algunas de las obligaciones de información a los agentes económicos que  sean solicitados por los consumidores para llevar a cabo en su  domicilio trabajos de reparación y mantenimiento de un valor inferior a  200 EUR.&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;br /&gt;&lt;div class="A_Texte_20_1_Tiret_20_1" style="text-align: justify;"&gt;&lt;span class="A__T5"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/span&gt;&lt;/div&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;/li&gt;&lt;/ul&gt;&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/2899427546585586812-4846024433082509274?l=duessellegal.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://duessellegal.blogspot.com/feeds/4846024433082509274/comments/default' title='Kommentare zum Post'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/07/consumer-rights-2012-10-ways-new-eu.html#comment-form' title='0 Kommentare'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4846024433082509274'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/2899427546585586812/posts/default/4846024433082509274'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://duessellegal.blogspot.com/2011/07/consumer-rights-2012-10-ways-new-eu.html' title='Consumer Rights 2012: 10 ways the new EU Consumer Rights Directive will give people stronger rights when they shop online'/><author><name>Ralf Hansen</name><uri>https://profiles.google.com/105008398824144907147</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='32' height='32' src='//lh4.googleusercontent.com/-iPk9VYbT7tQ/AAAAAAAAAAI/AAAAAAAAAUU/d8CYseJDQmY/s512-c/photo.jpg'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-2899427546585586812.post-4134829024653184202</id><published>2011-04-19T04:59:00.000-07:00</published><updated>2011-04-19T04:59:08.171-07:00</updated><title type='text'>EU - Commission evaluates the Directive on retention of telecommunications data</title><content type='html'>&lt;div style="text-align: justify;"&gt;In my eyes there is a lack of "Human and Civil Rights Topics" is this argumentation which, is mainly founded on thoughts about a "Security State", which is not very far away from "Leviathan" by Thomas Hobbes. More and more EU - Institutions loose contact with the will of their European Citizens of Europe and that is the main problem in Europe nowadays.&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;&lt;br /&gt;&lt;/div&gt;&lt;div style="text-align: justify;"&gt;---&lt;br /&gt;&amp;nbsp;&lt;/div&gt;&lt;div class="A_Standard__34__20_Chapeau" style="text-align: justify;"&gt;The European Commission adopted an evaluation report of the Data Retention Directive outlining the lessons learned since its adoption in 2006. The Directive established data retention as a response &lt;span class="A__T2"&gt;to &lt;/span&gt;urgent security challenges, following major terrorist attacks in Mad
